Vorschau: Paris SG – FC Barcelona

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Am Dienstag (02.04.2013 – 20:45 Uhr) geht die Champions League Saison 2012/13 ins Viertelfinale. Der FC Barcelona trifft in dieser Runde auf Paris SG und muss zuerst auswärts im Parc des Princes antreten. Bei Barcelona sind bis auf Pedro – der sowohl verletzt, als auch gesperrt ist – und Adriano alle Spieler mit an Board. Bei Paris darf Zlatan Ibrahimovic mitwirken, da die UEFA seine Sperre um ein Spiel reduziert hat.

Daten zur aktuellen Begegnung

  • Anpfiff: 02.04.2013 – 20:45 Uhr
  • Schiedsrichter: Wolfgang Stark
  • Stadion: Parc des Princes

Gesamtbilanz gegen Paris SG

Insgesamt gab es zwischen den beiden Mannschaften bis dato drei Duelle in Pflichtspielen, und die Bilanz ist völlig ausgeglichen:

  • 3 Spiele
  • 1 Sieg
  • 1 Unentschieden
  • 1 Niederlage
  • Torverhältnis 3:3

Die Duelle

Zuletzt traf man sich 1996/97 im Finale des damaligen Europacups der Pokalsieger (heutige Europa League). Dieses gewann der FC Barcelona mit 1:0 durch ein Elfmetertor von Ronaldo in Minute 37. Die anderen zwei Duelle gab es – so wie die dienstägige Begegnung – ebenfalls im Champions League-Viertelfinale, allerdings ist das schon etwas länger her, um genau zu sein in der Saison 1994/95. Damals setzte sich Paris mit einem 2:1 Sieg daheim und einem 1:1 auswärts durch.

Das Freundschaftsspiel im Sommer 2012

Man traf sich allerdings noch ein weiters Mal. In der Vorbereitung der Saison 2012/13 lud sich der PSG den FC Barcelona zu einem Freundschaftsspiel ein. Wer dieses Spiel noch einmal Revue passieren lassen will, kann hier in der Spielanalyse schmökern: Klick!


Die Causa Ibrahimovic

(Kommentar von Raphael im Vorfeld der Begegnung in der Saisonvorbereitung)

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Die Meinungen über Ibrahomivic sind gespalten. Sie reichen vom egoistischen Selbstdarsteller bis zum Weltklasseakteur mit unglaublichen Attributen. Wenn man die Leistungen von Ibrahimovic ganz nüchtern betrachtet, wird man eher Letzteres annehmen müssen. Nur wenige Spieler auf der Welt sind technisch beschlagen wie der Wahlschwede und verfügen über eine Schusstechnik, die auch nur annähernd an jene herankommt, die dieser aus dem rechten Fuß schüttelt. Und trotzdem sah sich Guardiola veranlasst, Ibrahimovic an den AC Milan abzugeben. Man kann nur Mutmaßungen darüber anstellen, welche Motive sich hinter dieser Entscheidung verbargen. Am geläufigsten ist die These, dass Ibrahimovic nicht zur Spielphilosophie der Katalanen gepasst habe. Dem lässt aber entgegenhalten, dass Guardiola Ibrahimovic mit Bestimmtheit nicht in dem Bewusstsein verpflichtet hat, dieser werde die Spielweise adaptieren. Vielmehr ging es Guardiola gerade darum, der Mannschaft einen neuen Reiz, ihr einen Spieler zu geben, der mit relativ unkonventionellen Methoden den Erfolg auf dem Platz sucht. Damit sollte das Spiel des FC Barcelona unberechenbarer und durchschlagskräftiger werden. 

Die Weggabe von Ibrahimovic hatte also nicht unbedingt etwas mit dem fehlenden Verständnis für die Philosophie des Vereins zu tun. Es war demnach vielmehr so, dass gerade diese Gegensätze den Spieler und den Verein zusammengeführt haben. Das war das Kalkül von Guardiola. Analog hierzu wurden nach dem Ausscheiden des FC Barcelona aus dem letztjährigen Champions League-Wettbewerb die Rufe nach einem durchschlagskräftigeren Stürmer sehr laut und beinhalteten das gleiche Kalkül, das Guardiola zu diesem großen Transfer bewegt hat. Was also war die Ursache für den Weggang dieses Ausnahmestürmers? Zahlreiche Interviews mit Ibrahimovic nach dem Ausscheiden aus dem Verein legen den Schluss nahe, dass es zwischen dem Trainer und dem Spieler unüberbrückbare Differenzen gab, die sich nicht nur in unterschiedlichen Ansichten über die Trainingsmethoden und den Ton in der Kabine erschöpften. Die menschliche Kluft war zu gewaltig. Die daraus herrührenden Konflikte störten das harmonische Selbstbild des Vereins und waren für diesen daher nicht tragfähig. 

Neben Ibrahimovic werden auch Maxwell und Motta auf ehemalige Weggefährten treffen. Während die Zeit von Thiago Motta (Anm. aktuell allerdings verletzt) beim FC Barcelona (1999-2007) schon etwas weiter zurückliegt, wechselte Maxwell erst zur vergangenen Winterpause zu Paris St. Germain. Der Brasilianer, der über eine feine Technik verfügt, sah sich nach der Verpflichtung von Adriano zunehmender Konkurrenz ausgesetzt und kam über eine Reservistenrolle nicht mehr hinaus. Mangels Spielpraxis wechselte Maxwell schließlich den Verein und erhoffte sich durch diesen Schritt mehr Einsätze. Die Gründe für den Wechsel von Maxwell unterscheiden sich damit fundamental von jenen, die Ibrahimovic zu einem Wechsel verleiteten. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit dem Gesamtbild, das Maxwell als Person hinterlassen hat. Niemals hat er sich über zu wenige Einsätze beschwert und war stets respektvoll den Spielern und dem Trainer gegenüber. Mit seiner demütigen Art passte er sehr gut zur Blaugrana und fügte sich reibungslos in das familiäre Umfeld ein.

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Die Voraussetzungen lassen ein hitziges Spiel erwarten! Visca el Barca!

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