VAR-Aufregung und Messi-Wuseltor: Barça bucht Ticket für Lissabon

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Viel Aufregung in Durchgang eins, Langeweile in Hälfte zwei: Nach einem letztlich ungefährdeten 3:1-Heimerfolg gegen den SSC Neapel samt Traumtor von Lionel Messi zieht der FC Barcelona ins Viertelfinale der Champions League ein und bucht das Ticket für das Finalturnier in Lissabon.

166 Tage ist es her, dass der FC Barcelona und der SSC Neapel sich im Achtelfinalhinspiel der Champions League gegenüberstanden. Nun, fünfeinhalb Monate später, empfing Barça die Süditaliener zum Rückspiel. Dabei ließ Quique Setién seine Mannschaft in einer Mischung aus 4-4-2 mit Mittelfeldraute und klassischem 4-3-3 auflaufen.

Zusammen mit Luis Suárez stürmte der wiedergenesene Antoine Griezmann, das Mittelfeldzentrum setzte sich aus Ivan Rakitic, Frenkie de Jong und Sergi Roberto zusammen. Für den FC Barcelona ging es an diesem Abend jedoch nicht nur darum, das Viertelfinale der Königsklasse zu erreichen, sondern auch darum, seine Erfolgsserie im Camp Nou auszubauen. Im heimischen Stadion haben die Katalanen nämlich keine ihrer vergangenen 35 Champions-League-Partien verloren (31 Siege, 4 Unentschieden).

Lenglet köpft, Messi zaubert

Das Spiel ging dann auch gleich rasant los, wobei der Druck anfangs noch von den Gästen ausging. Bereits nach zwei Minuten tauchte Dries Mertens nach einem abgefälschten Pass frei in halblinker Position vor Marc-André ter Stegen auf. Der Rekordtorschütze der Azzurri traf den Ball beim Abschluss jedoch nicht richtig, sodass sein Schuss am Außenpfosten landete.

Die Gastgeber zogen sich zu Beginn noch in die eigene Hälfte zurück und ließen Napoli kommen. Den ersten Annäherungsversuch in Richtung des gegnerischen Tores stellte eine Direktabnahme Lionel Messis in der 9. Minute dar, die jedoch zur Ecke abgefälscht wurde. Bei dieser fand Ivan Rakitic mit seiner Flanke dann den Kopf von Clément Lenglet, der den Ball zur 1:0-Führung einköpfte (10.). Lenglet hatte sich zuvor resolut im Zweikampf den Gegner vom Leib gehalten, der VAR hatte jedoch keine Einwände.

In den darauffolgenden Minuten neutralisierten sich beide Seiten weitgehend, bis Messi in der 23. Minute den Ball auf halbrechts aufnahm, an drei Gegnern vorbeidribbelte, im Strafraum stolperte, sich die Kugel krabbelnd zurückholte und diese letztlich im Fallen links unten versenkte – ein unglaubliches Zaubertor Marke Messi – 2:0.

Ein Handspiel und zwei Elfer

Danach versuchte Neapel weiter, das Spiel zu machen, doch es war wieder der FC Barcelona, der das Tor erzielte – zumindest vorerst. Nach einer halben Stunde war es wieder Messi, der den Ball nach einer Flanke am langen Pfosten mit der Brust annahm und über David Ospina hinweg in die Maschen schoss. Bei der Ballannahme tuschierte das Spielgerät jedoch vermeintlich den Arm La Pulgas, weswegen der Treffer durch den Videoschiedsrichter zurückgenommen wurde.

Einen Schreckmoment für alle Anhänger des FC Barcelona gab es kurz vor der Pause, als Kalidou Koulibaly denn Ball im eigenen Strafraum klären wollte, dabei jedoch mit voller Wucht den Knöchel von Messi traf. Der Argentinier musste daraufhin behandelt werden, konnte aber weitermachen. Nachdem sich der Videoschiedsrichter die Szene noch einmal angesehen hatte, gab es Elfmeter für die Blaugrana, den Suárez in der ersten Minute der Nachspielzeit sicher zum 3:0 verwandelte.

Zwei Minuten später gab es dann wieder einen Strafstoß, dieses Mal allerdings auf der anderen Seite, nachdem Rakitic Mertens im Strafraum zu Fall gebracht haben soll. Kapitän Lorenzo Insigne ließ sich diese Chance nicht nehmen und verkürzte zum 3:1, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand war.

Ein Abseitstor als Highlight

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren es wieder die Italiener, die mit mehr Tatendrang aus der Kabine kamen, allerdings ohne dass etwas Zählbares dabei heraussprang. Der FC Barcelona war seinerseits nun darauf bedacht, keinerlei Risiken einzugehen und das Ergebnis zu verwalten. Somit dümpelte die Partie vor sich hin, ohne dass eine der beiden Mannschaften sich eine gute Torgelegenheit herausspielen konnte.

Die erste nennenswerte Aktion im zweiten Spielabschnitt ereignete sich in der 81. Minute, als der gerade eingewechselte Arkadiusz Milik per Kopf traf. Da sich der Pole jedoch zuvor in einer Abseitsposition befand, wurde der Treffer zurecht zurückgenommen.

Monchu feiert Debüt

In der 84. Minute durfte dann noch Monchu sein Profidebüt für die Blaugrana feiern, der 20-Jährige kam für Griezmann in die Partie. Viel mehr passierte dann aber nicht mehr, sodass der FC Barcelona das 3:1 über die Zeit brachte.

Die Blaugrana zieht somit ins Viertelfinale der Champions League ein. In Lissabon wartet dann der FC Bayern München, der seine beiden Partien gegen den FC Chelsea souverän mit 3:0 und 4:1 für sich entscheiden konnte, auf die Mannen von Quique Setién (Freitag, 14. August, 21 Uhr).

 

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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