Marc Bartra über Messi, Neymar, Suárez, Piqué und viele weitere Themen

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Marc Bartra sprach kürzlich in einem ausführlichen Interview mit der katalanischen Sportzeitung ‚Mundo Deportivo‘ über viele verschiedene Themenbereiche. Unter anderem waren seine persönliche Entwicklung, die zeitweise heftige Kritik am FC Barcelona und viele seiner Spielerkollegen Teil der Fragerunde. Ganz konkret äußerte sich der 23-Jährige zu Lionel Messi, Neymar Jr., Luis Suárez, Gerard Piqué, Thomas Vermaelen sowie auch Luis Enrique.

Das letzte Mal bist du aufgrund einer Verletzung eines Teamkollegen in das Nationalteam einberufen worden, dieses Mal war das nicht der Fall.

Ja, das ist ein deutliches Plus an Vertrauen. Ich fühle mich immer besser, je öfter ich ins Team einberufen werde.

Was sagst du dazu, wenn du hörst, dass es in Spanien keine Innenverteidiger mehr gibt?

Doch, doch, es gibt viele. Aber vielleicht ist es so, dass es nicht einfach ist, dem Anforderungsprofil der spanischen Nationalmannschaft gerecht zu werden. Alle, die hier im Nationalteam sind, wollen das Niveau natürlich sehr hoch halten.

Wie ist dein Verhältnis zu Gerard Piqué?

Gut, ich persönlich sehe ihn als einen guten Kollegen. Wir verstehen uns sehr gut.

War er beunruhigt aufgrund der vergangenen Wochen?

Jeder Fußballer möchte natürlich alle Spiele absolvieren, aber das geht nicht immer und noch weniger in einer Mannschaft wie Barça es ist, in der es sehr viel Konkurrenz gibt. […] Man beobachtet ihn viel intensiver als andere Spieler, aber jeder muss sich darüber bewusst sein, welche Menschen einen umgeben – dessen ist er sich auch bewusst.

Was würdest du darauf antworten, wenn dich jemand fragt, wer die Stammspieler bei Barça in der Innenverteidigung sind?

Der Umstand, dass wir alle beteiligt sind, ist sehr positiv. Egal, welches Spiel – jener Spieler, der zum Einsatz kommt, gibt sein Bestes, um das Niveau der Mannschaft nicht zu senken. Es gibt viele, die spielen können – umso mehr Konkurrenz herrscht, umso höher ist das Niveau der gesamten Mannschaft.

Würdest du auch als Rechtsverteidiger spielen, wenn du darum gebeten wirst?

Das ist eine Position, die ich sehr mag. In vielen Jugendabteilungen und auch manchmal in der Barça B unter Luis Enrique habe ich dort agiert. Wenn es nötig ist, spiele ich auch als Torhüter.

Du hast Luis Enrique erwähnt: Wie ist er? Stimmt es, dass er sehr wenig mit der Mannschaft kommuniziert?

Nein, manchmal wird einfach zu viel spekuliert. Das Wichtigste ist, dass wir ganz klare Ideen und ein gutes ‚Feeling‘ haben – was, so denke ich, auch der Fall ist. Der Trainer ist mehr als nur fähig seine Ideen umzusetzen und voranzubringen. Bei der Barça B, die unter ihm die erfolgreichste Spielzeit hinter sich brachte, gab es sehr komplizierte Momente. Es wirkte, als hätten wir keine Ideen daran etwas zu ändern, aber wir haben weitergearbeitet und es waren schlussendlich sehr erfolgreiche und schöne Jahre.

War die Kritik an Luis Enrique vorschnell?

Wir müssen einfach an die Gegenwart denken – daran, die Dinge so zu machen, dass wir das nächste Spiel gewinnen und dürfen uns nicht negativ beeinflussen lassen. Wir müssen positiv denken. Der Trainer kann noch sehr viele Jahre hier sein und dem Team helfen.

Das heißt, du siehst den Trainer dazu imstande, das Team erfolgreich zu trainieren?

Ja, ja, ja. Bei der Barça B mussten wir auch komplizierte Momente durchleben – wie bereits gesagt. Wir hatten sehr erfolgreiche, aber eben auch komplizierte Momente. In diesen litten wir sehr stark, aber am Ende – mit den Ideen, die Luis Enrique uns vermittelte – überstanden wir diese Phasen.

Nach allem, was in den vergangenen Wochen über Barça gesagt wurde: Was hat das Team am meisten gestört?

Wie isoliert man gegenüber allem ist, was geschrieben oder gesagt wird. Es ist sehr wichtig, vereint zu bleiben – auch mit dem Trainerstab und dem Coach höchstpersönlich. Man muss sich darüber im Klaren sein, was auf einen zukommt – es ist normal, dass man sich bei Barça immer im Auge des Hurrikans befindet. Es ist auch ganz normal, dass die Menschen sehr viel über uns sprechen, aber wir müssen in diesen Momenten den Blick nach vorne richten.

Beeinflusst so eine negative Kritik manchmal das Mannschaftsklima?

Nein, nein. Wir können diese Dinge trennen, und wenn wir trainieren oder spielen, denken wir an nichts anderes als unsere Sache gut zu machen.

Luis Suárez ist stark in das Spielgeschehen eingestiegen bei Barça.

Richtig, er ist ein unfassbarer Spieler. Er lässt kaum eine Gelegenheit ungenutzt verstreichen und wird uns noch sehr viel geben.

Suárez-Neymar-Messi: Was für ein Sturmtrio!

Ja, das ist schon sehr spektakulär. Aber nicht nur sie, auch Spieler wie Pedro oder Munir. […] Diese drei Spieler gehören zu den allerbesten der Welt und es ist eine große Ehre für uns alle, sie im Team zu haben.

Wie stoppt man sie als Innenverteidiger?

In den Trainingseinheiten müssen wir alle schon sehr leiden, wenn wir sie aufhalten müssen. Aber daran wächst man, und wie ich bereits sagte, ist es eine Ehre, sie im Team zu haben.

Welche Stärken zeichnen Neymar aus?

Seine Dribblingstärke, aber vor allem sein Torinstinkt. Der ist unfassbar stark.

Und Messi?

Er ist der kompletteste Spieler der Welt. Er ist ein sehr schneller Spieler, technisch äußerst versiert, physisch stark und er hat einen unfassbaren Torinstinkt. Das zeichnet ihn in der Welt des Fußballs aus.

Und Luis Suárez?

Er ist ein ‚Killer‘. Nicht nur sein Torinstinkt zeichnet ihn aus, sondern auch seine starke Beteiligung am Spielgeschehen. Er gibt dem Team sehr viel.

Gegen Almería war es beispielsweise sehr wichtig, dass er als ‚Neuner‘ agierte.

Ja, er rückte auf die Position von Messi, und das war sehr gut.

Wie steht es um Thomas Vermaelen?

Er durchlebt gerade eine sehr schwere Zeit, weil man als Spieler natürlich immer in bester physischer Verfassung sein möchte. Wir hoffen, dass seine Genesung sehr schnell voranschreitet, damit er die Mannschaft unterstützen kann.

Wie ist sein psychischer Zustand?

Er ist ein Spieler, der schon viele solcher Momente durchlebte. Es ist nichts Neues für ihn, was sehr wichtig ist, weil es dir sehr hilft, wenn du schon einmal durch solche Phasen gegangen bist.

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