Vorschau | Champions League: Barça empfängt Liverpool zum Showdown

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Das erste Puzzlestück vom Triple ist eingefügt worden, nun soll das zweite in Angriff genommen werden. Nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft hat der FC Barcelona das Spiel der Spiele vor der Brust. Im Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse kommt der FC Liverpool ins Camp Nou, dem Stadion, in dem die Engländer bisher gerne gespielt haben. Die wichtigsten Fakten zur Partie gibt es bei uns.

Stärkste Formation erwartet

Ernesto Valverde kann sich bis auf den Langzeitverletzten Rafinha über keine Personalprobleme beklagen, so dass seine beste Mannschaft in den Kampf um das Finale der Champions League auf den Platz geschickt werden kann. Der Kader für das Topduell mit den Nordengländern sieht wie folgt aus: Ter Stegen, Semedo, Piqué, Rakitić, Busquets, Coutinho, Arthur, Suárez, Messi, Dembélé, Cillessen, Malcom, Lenglet, Jordi Alba, Sergi Roberto, Vidal, Umtiti, Aleñá.

Nicht nominiert wurden Todibo, Murillo, Boateng und der frisch genesene Vermaelen.

Über die Aufstellung dürfte es nicht viele Worte geben. Nach einigen Rotationen und Pausen dürfen sich die Fans im Camp Nou wieder auf die volle Kapelle freuen, die folgendermaßen aussehen dürfte: die ‘Kathedrale’ Ter Stegen ist im Tor natürlich gesetzt, die Innenverteidigung wird von Abwehrchef Piqué angeführt. Ihm zur Seite gestellt wird wieder Lenglet, während an den Seiten Sergi Roberto und Jordi Alba auflaufen dürften – es sei denn, Valverde bevorzugt Semedos Schnelligkeit gegen Sadio Mané.

Neben Busquets und Rakitić bleibt noch eine Position offen, die wohl Arthur besetzen wird, obwohl Vidal zuletzt gegen Levante mit viel Einsatz spielte und das Siegestor durch Messi sehenswert auflegte. Gegen Liverpool wird es allerdings darauf ankommen, das spielerische Element in den Vordergrund zu stellen, was Arthur mit seiner Ballbehandlung und Übersicht mehr als erfüllen kann. Es ist ihm zwar noch anzumerken, dass er seine Form aus dem Saisonstart noch etwas sucht, aber in so einem Spiel ist Barça mit ihm von Beginn an gut aufgehoben.

 

Coutinho oder Dembélé?

Wird Valverde im Angriff wieder auf Coutinho setzen? Wahrscheinlich. Der Brasilianer hat am Wochenende eine mehr als ordentliche erste Halbzeit gespielt, seine Dribblings und Einzelaktionen verstolperte er diesmal nicht und hatte bei einem Freistoß Pech, als die Kugel an die Latte prallte. Zudem wird es beim 26-Jährigen an Motivation gegen seinen ehemaligen Verein ganz und gar nicht mangeln, rechtzeitig zum großen Saisonfinale könnte es den wahren Philippe Coutinho auf dem Rasen zu sehen geben. An seiner Seite sind die zwei Bosse in der Offensive Messi und Suárez eine Selbstverständlichkeit.

Rakitić und Valverde in der Pressekonferenz

Neben Coach Ernesto Valverde hatte Ivan Rakitić im Presseraum Platz genommen und sich den Fragen der Medienvertreter gestellt. In der PK wurde aber nicht nur das Duell mit dem FC Liverpool behandelt. Rakitic sprach unter anderem über seinen Wunsch, beim FC Barcelona zu bleiben. Die wichtigsten Aussagen der beiden findet ihr hier

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Liverpool fühlt sich wohl im Camp Nou

Der FC Barcelona ist in La Liga seit 23 Partien ungeschlagen und hat sich bei drei ausständigen Spielen souverän den Titel gesichert, es war der achte in den letzten elf Jahren, eine beachtliche Ausbeute. Die Generalprobe für das CL-Halbfinale gegen den FC Liverpool ist mit dem 1:0 gegen UD Levante ebenfalls geglückt und das Pokalfinale gegen Valencia steigt auch noch in gut drei Wochen. Eine Phase, wie es sie seit vier Jahren nicht mehr gegeben hat, als das letzte Triple gelang. Doch die Konstellation Camp Nou-Liverpool ist alles andere als ein gutes Omen für die Katalanen. In vier Versuchen konnte die Blaugrana nämlich noch nie in der heimischen Festung gewinnen, im Halbfinale des UEFA-Cups 1976 gab es eine 0:1-Niederlage. Im Jahr 2001 traf man sich erneut in der Runde der letzten Vier, diesmal reichte es immerhin zu einem 0:0. Nur ein Jahr später konnten die beiden Schwergewichte des Fußballs in der Champions League die Kräfte messen, in Barcelona fiel das Resultat in der damaligen Zwischenrunde mit einem 0:0 wieder mager aus.

Das letzte Duell in einem Pflichtspiel datiert aus der Spielzeit 2006/2007, als der FC Barcelona als Titelverteidiger im Achtelfinale auf die Engländer traf. Trotz früher Führung durch Deco konnten die ‘Reds’ das Spiel drehen und mit einem 2:1-Sieg die katalanische Hauptstadt verlassen. Auswärts liest sich die Statistik aus der Sicht des FC Barcelona zwar erfreulicher, die Gesamtbilanz ist bei zwei Siegen in acht Spielen aber doch eine klar negative. Nun ist es an der Zeit, diese Statistik aufzupolieren, was angesichts der momentanen Form der Katalanen in den Bereich des Möglichen fällt. Der ehemalige englische Rekordmeister mag schöne Abende im Camp Nou erlebt haben, am Mittwoch soll aus Barças Sicht kein weiterer dazukommen.

LFC ist auswärts nicht immer überzeugend

Die ‘Reds’ aus Liverpool haben sich bereits am Freitag mit einem beachtlichen 5:0-Sieg in Anfield gegen Absteiger Huddersfield für das Duell in Barcelona warmgeschossen, heißt auch: die Engländer hatten einen Tag mehr Pause. In der Premier League liegt der Gewinn des Titels aber nicht mehr in eigener Hand, da Manchester City sein Nachholspiel bei Stadtrivale ManUnited gewonnen hat und nun Hoffen bei Jürgen Klopp und seinen Jungs angesagt ist. Aus den Pokalturnieren in England bereits ausgeschieden, soll eben der Henkelpott her, der zuletzt 2005 gewonnen wurde. Auswärts hat sich Liverpool in der laufenden CL-Saison zumindest in der Vorrunde eher schwach präsentiert, als es gegen PSG, Napoli und Roter Stern Belgrad drei Niederlagen setzte.

Mit den klaren Siegen in München und Porto folgten zwei starke Antworten auf die Auswärtsmisere, wobei vor allem der Auftritt in der Allianz Arena ein überzeugender war. Die bereits erwähnte ungeschlagene Serie im Camp Nou soll auch nach dem Hinspiel bestehen bleiben. Das Triple ist im Gegensatz zum Gegner aus Barcelona zwar nicht mehr möglich, das Double dafür sehr wohl. Zwei große Namen, die noch große Ziele in der zu Ende gehenden Saison haben und mit einem guten Hinspielergebnis diese Ziele wahren möchten.

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