Spielbericht | Barça dank des 4:1-Sieges mit einem Bein im Halbfinale

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Der FC Barcelona traf am gestrigen Abend in der Hinspiel-Begegnung im Champions-League-Viertelfinale auf die AS Roma. Die Italiener versteckten sich nicht und versuchten insbesondere in der ersten Halbzeit spielerisch mit den Katalanen mitzuhalten. Ein Eigentor durch De Rossi machte der Roma allerdings einen Strich durch die Rechnung, sodass die Blaugranas mit einer 1:0-Führung in die Pause gingen. Nach Wiederanpfiff fiel nochmal ein Eigentor durch Manolas, was die 2:0-Führung bedeutet hat. In der Folge erzielte Gerard Piqué das 3:0, eher Edin Dzeko den 3:1-Anschlusstreffer geschossen hat. Luis Suárez entschied das Spiel durch sein Tor zum 4:1.

Sergi Roberto im Mittelfeld

Die Blaugranas agierten von Beginn an im 4-4-2-System. Marc-André ter Stegen hütete das Tor, während die Verteidigungslinie aus Nélson Semedo, Gerard Piqué, Samuel Umtiti und Jordi Alba bestand. Im Mittelfeld agierten auf den Außenbahnen Sergi Roberto und Andrés Iniesta, im Zentrum Ivan Rakitic und der wiedergenesene Sergio Busquets. Das Sturmduo wurde von Lionel Messi und Luis Suárez gebildet.

Chancenplus beim FC Barcelona: De Rossi sorgt für das einzige Tor in der ersten Halbzeit

Der FC Barcelona tat sich insbesondere in der Anfangsphase des Spiels schwer, das Spiel aufzubauen. Die AS Roma versuchte zunächst das Aufbauspiel der Katalanen in der gegnerischen Hälfte zu behindern. Hierbei war es nicht unüblich, dass man im letzten Drittel die gesamte Spielfeldbreite abgedeckt hat, um weite Bälle zu provozieren, sodass man die physische Stärke hätte ausspielen können, was allerdings selten der Fall gewesen ist, denn konnte sich Barça des Öfteren spielerisch aus jenen Drucksituationen lösen. Hiernach rückte Rom im 4-1-4-1-System zurück und verdichtete durchaus erfolgreich das Mittelfeld. Insbesondere im letzten Spielfelddrittel tat sich der FC Barcelona schwer, die Lücke zu finden. In der Regel war es ein Fuß oder mehrere Füße, die das Eindringen in den Strafraum verhindert haben. Dennoch waren die Katalanen diejenigen, die das Spiel unter Kontrolle hatten und zu mehr Torchancen kamen. Lionel Messi versuchte es hie und da mal gemeinsam mit Iniesta aus der Distanz, Ivan Rakitic setzte den Ball aus einer für einen Torschuss ungewöhnlichen Position an den Pfosten und zum Schluss war es De Rossi, der eine schöne Kombination der Blaugranas mit einem platzierten Schuss vollenden konnte. Der Torhüter war machtlos, De Rossi konnte sich allerdings nicht freuen, denn er traf ins eigene Tor – 1:0 in der 38. Spielminute.

Dem Halbfinal-Einzug einen großen Schritt näher gekommen

In der zweiten Halbzeit zeigte sich weiterhin dasselbe Bild: Bemühte Römer, abgebrühte Katalanen, die aber nicht glänzten. Zunächst wäre beinahe der Ausgleich zustandegekommen, wenn Diego Perotti seinen Kopfball nach einer starken Flanke von Florenzi freistehend nicht neben das Tor gesetzt hätte. Es war eine hunderprozentige Möglichkeit, die nicht genutzt wurde und das sollte sich rächen: In der 55. Spielminute kombinieren sich Ivan Rakitic und Lionel Messi über die Außenbahn per Doppelpass in den gegnerischen Strafraum. Dort spielt der Kroate eine scharfe Hereingabe zu Umtiti, der erste Kontakt prallt noch gegen den Pfosten, von dort aus trifft der Ball den grätschenden Manolas und die Murmel rollt gnadenlos ins Tor – 2:0. Der Widerstand der AS Roma schien seit dem Tor gebrochen, vor allem deswegen, weil Gerard Piqué nach einem starken Konter über Lionel Messi und Luis Suárez am Ende diejenige Person ist, der locker flockig zum 3:0 einnetzt und das Spiel entscheidet. Danach war die eine Mannschaft darauf aus, das Spiel zu verwalten und die Spieler zu schonen, wohingegen die andere Mannschaft sich vermehrt darauf fokussiert hat, das Auswärtstor zu erzielen. Der FC Barcelona ließ die Gäste kommen und verursachte den einen oder anderen schlampigen Fehler, was die Roma zunächst nicht ausgenutzt hatte. In der 80. Spielminute war es dann der Bosnier Edin Dzeko, der seine physische Stärke gekonnt ausnutzt und zum Abschluss kommt, indem er seinen direkten Gegenspieler vom Ball abdrängt. Marc-André ter Stegen konnte nichts machen, 3:1 und das Spiel wurde wieder etwas spannender, denn es waren immer noch zehn Minuten zu spielen und die Roma drängte durchaus auf den zweiten Treffer, um für das Rückspiel eine wesentlich bessere Ausgangslage zu haben. Diesen Plänen wurde allerdings ein Strich durch die Rechnung gemacht, nachdem Luis Suárez nach Umwegen an den Ball kommt und platziert das 4:1 in der 87. Minute erzielt, was gleichzeitig auch der Endstand gewesen ist.

Fazit

Die Katalanen bekleckerten sich gegen die AS Roma definitiv nicht mit Ruhm. Der FC Barcelona spielte ergebnisorientiert, ohne ein Spektakel liefern zu wollen und trotzdem schaffte man es, mit 4:1 das Spiel für sich zu entscheiden – auch wenn zwei Eigentore dieses Ergebnis begünstigten. Dennoch muss man den Blaugranas zugutehalten, dass sie das Spiel über die längste Distanz kontrollierten und der Gegner zu kaum brauchbaren Torchancen gekommen ist. Hierbei schaffte es Barça vor allem die Außenpositionen gut abzudecken. Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Sergi Roberto und Nélson Semedo bereitete den Gästen Probleme – in defensiver als auch in offensiver Hinsicht. Lionel Messi und Co. waren beweglicher und abgeklärter, was aufgrund des Spielermaterials aber nicht verwunderlich sein sollte. Insgesamt ist deshalb schon von einem verdienten Sieg die Rede.

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