FC Barcelona gegen FC Elche: Spaziergang für Messi und Neymar gegen unterirdische Gegner

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Dass der FC Elche keine große Hürde darstellen wird, um in das Viertelfinale der Copa del Rey einzuziehen, war wohl allen klar. Dass der Tabellenletzte der Liga es seinem Gegner allerdings so leicht machen würde, kam doch ein wenig überraschend. Gegen eine Mannschaft, die keine offensiven Akzente hatte und defensiv viel zu passiv war, gelang dem FC Barcelona am Ende ein souveräner 5:0-Sieg.

Elche steht tief und schaut zu

Der FC Elche schien in dieser Begegnung nur auf eines aus zu sein – möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben, um sich eine Chance für das Rückspiel offenzuhalten. Mit einem 5-3-2-System verriegelten sich die Valencianer vor dem eigenen Tor und beteten zum lieben Gott, dass Barça keine kreativen Ideen bekommt. Auf die Katalanen wurde überhaupt kein Druck ausgeübt, der FC Elche machte ausschließlich die Räume zu und ließ die Blaugrana bis weit an den eigenen Strafraum herankommen. Der zentrumnahe Stürmer, also meist Luis Suárez, wurde von zwei Spielern gedeckt. Ebenfalls blockierten in der Regel zwei Spieler der Ilicitanos dem Ballführenden den Weg zum Tor, allerdings ohne aktiv auf einen Ballgewinn aus zu sein. Mit der Zeit und vor allem mit den Toren sank die Laufbereitschaft der Gäste allerdings ins Bodenlose, was zusammen mit der passiven Verteidigungshaltung eine tödliche Kombination ist. So standen immer wieder Spieler frei, die nicht hätten frei stehen dürfen. Auch im Zweikampf wirkte Elche in entscheidenden Momenten oft zu träge. Mit einer solchen Leistung gegen eine Topmannschaft ist man mit fünf Gegentreffern fast schon gut bedient.

Offensiv gelang Elche erst recht gar nichts. Den einzigen Schussversuch gab es nach einem langen Freistoß aus dem Mittelfeld, als Jonathas den Ball aus schlechter Position weit am Tor vorbeiköpfte. Im Aufbauspiel leisteten sich die Gäste viele unnötige Ballverluste und auch die Kontermöglichkeiten wurden kläglich vergeben. Spätestens bei Piqué und Bartra war Schluss mit lustig. Unterm Strich blieb Elche offensiv über 90 Minuten völlig harmlos.

Lionel Messi einziger kreativer Kopf

Wie schon erwähnt, geht das hohe Ergebnis schon zu großen Teilen auf die Kappe des Verlierers. Natürlich muss man anerkennen, wenn eine Mannschaft fünf Tore schießt, doch von einer überragenden Leistung des FC Barcelona kann man beim gestrigen Spiel nicht sprechen. Sicher und solide, aber nicht mehr. Die Jungs um den gestrigen Kapitän Lionel Messi mussten Wege suchen, um die acht Feldspieler bis zum gegnerischen Tor zu überwinden. Und in erster Linie war es der Argentinier, der die kreativen Ideen hatte. Mit Suárez im Sturmzentrum und Neymar auf der linken Seite verließ Messi wie gewohnt den rechten Flügel oft, um im Mittelfeld das Spiel zu leiten. Von den Mittelfeldspielern selbst kamen gestern nur sehr wenige gewinnbringende Aktionen nach vorn.

Wenn die Spieler von Elche einmal allesamt vor dem Tor geparkt hatten, hatte Barça doch noch teilweise Probleme, gefährlich zu werden. Oft orientierte sich Rakitić weit nach vorn in die Sturmreihe während der gut aufspielende Dani Alves nicht nur auf dem rechten Flügel verharrte, sondern sich immer wieder zentraler positionierte. Der brasilianische Außenverteidiger suchte gern die Nähe zu Lionel Messi und diente als effizienter Kombinationspartner. Teils schimmerte sogar der Geist des verstorbenen „Alvessi“ wieder auf. Eine Traumkombination der beiden ging wegen einer minimalen Abseitsstellung nicht ins Ergebnis mit ein. Bei fast allen Treffern war Messi der Ursprung der Entstehung. Beim ersten Tor wurde über Sergi Roberto und Suárez zu Neymar das erste Mal richtig schnell kombiniert, sodass Elche völlig überfordert war. Auch bei Jordi Albas Treffer sah der Argentinier die entscheidende Lücke und bei der Entstehung des Elfmeters spielte er Neymar fabelhaft frei. Ein Distanzschuss von Neymar und ein unnötiger Ballverlust, den Jordi Alba zum Gegenangriff nutzte, wobei er den Torschützen Suárez ohne Umweg anspielte, waren die weiteren Treffer.

Alles in allem war der FC Barcelona nie wirklich gefordert und tat seine Pflicht. Auch ohne an allen Ecken und Enden zu überzeugen, dominierte die Blaugrana deutlich und sorgte so schon frühzeitig für das Weiterkommen in der Copa. Auch wenn die Verhältnisse gestern so klar verteilt waren, muss eine Leistungssteigerung herbei, um auch Atlético Madrid besiegen zu können, welches in allen Bereichen deutlich stärker sein wird als der FC Elche.

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