Messi-Show und Coutinho-Traumtor: Barça macht Halbfinale klar

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Endlich wieder Halbfinale. Der FC Barcelona zieht erstmals seit vier Jahren wieder in die Runde der letzten Vier in der Champions League ein. Gegen Manchester United war besonders Lionel Messi unaufhaltsam, auch Coutinho steuerte beim komfortablen 3:0 ein Traumtor bei. 

Der FC Barcelona ging das Champions-League-Rückspiel gegen Manchester United mit folgender Aufstellung an:

Ter Stegen – S. Roberto, Piqué, Lenglet, Alba – Busquets, Rakitić, Arthur – Messi, Suárez, Coutinho.

Doch es war Manchester United, die direkt mutig loslegten, kaum war der Anpfiff ertönt, da hatten die Engländer auch schon die erste richtig große Chance: Rashford wurde steil geschickt, traf aus halblinker Position im Strafraum per Pike aber nur die Oberkante der Latte (1.). Glück für Barça, das schläfrig begann. Entsprechend mürrisch blickte auch Trainer Ernesto Valverde drein. So gehörten die Anfangsminuten klar den Gästen, es dauerte einige Minuten, ehe Barcelona etwas Kontrolle erlangen konnte. 

Brych pfeift Elfmeter, nimmt ihn dann aber zurück

Nach 10 Minuten deutete der deutsche Schiedsrichter Felix Brych plötzlich auf den Punkt. Rakitić war gegen Fred zu Boden gegangen, Brych pfiff Elfmeter. Doch der VAR intervenierte, Brych ging an die Seitenline, sah sich die Szene nochmal in Ruhe in Zeitlupe an und änderte dann seine Entscheidung: Doch kein Elfmeter!

Doch Barça ließ sich davon nicht beirren und erzielte Minuten später das 1:0 dann eben ohne Zutun des Schiedsrichters: Rakitić presste ManUtd am gegnerischen Strafraum, Messi eroberte die Kugel, lief parallel zum Sechzehnmeterraum und schlenzte den Ball dann in der ihm eigenen Manier flach links unten neben den Pfosten – 1:0 (15.). De Gea streckte sich vergeblich, war kurz darauf aber doppelt bedröppelt: Diesmal schoss Messi flach mit rechts aus 18 Metern, eigentlich ein harmloser Schuss, doch de Gea ließ den Ball unter seinem Körper durchrutschen – ein fürchterlicher Patzer, der das 2:0 für Barça bedeutete (20.).

So gut ManUnited begonnen hatte, von diesem Doppelschlag erholte sich der englische Rekordmeister nicht mehr. Barcelona übernahm nun vollständig die Kontrolle über Ball, Spiel und Tempo, während United sichtlich in den Seilen lag und nichts mehr entgegezusetzen hatte – und um ein Haar kurz vor der Pause sogar das dritte Tor geschluckt hätte. Messi machte eine Pirouette nahe der Mittellinie, ließ Jones und Brych(!) stehen, ging mit Tempo auf die Abwehr zu und passte dann links raus zu Jordi Alba, der die Kugel scharf in den Fünfer brachte. Sergi Roberto rutschte heran – die Fans hatten den Torschrei bereits auf den Lippen – doch der Rechtsverteidiger schoss De Gea aus kurzer Distanz ins Gesicht. 

FC Barcelona Lionel Messi David De Gea Manchester United Champions League Halbfinale

De Gea geschlagen, Messi jubelt: Ein Sinnbild für Barcelonas Tor zum 2:0. Photo by Michael Regan/Getty Images

Coutinho unnachahmlich zum 3:0

So ging es nur mit 2:0 in die Pause. Zum Weiterkommen benötigten die Engländer jetzt drei Treffer, das Geschehen diktierten aber weiterhin die Katalanen. Besonders Messi war nun in Spiellaune, er dribbelte durch die gegnerischen Abwehrreihen nach Belieben und spielte teilweise Katz und Maus mit Uniteds Defensive. Beinahe hätte La Pulga gar einen Fallrückzieher versenkt, doch sein spektakulärer Versuch segelte knapp neben das Gehäuse (64.). Apropos spektakulär: Drei Minuten zuvor hatte Coutinho das Spiel durch ein Traumtor endgültig entschieden, in unnachahmlicher Coutinho-Art donnerte er einen Weitschuss aus gut 25 Metern unhaltbar in den rechten Winkel (61.).

Manchester war endgültig geschlagen, die restliche halbe Stunde geriet zum Schaulaufen. Außer einem Lingard-Distanzschuss (79.) und einem Kopfball des eingewechselten Alexis Sánchez, den ter Stegen in sensationeller Manier parierte (90.), hatte die Mannschaft von Ole Gunnar Solskjaer nichts mehr anzubieten. So gewann Barcelona eine unterhaltsame Partie verdient mit 3:0 und zog damit erstmals seit vier Jahren wieder in das Halbfinale der Königsklasse ein. 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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