Olympique Lyon – FC Barcelona: 3 Brennpunkte zum Spiel

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Mit einem Unentschieden musste sich der FC Barcelona im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales gegen die Mannschaft von Olympique Lyon begnügen. Die Katalanen erzielten somit ein Ergebnis, mit dem im Rückspiel so gut wie alles möglich ist, was für die favorisierte Mannschaft nur recht selten eine gute Nachricht ist. Die wichtigsten Aspekte des Spiels wollen wir euch wie immer im Rahmen unserer drei Brennpunkte darlegen.

Sergi Roberto im Mittelfeld

Für viele überraschend bot Ernesto Valverde Sergi Roberto an der Seite von Ivan Rakitić und Sergio Busquets im Mittelfeld auf. Dies ist wohl als Versuch zu interpretieren gewesen, für eine möglichst große Sicherheit im Passspiel zu sorgen, da Arturo Vidal hinsichtlich dessen in den letzten Wochen nicht die allerbeste Figur abgegeben hatte. Somit war es an Roberto, den verletzten Arthur dahingehend zu ersetzen. Dieser machte seine Sache mehr als ordentlich. Er verzichtete darauf, den Ball überhastet an die vorderste Front tragen zu wollen und konzentrierte sich auf seine Aufgabe als sichere Anspielstation für seine Mitspieler. Auch vermied er es, sich in das Angriffsspiel des FC Barcelona über die Außen einzuschalten und so zum Beispiel für gefährliche Situationen im Zusammenspiel mit Semedo zu sorgen. Gerade hier hätte sicherlich mehr Potential bestanden, um den ein oder anderen Angriff über die ansonsten fast verwahrloste rechte Seite der Katalanen zu fahren. Offensichtlich wollte Valverde hier eher auf Nummer sicher gehen und Roberto konstant in der Mitte halten. Obwohl man dies durchaus kritisieren kann, kann man auch Robertos wichtige Rolle hervorheben, wenn es um das Unterbinden der gegnerischen Konter durch die Mitte geht. Hier war Roberto ein absoluter Aktivposten, sodass Barça oft schon früh nach Ballverlusten wieder in den Besitz des Spielgerätes kam.

Dembélé wieder von Beginn an

Nach seinem Startelfcomeback in der Liga am Wochenende durfte Ousmane Dembélé auch gegen Olympique Lyon vom Start weg spielen. Er machte seine Sache, besonders in der Anfangsphase, sehr ordentlich. Wie für gewöhnlich platzierte sich der Franzose über den Großteil des Spiels im halbrechten Raum, sodass er zum einen von Jordi Alba hinterlaufen werden konnte und sich zum anderen am Kombinationsspiel im Mittelfeld beteiligte. Besonders durch die Mitte sorgte der Weltmeister immer wieder durch schnelle Dribblings und seine berühmten Haken für Gefahr. Nur die Entscheidungsfindung war im Großen und Ganzen sehr ausbaufähig, wobei diese noch nie zu den größten Stärken des Franzosen zählte. Mit zunehmender Spielzeit kann man aber davon ausgehen, dass auch dieser Aspekt seines Spiels wieder besser wird und Barça rechtzeitig für die entscheidende Saisonphase einen fitten Dembélé als Alternative für die Offensive bekommt.

Individuelle Fehler in der Offensive

Und den wird es auch brauchen! Vor allem einen Dembélé, welcher Dank seiner herausragenden technischen Klasse in der Lage ist, die auf ihn gespielten Bälle entsprechend zu verarbeiten und die jeweils nächste Aktion fehlerfrei auszuführen. Dies war ein Mangel, welcher sich über das ganze Spiel, nicht nur beim Franzosen, sondern bei so gut wie allen am Offensivspiel beteiligten Personen im letzten Drittel zeigte. Egal ob Messi, Suárez, Dembélé oder Alba – alle Genannten zeigten ungewohnte Schwächen in der Ballan- und Mitnahme, Entscheidungsfindung oder generell im Passspiel. Gerade wenn es um das Spielen des oftmals letzten Passes ging, waren die Beteiligten sehr unsicher und verbauten sich so die eine oder andere Chance auf ein Tor. Dies ist besonders unter dem Gesichtspunkt schade, da der FC Barcelona mit ein bisschen mehr Präzision im letzten Drittel ein weitaus besseres Ergebnis hätte erzielen können, da Lyon es dem amtierenden spanischen Doublesieger extrem leicht machte, bis kurz vor den Strafraum zu kommen. Den Franzosen fehlte in diesen Situationen oft die nötige Aggressivität. Die generelle Spielanlage Barças macht in jedem Fall Mut für das Rückspiel – die Chancenverwertung und die vielen Ungenauigkeiten an vorderster Front eher weniger.

 

 

 

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