Spieler des Spiels im Finale: Magischer Messi schießt Barça zum Double

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Messi, Messi, und noch einmal Messi. Was soll man zu diesem Teufelskerl noch sagen? Im Finale der Copa del Rey gegen Athletic Bilbao schoss der kleine Argentinier sein FC Barcelona zum verdienten Sieg. Dabei dürfte vor allem sein erstes Tor allen Beobachtern noch lange in Erinnerung bleiben und die Schöpfung neuer Superlativen heraufprovozieren. Doch nicht nur der kleine Argentinier spielte groß auf, auch die anderen Spieler lieferten ein hervorragendes Spiel ab.

Marc-André ter Stegen:

Bis auf einen kleinen Patzer in der ersten Hälfte sowie die heikle Schlussphase rund um das Gegentor, bei dem ter Stegen machtlos war, war es ein nahezu ereignisloses Spiel für den deutschen Torhüter. Beim Pressing des Gegners war der Deutsche aber immer ein Ruhepol für die Katalanen.

Jordi Alba (bis Minute 77): Wieder einmal marschierte der Spanier die Linie rauf und runter. Zudem zeigte Alba erneut seine unfassbaren Offensivqualitäten und war defensiv mehr als nur solide.

Javier Mascherano: Der Argentinier stach durch sein präzises Zweikampfverhalten heraus und stabilisierte die Defensive enorm. Des Weiteren blieb er beim starken Athletic-Pressing stets ruhig und konnte die Situation äußerst souverän lösen. In besonderer Weise muss man sein Aufbauspiel in der zweiten Halbzeit hervorheben, das an Präzision nicht zu übertreffen war.

Gerard Piqué: Der spanische Nationalspieler war ein Fels in der Brandung und konnte nahezu alle Kopfballduelle für sich entscheiden. Weitere herausragende Aspekte im Spiel Piqués waren sein Stellungsspiel sowie seine Spieleröffnung.

Dani Alves: Mit dem heutigen Spiel zeigte Alves einmal mehr, warum man ihn unbedingt halten sollte. Der Brasilianer wirbelte mit seinem Partner Messi auf der rechten Seite und stellte einen permanenten Unruheherd für die Athletic-Defensive dar. Bis auf das Gegentor, bei dem er zusammen mit Rakitić etwas passiv wirkte, eine perfekte Partie des Rechtsverteidigers.

Sergio Busquets: Der ‚Sechser‘ der Katalanen war defensiv sehr gut aufgelegt und ließ viele von Athletics Angriffen früh im Keim ersticken. Auch zeigte sich einmal mehr die ungeheure Pressingresistenz des Mittelfeldspielers, der Athletic Bilbao damit kaum Angriffsfläche ließ.

Ivan Rakitić: Der Kroate ackerte viel, bot sich in den Halbräumen für Direktzuspiele an und war auch offensiv sehr aktiv. Insbesondere der Siegeswillen Rakitićs war häufig zu erkennen und ließ ihn selbst in der harten Endphase des Spiels noch kämpfen, auch wenn er bei der Flanke zum Gegentor etwas zu zaghaft agierte.  

Andrés Iniesta (bis Minute 56): Im Gegensatz zu seinem Mitstreiter Rakitić war Don Andrés heute ein eher unauffälliger Teil in einem hochintensiven Copa-Finale. Dennoch war der Katalane äußerst ballsicher und half defensiv immer aus. Allerdings musste der 31-Jährige in der 55. Minute ausgewechselt werden und scheint für das Champions-League-Finale zumindest etwas fraglich zu sein.

Neymar Jr.: Der brasilianische Samba-Spieler wurde seinem Namen größtenteils wieder vollends gerecht und wirbelte die Athletic-Defensiv ordentlich durcheinander. Zudem harmonierte der 23-Jährige hervorragend mit Alba sowie Iniesta und war im Gegenpressing auch häufig beteiligt. Gekrönt wurde Neymars gute Leistung mit einer Traumkombination sowie einem Traumtor der Barça-Offensive, das gleichzeitig auch die Eliminierung des Rekords des treffersichersten Sturmtrios aller Zeiten markierte.

Luis Suárez (bis Minute 78): Zwar ackerte ‚Luisito‘ erneut wie ein wildes Tier und ließ sich in den richtigen Zeitpunkten in die Halbräume fallen, dennoch kann man von einer etwas unglücklichen Partie für den Uruguayer sprechen. Der 28-Jährige vergab einige hochkarätige Chancen für seine Mannschaft – teils durch Eigenverschulden, teils unglücklich -, lieferte dennoch den unglaublich wichtigen Assist für Neymars erstes Tor.

Lionel Messi: Das erste Tor zeigte erneut, warum dieser Messi mit keinem, sei es mit einem Maradona, Pelé oder sonst wem, zu vergleichen ist. Mit seiner unvergleichlichen Technik lässt er gleich vier Athletic-Spieler sehr alt aussehen. Auch ansonsten war der Argentinier zu keinem Zeitpunkt für den Gegner kontrollierbar und in Kombinationen ein ständiger Teilnehmer. Belohnen konnte sich der 27-Jährige neben dem Tor des Turniers und wahrscheinlich der gesamten Spielzeit noch mit einem zweiten Streich in der 72. Minute. 

Xavi Hernández: (ab Minute 56): In seinem insgesamt 70. Spiel in der Copa del Rey sorgte der ‚Altmeister‘ für Ruhe und Struktur im Ballbesitzspiel seiner Mannschaft und konnte den Spielrhythmus wie zu guten Zeiten dirigieren. Defensiv war es allerdings eine eher maue Vorstellung.

Jérémy Mathieu (ab Minute 77): Der Franzose kam für Jordi Alba und sollte die linke Seite dicht halten. Dies konnte Mathieu auch zu großen Teilen sehr gut bewerkstelligen und klärte brenzlige Situationen ohne zu zögern. Offensiv konnte er mit seinem früheren Kollegen aus Valencia-Zeiten natürlich nicht mithalten.

Pedro Rodriguéz (ab Minute 78): Der Kanarier sollte helfen, das Ergebnis über die Zeit zu bringen und noch einmal punktuell offensive Akzente setzen. Doch bei knapp zehn Minuten konnte der Einfluss des Stürmers verständlicherweise nicht allzu groß sein. 

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