Messi: „Alles Lügen! Und die Leute glauben das sogar!“

StartFC BarcelonaKaderMessi: „Alles Lügen! Und die Leute glauben das sogar!“
- Anzeige -
- Anzeige -
- Advertisement -

Nach der jüngsten Rückkehr in die Nationalmannschaft stellte sich Lionel Messi überraschend für ein Interview zur Verfügung und gab dabei erstaunlich harsche Worte von sich. Mit den Medien und deren Berichterstattung ging Messi ebenso hart ins Gericht wie mit vielen anderen Meinungen ihn und Argentinien betreffend.

Lionel Messi stelle die Nationalmannschaft alleine auf und bestimme über den argentinischen Fußballverband. Diese Vorwürfe und Gerüchte gibt es schon seit längerem. Nach der jüngsten Rückkehr in die Nationalmannschaft stellte sich Lionel Messi überraschend für ein Interview zur Verfügung und gab dabei für ihn erstaunlich harsche Worte von sich. Mit den Medien und deren Berichterstattung geht er ebenso hart ins Gericht wie mit vielen anderen Meinungen ihn und Argentinien betreffend.

„Das sind nur erfundene Geschichten!“

„Man berichtete lauter Lügen, rein Erfundenes. Das wurde irgendwie zur Gewohnheit in letzter Zeit. Das ärgert mich einfach sehr, weil es die Leute ja auch glauben. Deshalb glaube ich auch, dass mir die Leute zuhören müssen, wenn ich einmal etwas sage. Es gefällt mir nicht, wenn man lügt. Wenn ich zur Nationalmannschaft gehe, wenn ich nicht hingehe… Es war schwierig, nach der WM wieder über alles zu sprechen, weil mich das Ausscheiden hart getroffen hat. Ich dachte nur daran, mich einzuschließen und das allein mit meiner Familie zu regeln. Ich habe versucht, mich ein wenig zu isolieren und von der Nationalmannschaft abzuschotten. Damit ein wenig Zeit vergeht und ich mich beruhige. Diese Generation wurde zehn Jahre lang misshandelt. Wir haben so viele abnormale Sachen erlebt, die Leute haben so viele Frechheiten gesagt, so viele Lügen. Wir hatten immer Stress mit den Medien, deswegen sind wir ihnen irgendwann entflohen…“

„Die Familie leidet dann!“

„Die Sache mit dem Klub der Freunde hören wir schon seit Jahren. Dass ich die Spieler aufstelle, die Verantwortlichen, alles, was in der argentinischen Nationalmannschaft so passiert. Das ist einfach Blödsinn! Meinen Vater sind sie dann auch angegangen, dass er irgendwie Macht habe in der AFA. Sinnlos. Und die Familie leidet dann natürlich darunter. Ich höre mir nichts mehr darüber an, schaue nicht fern. Jeder sagt irgendetwas und den Leuten passt das so. Sie glauben, was man ihnen sagt, und dann bin ich der Idiot [eigentlich ein noch stärkerer Ausdruck verwendet, den wir nicht wiedergeben wollen, Anm. d. Rdkt.]. Mein Vater bestimme über alle, die AFA befinde sich unter meiner Kontrolle. Alles Lügen… Aber du kannst auch nicht hinausgehen und alles klarstellen. Wir haben auch erlaubt, dass man all das sagt, weil wir dem keine Bedeutung beigemessen haben. Sonst müssten wir jeden Tag vor die Presse treten und alles berichtigen.“

„Warum mag dich niemand in Argentinien?“

„Es reizt mich, wieder in der NM zu spielen. Ich will mit der Selección einen Titel gewinnen. Als ich entschied, zurückzukehren, hab es viele Menschen, die mich davon abhalten wollten. Wozu sollte ich das machen, fragten sie mich. Meine Freund und meine Familie vor allem. Mein sechsjähriger Sohn, der schon viel mitbekommt, fragte mich mal: „Papa, warum gehen sie dich in Argentinien so an? Warum mögen sie dich in der NM nicht? Warum mögen sie dich dort nicht?“ Und ich sagte ihm dann, dass ja nicht alle so seien, dass es auch welche gebe, die mich dort gernhätten. Das ist schwierig. Es füllt mich mit Ärger, wenn alle lügen, Sachen erfinden, Schlagzeilen produzieren, … Und das mit solcher Ruhe und Gelassenheit. Aber ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Wir müssen nicht immer präsent sein, ich werde nicht herumspazieren und sagen, wie sehr ich die NM liebe. So bin ich nicht. Sollen die Leute doch sagen, was sie wollen!“

„Schwer, hier den Fußball zu genießen.“

„Man macht es uns schwer, den Fußball im Umfeld der NM zu genießen. Ich versuche, gut zu spielen, und fertig. Man sagt, ich würde meine Freund aufstellen. Aber dann würde Kun zum Beispiel alle Partien bestreiten. Aber meist war er nur auf der Bank… Der Generationenwechsel ist gut, aber er ist auch harsch. So etwas benötigt ein bisschen Zeit.
In Brasilien hatten wir verdammtes Pech, nicht Weltmeister zu werden. Denn wenn wir dort gewonnen hätten, wäre alles ganz anders gekommen. Damals begann der Streit. Vielleicht müsste die Beziehung zur Presse anders sein. Von beiden Seiten. Wir irren uns auch manchmal, wollen nicht sprechen, … Wenn beide in unterschiedliche Richtungen ziehen, funktioniert das nicht. Die NM steht über uns allen. Wir gaben unser Bestes, um Weltmeister zu werden und die Copa América zu gewinnen, aber es entscheiden halt Details… Weltmeister zu sein, ist das Höchste. Gott allein weiß, warum wir nicht gewonnen haben. Aber wir haben dafür noch Copa Américas zu gewinnen.“

Weitere Aussagen:

„Mit Barça spiele ich alle drei Tage. In der NM ist das anders. Es ist nicht so einfach, hinzukommen und sofort dasselbe zu machen. Dort sind andere Spiele, andere Taktiken. Das Training ist entscheidend und in der NM hat man oft einfach nicht genug Zeit.“

„Ich glaube, Scaloni hat eine sehr klare Idee. Gegen Venezuela wollte er etwas ausprobieren und es ist nicht gut ausgegangen. Wir hatten nicht erwartet, so zu verlieren. Aber es war eine Test und er wird daraus seine Schlüsse gezogen haben.“

„Ich kam mit leichten Beschwerden und muss mich jetzt schonen. Scaloni weiß das und entschied, mich zum zweiten Spiel erst gar nicht mitzunehmen. Die Pause tat mit gut.“

„In dieser NM bin ich der neue, ich muss mich an die anderen anpassen. Ich kannte die meiste, aber jetzt bin ich einer der ältesten.“

„Es ist schwierig, einen Spieler für den besten der Welt zu erklären. Es gibt viele sehr gute Fußballer, wir zum Beispiel Neymar, Mbappé, Hazard, Suárez, Kun, … Wahrscheinlich habe ich jetzt irgendjemanden vergessen, aber einer von ihnen könnte der beste sein. – Cristiano? Den habe ich von der Liste gestrichen und zu mir gestellt.“

„Es würde mir gefallen, meine Karriere in Argentinien zu beenden, aber das wird nicht leicht. Es würde mir gefallen, bei Newell’s zu spielen, aber ehrlich gesagt weiß ich nocht nicht, was die Zukunft bringen wird.“

„Ich bin kein River-Fan! Und ich weiß nicht, warum das manche sagen. Ich bin Newell’s-Fan seit meiner Kindheit, so wie meine ganze Familie!“

Michael Weilch
Treuer Culé seit Beginn der Ära Messis und der festen Überzeugung, dass Barça "més que un club" ist. Hofft, dass sich die Blaugrana auf ihre historischen Wurzeln besinnt und gerade in heutigen Zeiten ein Leuchtbild für Demokratie und Chancengleichheit darstellt - der Grund, warum der FC Barcelona eben nicht "nur" ein Fußballverein ist. Motto: "Tots units fem força!"
- Anzeige -
- Anzeige -

AKTUELLE USER-KOMMENTARE