Neuauflage eines historischen Spiels: PSG zu Gast in Barcelona

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Vor dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain werden beim FC Barcelona Erinnerungen an die triumphale ‚Remontada‘ wach – allerdings fehlen just die beiden Schlüsselspieler dieser glorreichen Partie, die PSG nun endlich vergessen machen möchte. Die Vorschau zu Barcelona gegen Paris.

Es war die fünfte Minute der Nachspielzeit, der FC Barcelona stand kurz vor dem Aus in der Königsklasse. Neymar hob den Ball noch einmal in den Strafraum, dort tauchte Sergi Roberto freistehend vor dem Tor auf, schoss im Fallen und plötzlich zappelte der Ball im Netz – „La Remontada“ war perfekt.

Es herrschte Ekstase im Camp Nou, denn es war das entscheidende 6:1 für den FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain und bereitete den Katalanen in letzter Sekunde den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale der Saison 2016/17. Nach Abpfiff jubelten die Fans auf den Rängen, die Spieler und das Trainerteam des FC Barcelona umarmten sich vor Freude auf dem Rasen. Die Bilder von Lionel Messi, stehend auf der Werbebande und feiernd mit den Fans, die ihn an sich rissen, gingen danach um die ganze Welt. Es war ein historischer Moment, denn eines war danach klar: Dieser Abend und dieses Fußballspiel werden für immer in Erinnerung bleiben und in die Geschichtsbücher des Fußballs eingehen.

Das war die vorerst letzte Begegnung der beiden Top-Teams aus Europa. Knapp vier Jahre später treffen der FC Barcelona und PSG, der Champions-League-Finalist der letzten Saison, im Camp Nou im Achtelfinal-Hinspiel erneut aufeinander (Dienstag, 21 Uhr, live auf Sky und im Barçawelt-Liveticker). Es ist ein Wiedersehen, das alte Erinnerungen wachwerden lässt.

Neymar verpasst Wiedersehen mit Barça

Die beiden großen Protagonisten von 2017, Neymar und Sergi Roberto, spielen längst nicht mehr in einem Team, das erste Treffen mit seinen alten Mannschaftskameraden nach seiner ereignisreichen Zeit in Barcelona fällt für Neymar jedoch ins Wasser – ihn plagen Adduktorenprobleme.

Auch Sergi Roberto kann am Spitzenspiel nicht teilnehmen, er laboriert an einer erneuten Oberschenkelverletzung. Wer aber an die alte Wirkungsstätte zurückkehren wird, ist Rafinha. Der Brasilianer wechselte nach insgesamt 13 Jahren beim FC Barcelona – mit einigen Unterbrechungen durch Ausleihen – im Oktober vergangenen Jahres in die Hauptstadt Frankreichs. Bisher verlief die Saison etwas stockend für ihn, zuletzt wurde er wenig eingesetzt und stand meist nicht mal im Kader des französischen Meisters.

Beim historischen Spiel 2017 stand Rafinha noch in der Startelf des FC Barcelona. Jetzt spielt er auf der anderen Seite und machte im Vorfeld der Partie gegenüber Le Parisien eine Kampfansage: „Wir haben am Dienstag die Möglichkeit zu antworten und ein tolles Spiel zu machen. Wir wollen alle auf dieses Feld gehen und gewinnen.“

In der Offensive der Pariser fällt neben Neymar auch Ángel Di Maria mit Oberschenkelproblemen aus. Jordi Alba scheint es nicht zu ärgern, dass die beiden Top-Spieler nicht einsatzfähig sind: „Ich persönlich finde es besser, dass Spieler wie Neymar nicht für die gegnerische Mannschaft spielen, er ist ein großer Verlust für sie, genau wie Di Maria, der defensiv und offensiv sehr viel einbringt.“

Beim FC Barcelona entspannt sich die Personalsituation hingegen wieder ein wenig, Gerard Piqué kehrte wie Martin Braithwaite einen Tag vor dem Spiel ins Mannschaftstraining zurück. Ob Piqué wieder sofort einsatzbereit ist, bleibt allerdings abzuwarten. „Wir haben noch einen Tag Zeit, um zu entscheiden, ob er im Kader stehen wird. Wir werden das morgen entscheiden. Wenn ein Spieler im Spieltags-Kader steht, könnte er auch zum Einsatz kommen“, sagte Ronald Koeman am Montagnachmittag noch – am Dienstag nominierte er Piqué dann erstmals nach monatelanger Verletzungspause wieder fürs Aufgebot.

Paris reist mit Selbstvertrauen an

Seit seinem Amtsantritt einen Tag nach Neujahr verlor Mauricio Pochettino, der in seiner Spielerkarriere viele Jahre für den Stadtrivalen Espanyol Barcelona spielte, mit seiner Mannschaft nur ein Spiel, einzig gegen Lorient unterlagen die Franzosen mit 2:3. PSG reist also mit reichlich Selbstvertrauen nach Barcelona. Erwähnenswert: In den zehn Spielen unter dem neuen Trainer – der zwischenzeitlich wegen einer positiven Corona-Infektion in Quarantäne musste – stand für Paris Saint-Germain satte sechs Mal hinten die Null. 

Wie Paris auflaufen wird, ist noch nicht vollends abzusehen, denn auch sie mussten zuletzt viel rotieren und wechseln. Marco Verratti (erlitt eine Hüftprellung gegen Olympique Marseille) hat wieder voll mit der Mannschaft trainiert und dürfte ins zentrale Mittelfeld zurückkehren, wo ansonsten Ander Herrera, Danilo Pereira, Leandro Paredes und Idrissa Gueye um die Plätze streiten. Hier hat Mauricio Pochettino also die Qual der Wahl, anders als im Angriff.

Gesetzt sollten zumindest Moise Kean und Kylian Mbappé sein, die für die wacklige Abwehr des FC Barcelona eine große Gefahr darstellen dürften. Die beiden sind mit 13 und 18 Toren die Top-Torjäger ihrer Mannschaft, gerade die Schnelligkeit der beiden jungen Angreifer könnte Barças Hintermannschaft zu schaffen machen. „Mbappés Schnelligkeit musst du kontrollieren. Er ist enorm schnell, kann uns das Leben in der Abwehr schwer machen“, bekannte auch Ronald Koeman auf der Pressekonferenz.

 

Pochettino lobt Barcelonas Mentalität

Derweil weiß auch Pochettino um die Stärken der Gastgeber und zollt diesen Respekt. „Ich sehe ein solides Team mit klaren Ideen und fantastischen Fußballern. Sie sind eine Mannschaft, die sich zu wehren weiß und die geschaffen wurde, um zu gewinnen. Sie haben die Mentalität, große Vereine wie PSG zu schlagen“, so der 48-jährige Argentinier, der auf Thomas Tuchel folgte und PSG erneut mindestens ins Finale führen soll.

Ein Spiel, das die Pariser sicherlich genauer unter die Lupe genommen haben werden, ist das 0:2 des FC Barcelona gegen den FC Sevilla im Copa-Halbfinale. Hierbei dürften sie erkannt haben, wie anfällig die katalanische Abwehr für Konter ist. Das Verteidigungsverhalten wird zum wichtigsten Faktor auf beiden Seiten. Auch Ronald Koeman ist sich dessen im Vorfeld bewusst: „Wir müssen gut verteidigen, wenn wir den Ball verlieren. Eine weiße Weste ist sehr wichtig.“

Egal, wie das morgige Hinspiel im Camp Nou endet, das muss noch lange nichts bedeuten. Auf beide Teams wartet noch ein Rückspiel – und wie wir alle wissen, hatte es das Rückspiel beim letzten Aufeinandertreffen zwischen Barcelona und PSG ordentlich in sich.


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Luis Manzi
Freier Sportjournalist
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