FC Barcelona – Elche CF: Barça und Enrique um Wiedergutmachung

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Nach der desaströsen Vorstellung in der Liga gegen Real Sociedad muss der FC Barcelona nun im Rahmen einer anderen Veranstaltung seine Ehre wiederherstellen. In der Copa del Rey treffen die Katalanen rund um den bereits heftig kritisierten Luis Enrique in der eigenen Heimstätte auf den kriselnden Elche CF. Für Messi und Co. geht es um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel, aber allen voran auch darum, die aufgebrachte Fanschar wieder etwas zu besänftigen.

Nichts anderes als ein überzeugender Sieg. So in etwa lautet die Marschrichtung von Luis Enrique und dem FC Barcelona bezüglich des Achtelfinalspieles in der Copa del Rey gegen Elche CF. Mit einer 0-1-Niederlage gegen den kriselnden Klub Real Sociedad hatte der katalanische Trainer einen grauenhaften Einstand in dieses neue Kalenderjahr geliefert. Neben der verpassten Gelegenheit, am Erzrivalen Real Madrid vorbeizuziehen, war besonders die Leistung der Blaugrana ein absoluter Tiefpunkt in der aktuellen Spielzeit.

Mit einer grundsätzlich von Lethargie geprägten Leistung konnten die Katalanen gegen die ohnehin schlecht aufspielenden Akteure aus Sociedad kaum einen Stich setzen und bekamen zu Recht eine Niederlage von David Moyes‘ Mannschaft serviert. Jetzt stellt sich die Frage: Hat Luis Enrique nach dieser Schmach vielleicht ein wenig dazugelernt? Schon in den letzten Tagen und Wochen kursieren in den katalanischen Medien Gerüchte bezüglich einer zu autoritären Verhaltensweise des Trainers im Umgang mit den Spielern sowie zweifelhaften Entscheidungen betreffend der Spiele sowie die Vorbereitung hierauf. Und auch die Verantwortlichen scheinen sich die aktuelle Situation nicht länger tatenlos ansehen zu wollen. Ein Ultimatum von zwei Spielen habe die ebenfalls kritisierte Klubführung rund um Josep Bartomeu den Trainer gestellt, um die Verhältnisse auf und neben dem Platz zu verändern. Es geht also besonders für den Trainer um weit mehr als nur ein gewöhnliches Copa-del-Rey-Spiel.

Elche mit Tor-Apathie und Krise

Schon in der letzten Spielzeit schafften die Gäste aus Elche in einem erbitterten Abstiegskampf nur mit Müh und Not den Klassenerhalt und durften somit eine weitere Saison in der Primera División verbleiben. In diesem Jahr allerdings scheint die Situation deutlich prekärer zu sein. Mit lediglich 11 Pünktchen rangieren die Grün-Weißen auf dem 20. Tabellenplatz und haben somit die Rote Laterne inne. Zwei erhebliche Schwachpunkte stechen in diesem Zusammenhang deutlich heraus.

Zum einen scheint es, dass die Herren aus Valencia eine gewisse Abneigung gegen das Toreschießen empfinden. In den bisherigen 19 Saisonspielen, inklusive der ersten Cup-Runde für Elche, kamen sage und schreibe ganze 17 Treffer zustande. Demgegenüber stehen 34 Gegentore. Zum anderen hadern die Akteure von Trainer José Sepulcre vor allem mit dem eigenen Selbstvertrauen. In 19 Spielen feierte man lediglich drei Siege und fünf Unentschieden. Und auch die letzten Spiele bestätigten diesen aktuellen Trend. Dem euphorisch gefeierten Aufstieg gegen Real Valladolid waren zuvor sieben sieglose Spiele vorausgegangen. Und auch danach konnte der Abstiegskandidat seine Euphorie nicht mit in die Liga nehmen. Es folgten eine Niederlage gegen Málaga sowie eine immerhin beachtliche Punkteteilung mit Villarreal.

Grün-Weiße Festwochen: Wird sie Enrique überstehen?

Man darf sich in den nächsten Wochen des Öfteren auf den Klub aus Valencia freuen. Neben dem Rückspiel im Estadio Martínez Valero kommt es auch in der Liga nur neun Tage später zum erneuten Aufeinandertreffen im gleichen Stadion. Die spannende Frage, die man sich in diesem Kontext nun stellt, ist, ob man Enrique auch noch in allen drei Spielen auf der Trainerbank sehen wird. Ohne überzeugende Vorstellungen gegen die nächsten Gegner wird die Rückendeckung vonseiten des katalanischen Vereins in der nächsten Zeit sicherlich nicht ansteigen.

Um diesem Fall vorzubeugen, gilt es schon gegen Elche eine dominante Vorstellung abzuliefern. Besonders die fehlenden Bewegungen und die mangelnde Flexibilität, wahrscheinlich die größten Mankos gegen Sociedad, müssen im Spiel der Katalanen zumindest in strukturierten Maßen vonstattengehen. Neben diversen taktischen Missständen sind auch einige Personalfragen Enriques zumindest anzuzweifeln. Die stetige Nicht-Einberufung von Marc Bartra und die steigende Präsenz eines Xavis mit bald 35 Jahren auf dem Platz lassen nicht wenige Culés komplett verzweifeln. Es gilt also auch für Enrique, ein glückliches Händchen für die richtigen Entscheidungen zu finden, denn in den nächsten Wochen kann es für ihn nur mehr lauten: “Do or die!“.

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