Laurent Blanc vor dem CL-Kracher: „Wir müssen Barça hoch attackieren“

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Nur noch wenige Stunden bis zur Schlüsselpartie des FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain. Bevor Lionel Messi und seine Kameraden wieder auf Torejagd für Barça gehen, möchten wir euch über die Ansichten und Wünsche der Gegenseite informieren. Laurent Blanc teilte auf der Pressekonferenz seine Einschätzung zu der bevorstehenden Begegnung mit und gab dabei interessante Perspektiven preis.

Laurent Blanc über die Chancen seiner Mannschaft:

Ich bin ein Realist. Aber ja, wir glauben an unsere Chancen, wissen aber auch, dass uns eine sehr schwere Aufgabe bevorsteht. Ich sage nicht, dass wir 3:0 gewinnen, weil es fast unmöglich ist, in Barcelona ohne Gegentor zu bleiben. Alle europäischen Rivalen haben dort Tore kassiert. Ich bin auf der anderen Seite überzeugt, dass wir Chancen bekommen werden, und diese müssen wir nutzen, weil wir Tore brauchen. Wir haben nichts zu verlieren und werden unser Spiel machen, auch wenn ein gutes Ergebnis eine große Herausforderung ist.

Der Unterschied zwischen PSG und Barça:

Zwischen Barcelona und uns besteht ein großer Unterschied, aber es ist nicht so, dass er nicht überwunden werden könnte. Das ist ein großer Verein mit großen Spielern, und wenn sie mal nicht mehr da sein werden, werden die Leute merken, wie viel sie tatsächlich wert waren. PSG baut erst einen großen Verein auf, Barça ist schon ein großer Verein. Die Champions League wieder zu gewinnen, hat sie eine Menge gekostet, sie holen sie jetzt mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Wenn aber das Spiel beginnt, wird sich alles ausgleichen. Wir machen nicht nur einen Ausflug ins Camp Nou.

Komplikationen am Ende der Saison:

Ich hätte gerne etwas mehr Zeit für die Vorbereitung, das wäre sowohl für uns, für Barça und das Spektakel gut. Der Spielkalender ist aber verrückt. Je weiter fortgeschritten er ist, desto größer sind die Komplikationen. Wir könnten ja gerne etwas mehr am Anfang der Saison spielen, dafür etwas weniger am Ende – aber es ist genau anders herum. Der Kalender ist vollgepackt mit Spielen am Ende der Saison, wenn es um die Titel geht – das betrifft auch Barcelona. Wir bräuchten mehr Zeit für die Vorbereitung.

Über den Ansatz des FC Valencia: 

Am Samstag hat Valencia sehr gut gezeigt, wie man Barcelona wehtun kann. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Barça drei Tage zuvor ein Spiel absolvieren musste. Es wäre gut, es Valencia gleichzumachen, man muss dazu aber physisch sehr gut drauf sein. Wir müssen rausgehen und sehr hoch attackieren, das wird aber nicht einfach werden.

Thiago Silva und Motta fehlen:

Thiago Silva und Motta sind nicht bereit für das Spiel und es gibt hierüber überhaupt keine Diskussion. Wir hätten gerne alle an Bord gehabt, genauso wie im ersten Spiel, aber das ist nicht möglich. Nach dem ersten Spiel habe ich mich nicht auf ihre Abwesenheit berufen, weil wir ihr Spiel kennen und einfach nicht in der Lage waren, zu gewinnen. Wir müssen wissen, wie wir auf das reagieren, was im ersten Spiel passiert ist.

Die Rückkehr von Zlatan Ibrahimović:

Zlatan Ibrahimović besitzt einen großen Einfluss auf unsere Mannschaft, daran gibt es keine Zweifel. Wir haben nichts zu verlieren und vielleicht gelingt uns ein besserer Auftritt als bei der ersten Begegnung. Ibra wird uns dabei helfen. Wir benötigen große Spiele und große Torschützen. Das bemerkt man erst dann, wenn man sie nicht hat. Ob er fit sein wird? Seit dem 11. April, als er gegen Bastia gespielt hat, hat er jeden Tag trainiert und befindet sich in einer großen Form. Er ist so wie in der vergangenen Saison, und das brauchen wir. Es ist gut, solche Spieler wie Maxwell oder Ibra zu haben, die die Kultur von Barça verstehen und ihre Spielphilosophie aufgesogen haben. Das ist etwas, das sich über die Jahre nicht geändert hat. Barça will den Ball haben.

Wie kann PSG an Barça Rache nehmen? 

Rache? Mir gefällt dieses Wort nicht, das ist einfach nur ein Spiel, aber wenn ich es analysieren darf, würde ich sagen, dass Barça immer den Ball hat. Selbst dann, als wir 3:2 gewonnen haben, haben sie unseren Strafraum belagert. Sie sind schon sehr gut, es ist sehr schwer, ihnen den Ball abzunehmen. Wir müssen gut verteidigen und sie unter Druck setzen. Im ersten Spiel, das ist nun eine Anekdote, sind sie mehr gelaufen als wir. Das muss uns wieder gelingen, nur müssen wir dabei effizienter sein.

Über den Zweikampf zwischen David Luiz und Luis Suárez:

Ich denke nicht, dass ich mit David Luiz über die ‚Tunnel‘ von Suárez reden muss. Er ist sich darüber im Klaren, was er für ein Spiel gezeigt hat. Wir sollten aber in Erinnerung rufen, dass er nicht bereit war, um 70 Minuten zu spielen. Er war Reservespieler auf der Bank. Leider musste ich ihn einwechseln, wohl wissend, dass er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Das ist ein Profi und er weiß, dass er stärker werden muss.

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