Denis Suárez über seine erste Saison und die Beziehung zu Lionel Messi

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Denis Suárez war während der freien Zeit zu einem Interview mit der Mundo Deportivo bereit und äußerte sich dabei zu allerhand interessanten Themen. Es ging um seine Eingewöhnung in dem ersten halben Jahr, seine Beziehung zu Lionel Messi, das Training Luis Enriques, die Taktik von PSG in der Champions League und einen Ausblick auf das Jahr 2017.

Welche Bilanz ziehst du aus deinen ersten Monaten in der ersten Mannschaft?

Die ersten Monate liefen sehr gut, als ich unterschrieb, kam ich mit viel Freude und der Illusion, viel zu spielen, was gewöhnlich ist. Zu Beginn – wegen der unglücklichen Verletzung von Andrés Iniesta – startete ich häufig, später kam ich eher von der Bank und heute wechseln sich Startelfeinsätze und Einwechslungen ab, aber die Bilanz der ersten Monate ist positiv.

Spielst du so, wie du es erwartet hast?

Ich strebe immer an, am Maximum zu spielen, so wie alle Spieler, aber ich bin zufrieden mit dem Anteil, den ich gehabt habe und hoffe nun, dass er größer wird.

Wie läuft die Anpassung der Neuen?

Umtiti schlägt sich sehr gut, Digne auch, wenn er gespielt hat, André war zuletzt ein häufiger Protagonist und Alcácer schlägt sich auch sehr gut; ihm hat nur das Tor gefehlt, weil ein Stürmer davon lebt. Aber die Leute sind zufrieden mit den Verpflichtungen, denn wenn du zu Barça kommst, ist die Anpassung nicht einfach. Es hat gedauert, aber letztendlich konnte ich zusammen mit Iniesta in der Startelf mitwirken. Wir haben wenig zusammengespielt, aber ich glaube, es lief gut. Die Gefühle waren gut, die Leute glauben, dass Andrés und ich ein sehr ähnliches Profil haben und wir nicht zusammenspielen sollten, aber ich glaube, dass das komplette Gegenteil der Fall ist. Wir sind Spieler, denen es gefällt, den Ball zu haben und bei Barça hat man den Ball und Spieler dieses Typs fügen sich perfekt zusammen.

Die Leute glauben, dass ich und Andrés nicht zusammenspielen sollten. Das komplette Gegenteil ist der Fall.

Denis Suárez

Du hörst heraus, dass es Leute gibt, die bevorzugen, dass einer der Mittelfeldspieler physischer ist?

Wer entscheidet, ist der Mister, aber ich glaube, wir zwei können zusammenspielen, wir haben den Ballbesitz und sind Spieler, die gerne ein hohes Pressing betreiben; nach einem Ballverlust pressen wir stark und holen uns den Ball schnell zurück. Es ist nicht nötig, dem Ball ewig hinterherzurennen. Letztendlich, wenn wir den Ballbesitz haben und die Spiele ausdehnen, läuft der Gegner, wir strapazieren ihn.

Warum gab es so viele Rotationen im Mittelfeld?

Es ist eine Position, die einen körperlich sehr beansprucht, wo man viele Kilometer läuft und die Verletzungen haben uns gezwungen, viele Wechsel zu unternehmen, zumal wir viele sind, die alle dort spielen wollen.

Denis Suárez über sein Spiel an der Seite von Lionel Messi

Wie ist es, an der Seite von Messi zu spielen?

Sehr einfach. Ich, der als Achter gespielt hat und das öfter auf der rechten Seite, habe ihn an meiner Seite. Es ist einfach, du musst auf ihn achten und versuchen, dich so zu bewegen, wie es dem nützt, was er gerade macht. Wenn du das unter einen Hut bringst und ihm den Ball gibst, bedankt er sich am Ende bei dir, weil er sich wohlfühlt, mit dir zu spielen.

Beeindruckt es dich, mit Messi zu spielen?

Wenn du auf dem Feld bist, denkst du nicht nach, aber es ist klar, dass er einen am Anfang schon sehr beeindruckt. Das erste Mal, wenn du die Umkleide mit ihm teilst, aber seit der Saisonvorbereitung verstehe ich mich gut mit ihm und mir gefällt es, an seiner Seite zu spielen. Messi startet auf rechts, aber er spielt überall.

Ist es einfach, sich daran anzupassen, wie frei er sich bewegt?

Je mehr Spiele du an seiner Seite spielst, desto besser kannst du das verarbeiten. Ich hatte das Glück, in der Saisonvorbereitung vier Spiele mit ihm auf rechts zu spielen und ich glaube, ich konnte mich gut an die Funktion, die er innehat, anpassen. Letztendlich gefällt es ihm, wenn du den Ball hast, damit du mit ihm spielst und dich ihm beiordnest. Ich glaube, dass ich ein Spieler bin, der sich gern beiordnet.

Wie wirkt es auf dich, dass er den Ballon d’Or nicht gewonnen hat?

Der Ballon d’Or ist für den besten Spieler der Welt und der beste Spieler der Welt ist Messi, das weiß jeder. Trotzdem scheint es so, dass sie ihn in den letzten Jahren an den gegeben haben, der mehr Titel gewonnen hat; und Cristiano hat in der vergangenen Saison die Champions League und die Europameisterschaft gewonnen.

Gefällt es dir, mit dem Tridente vor dir zu spielen?

Es sind die drei besten Stürmer, die es auf der Welt gibt, und wenn das Spiel kompliziert ist, lösen sie es. Es ist nicht so, dass der Rest keine Tore schießen könnte, aber sie generieren so viel Gefahr, so viele Chancen…du lebst nicht nur vom Positionsspiel und dem Ballbesitz, viele Male geht es um Balleroberungen und Konter mit den Dreien da vorn. Sie sind tödlich.

Denkst du daran, dein erstes Tor zu erzielen?

Mir würde es gefallen, aber es ist keine Pflicht. Ich habe mich selbst immer mehr als ein Passspieler gesehen als ein Torschütze, aber es ist klar, dass es schön wäre, mein erstes Tor zu erzielen.

Was bedeutet die Rückennummer 6 von Xavi?

Es ist eine Nummer, die mit sehr gefallen hat, weil er sie trug, und weil Xavi mir sehr geholfen hat, als ich in der zweiten Mannschaft war und in die erste Mannschaft aufstieg. Es ist eine Ehre, seine Rückennummer zu tragen und ich hoffe, eine lange Zeit mit seiner Nummer bei Barça spielen zu können.

Wie gut hast du dich integriert?

Sehr gut, ich komme mit allen sehr gut zurecht. Ich verbringe viel Zeit mit Busi, mit Sergi Roberto, Paco Alcácer, Iniesta…ich komme aber mit allen gut aus, eigentlich habe ich eine gute Rolle in der Umkleide.

Und die Methoden von Luis Enrique?

Mir haben ein paar Kollegen, die bei Celta waren, ein wenig verraten, wie er als Trainer sei. Sie haben gesagt, er sie ein spektakulärer Trainer und dass er der Mannschaft viel gebe, dass die Trainings dynamisch seien und sehr lustig für die Spieler. Und zurzeit, wenn man die Spiele vorbereitet, will er immer gewinnen, hoch pressen und wenn man den Ball hat, ist es umso besser.

In der Champions League wirst du auf Emery treffen, deinen Trainer von Sevilla, den du gut kennst. Was für eine Begegnung erwartest du?

Im Spiel gegen uns erwarte ich ein sehr physisches PSG, das zeichnet sich schon ab. Ich sah letztens das Spiel gegen Nice, in dem sie um die Führung kämpften. Er brachte drei defensive Mittelfeldspieler und einen Mittelfeldspieler setzte er auf den Flügel. Das ist es, was er – so meine ich – auch gegen uns machen wird, weil wir, als wir bei Sevilla waren, ebenfalls so gegen Barça gespielt haben.

Fürchtest du dich vor PSG?

Es ist eine große Mannschaft, sie haben Emery verpflichtet, um die Champions League zu gewinnen. Unai ist sehr intelligent und ich glaube, dass sie uns die Dinge nicht leichtmachen werden und dass der PSG, der gegen uns spielen wird, nicht der gleiche ist, den wir heute sehen. Es wird eine völlig andere Mannschaft sein, gegen Barça zu spielen ist für sie nicht so wie gegen irgendjemand anderen, und sie haben große Lust darauf, uns rauszuwerfen, ganz sicher.

Die haben große Lust, uns rauszuwerfen, ganz sicher.

Denis Suárez über die Begegnung mit PSG

Wenn Madrid die ausstehende Partie gewinnt, beträgt die Differenz sechs Punkte. Ist das noch aufzuholen?

Es scheinen viele Punkte zu sein, aber so viele sind es nicht. Madrid war kurz davor, gegen Depor zu fallen, das gleiche wiederholte sich zu Hause gegen Sporting. Es ist nicht so leicht, jedes Spiel zu gewinnen und ihnen bleiben komplizierte Begegnungen im Mestalla, San Mamés oder im Pizjuán. Es ist noch viel offen.

Verstehst du ihr Glück, dass sie in den letzten Minuten hatten?

Madrid kämpft immer bis zum Schluss, das kommt von ihrer Spielweise. Aber egal. Was wir uns klarmachen müssen, ist, dass sechs Punkte zwar viel erscheinen, aber nicht so viele sind, auch weil sie noch gegen sehr schwere Gegner spielen müssen.

Warum habt ihr so viele Punkte zu Hause verloren?

Es ist wahr, dass wir zu Beginn viel liegen ließen, aber von jetzt an werden wir nicht mehr straucheln. Wir können nicht mehr verlieren, wir wollen die Liga gewinnen und den Ersten unter Druck setzen, deshalb bin ich überzeugt, dass wir nicht weiter Punkte verlieren werden.

Zuletzt noch ein Wunsch für 2017.

Für 2017 wünsche ich mir, die Champions League zu gewinnen.

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