Arda Turan mittlerweile auf Augenhöhe mit den anderen Barça-Stars

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Erst im Wintertransferfenster der letzten Saison konnte Arda Turan als Spieler des FC Barcelona registriert werden. Doch sein Start war sehr holprig. Er schaffte es nicht, eine ernsthafte Alternative für Luis Enrique zu werden und spielte gegen Ende der Saison nur eine kleine Rolle. Im Sommer gab es unter anderem aus China sehr gute Angebote für den Türken, doch Barça wollte ihn nicht ziehen lassen. Dieses Vertrauen zahlte Turan in den letzten Wochen bis auf wenige Ausnahmen mit starken Leistungen zurück.

Arda Turan im Zahlenvergleich

In der vergangenen Spielzeit kam Arda Turan in der kompletten Halbserie, die er bei Barça spielberechtigt war, auf zwei Tore und vier Vorlagen. In der laufenden Saison hat er schon acht Tore und fünf Vorlagen auf seinem Konto. Schon hier ist ein Fortschritt zu sehen, doch wenn man sich weiter an seinen Statistiken orientiert, ist sein Aufschwung gar nicht so offensichtlich. Ardas Passgenauigkeit lag laut whoscored in der letzten Saison in La Liga bei 92,3 Prozent, aktuell steht er „nur“ bei 85,8 Prozent. Allerdings schießt der Türke in dieser Saison öfter auf das gegnerische Tor. 1,1 Schüsse pro Spiel gibt Arda in dieser Saison ab, während es in der letzten Saison 0,6 waren. Es sind in beiden Fällen nur minimale Unterschiede und keine der beiden Statistiken gibt Ardas Aufschwung wirklich wieder. Wobei mehr Schüsse pro Spiel durchaus darauf hindeuten, dass ein Spieler öfter in aussichtsreiche Positionen kommt. Allerdings sollte hierzu noch erwähnt werden, dass Arda in dieser Spielzeit oftmals als Flügelstürmer auflief, während er letzte Saison ausschließlich im Mittelfeld und somit weiter weg vom gegnerischen Tor agierte.

Eine signifikante Verbesserung ist bei Ardas Abstrafungen zu erkennen. Hat er letzte Saison in neun Liga-Spielen noch fünf gelbe Karten erhalten, steht er aktuell noch bei null Ampelkarten Und gerade diese vielen, meistens sehr stümperhaften und unnötigen Fouls waren letzte Saison alles andere als hilfreich. Sie zeigten zudem, dass Barças Nummer Sieben zu oft falsch stand und sich daher nur noch mit einem Foul zu helfen wusste.

Erhebliche Fortschritte in vielen Bereichen

Arda Turan ist nicht der erste Spieler, der etwas Eingewöhnungszeit benötigte, um sein optimales Leistungsniveau bei Barça zu erreichen. Gerade bei den Blaugranas ist das Positionsspiel essenziell und gerade für Mittelfeldspieler oftmals extrem kompliziert zu verinnerlichen. Genau dieses Problem hatte Arda in der letzten Saison. Er stand zu oft falsch. Gegen den Ball zog dies viele Fouls und Verwarnungen nach sich, mit Ball führte es zu weniger Gefahr. Zu oft stand Arda zu weit vom ballführenden Mitspieler entfernt, um diesem eine Hilfe zu sein, andere Male lief er Mitspielern in den Weg, sodass man sich praktisch auf den Füßen stand. In dieser Saison merkt man seinem Spiel an, dass er die Grundlagen verinnerlicht hat. Seine Bewegungen sind deutlich besser auf jene seiner Mitspieler abgestimmt, wodurch er eine viel größere Hilfe für die Mannschaft ist als in der letzten Saison. Zudem begeht er deshalb nicht mehr so oft Foulspiele, wenngleich er immer noch zu oft und unnötig zum regelwidrigen Verhalten greift, so wie vor dem 1:1 im Spiel gegen Atlético Madrid. Dies dürfte auch einer der Gründe sein, warum Luis Enrique ihn zuletzt gerne als linker Achter aufbot. Während Messis Verletzung schob Arda nach außen, wenn der Gegner in Ballbesitz war, um ein 4-4-2 zu formen. Auf der Außenbahn ist seine defensive Schwäche nicht so ausgeprägt wie im Zentrum. Das Zentrum sollte nach Möglichkeit dicht sein und Arda kann das häufig nicht gewährleisten. 

In der laufenden Saison darf Arda nicht nur im Mittelfeld ran, sondern auch auf den Außenstürmer-Positionen. Dort überzeugte er direkt im spanischen Supercup und erzielte zwei Tore zu Hause gegen Sevilla. So nahe am gegnerischen Tor zu spielen und positionstechnisch etwas freier zu sein als im Mittelfeld, half ihm in Fahrt zu kommen. Durch die guten Leistungen steigerte sich natürlich sein Selbstvertrauen, was für einen Fußballer immer von größter Bedeutung ist. Mit diesem gestiegenen Selbstvertrauen und in Verbindung mit dem halben Jahr, in welchem er sich an das neue Spielsystem gewöhnen konnte, ist es Arda Turan in dieser Saison gelungen, sich fürs Erste beim FC Barcelona als ernsthafte Alternative zu etablieren. Für die Top-Elf mag es zwar nicht reichen, doch wenn Luis Enrique nachlegen muss oder jemanden schonen beziehungsweise ersetzen muss, hat er in dem Türken einen aktuell mehr als zuverlässigen Mann, wie man schon beim Auswärtsspiel in Gladbach sehen konnte.

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