Luis Enrique vor dem Champions-League-Finale: „Ich erwarte von Messi nichts Äußergewöhnliches“

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In einer langen Spielzeit musste Teamchef Luis Enrique insgesamt 59 Mal vor offiziellen Pflichtspielen den Pressevertretern Rede und Antwort stehen. Vor dem Champions-League-Finale – beim 60. und auch letzten Mal in dieser Saison – musste der Asturier erneut spannende Fragen beantworten. So standen der Gegner Juventus Turin wie auch der mögliche Spielverlauf auf dem Programm. Auch Personalien wie Lionel Messi wurden angesprochen und selbstverständlich durfte auch eine kurze Einschätzung zur Form der Mannschaft nicht fehlen.

Luis Enrique begann die Pressekonferenz mit ein paar Worten zur beeindruckenden Form seiner Mannschaft: „Es ist das Ergebnis einer Menge Arbeit, die wir in dieser Spielzeit geleistet haben. Es ist meine erste Saison hier beim Klub und wir sind mit den zwei Titeln und der Möglichkeit auf einen dritten genau da, wo ich sein wollte. Ich hoffe, wir können morgen das Finale gut spielen, unser Bestes tun und es auch gewinnen.[…] Jedes Team kann, aus welchen Gründen auch immer, Kritik akzeptieren. Das Ziel einer jeden Mannschaft zu Beginn der Saison ist, Titel zu gewinnen. Dann, während der Saison, tut man alles, um dorthin zu kommen. Wir konnten bereits zwei Titel für uns entscheiden und denken jetzt nur mehr daran, die Saison perfekt abzuschließen und den dritten Titel zu gewinnen.

Anschließend kam der Asturier auf das heutige Spiel sowie den Gegner zu sprechen : „Ich kann mir vorstellen, dass wir mehr Ballbesitz haben werden und sich das Spiel zu großen Teilen in ihrem Feld ereignen wird. Wir haben natürlich den Anspruch an uns, das Beste herauszuholen. Aber ich glaube nicht, dass es ein Zusammentreffen von zwei verschiedenen Stilen sein wird, denn Juve pflegt hinsichtlich des Ballbesitzes, den sie brauchen, einen relativ ähnlichen Stil wie wir. Sie haben auch ähnliche Spielertypen wie wir und befinden sich auch in derselben Position, nämlich kurz vor dem Gewinn des Triples. Das bedeutet, dass sie auch in der Lage sind, Herausforderungen auf dem Platz zu meistern.

Dann fuhr Enrique fort: „Natürlich bekommen spezielle Spieler die ganze Aufmerksamkeit. Wir besitzen mit Leo den besten Spieler auf dieser Welt in unseren Reihen, und auch Ney sowie Luis hatten ein fantastisches Jahr. Aber zweifelsohne mussten wir auch als ganzes Team auftreten, um überhaupt bis hierher zu kommen. Wir haben immer als ganzes Team angegriffen und auch als ganzes Team verteidigt. Das war wunderbar und man kann es auch an den Zahlen ablesen. Sie allein zeigen schon, wie konkurrenzfähig wir waren. Jeder einzelne Spieler ist notwendig, um etwas zu gewinnen. Und die Tatsache, dass man sich in der Position befindet, jeden Titel zu gewinnen, zeigt, dass die Arbeit auch gewirkt hat.

Enrique über die Triple-Chancen und Messi

Darauf folgend kam der 45-Jährige auf die Triple-Chancen beider Mannschaften zu sprechen: „Ich glaube nicht, dass es darum geht, die einzelnen Aspekte, die ein Team besitzt, mit denen des anderen Teams zu vergleichen. Beide Mannschaften sind hier, um Geschichte zu schreiben. Beide haben über die gesamte Saison gesehen einen fantastischen Job verrichtet. Man kann bei beiden Mannschaften verschiedene Spielanlagen und -ausrichtungen beobachten und beide besitzen auf der einen Seite Vor-, auf der anderen Seite wiederum Nachteile. Es wird das Duell zwischen dem italienischen Meister gegen den spanischen Meister sein und ich glaube, dass das für jeden Fan ein hochattraktives Spiel sein wird.

Auch Lionel Messi, der sich zuletzt in einer außergewöhnlichen Form befand, war Thema der Fragerunde: „Ich erwarte nichts Außergewöhnliches von Messi, der ohnehin schon der Beste auf diesem Planeten ist; das wäre ihm gegenüber auch nicht fair. Ich schaue darauf, dass das Team gut auftritt und auch als Einheit agiert. Ich will das Bestmögliche aus meinem Team herausholen. Wir gehen an dieses Spiel als eine Mannschaft heran und wollen die Schwierigkeiten, die uns im Spiel erwarten werden, lösen. Ich erwarte alle Spieler in ihrer bestmöglichen Verfassung.

Zum Schluss der Pressekonferenz stand noch die Frage im Raum, ob dies die größte Herausforderung in Enriques Leben sei: „Nein, ganz und gar nicht. Ich hoffe, dass die größte Herausforderung in meinem Leben noch auf mich wartet.“

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