Vier Spieler beim FC Barcelona auf der „Abschussliste“

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Der FC Barcelona brachte die Kritiker nach der desaströsen Supercopa gegen Real Madrid und einem denkwürdig chaotischen Transfersommer mit zehn Siegen aus elf Spielen und einem jetzt schon recht komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den amtierenden Meister aus Madrid größtenteils zum Schweigen. Abgesehen von der schweren Verletzung des bis dahin – in Ansätzen – ebenfalls überzeugenden Ousmane Dembélé brachten sich die anderen drei, durchaus umstrittenen, Neuzugänge schon sehr gut ein. Dennoch lief der Saisonstart nicht für alle Akteure optimal und es gehen Gerüchte um, dass Neo-Coach Ernesto Valverde die folgenden vier Spieler loswerden möchte.

Arda Turan

Der erste Wechselkandidat im Bunde ist der Türke, der sich vor zwei Jahren, trotz einer Transfersperre, dem FC Barcelona für stolze 34 Millionen Euro von Ligakonkurrent Atlético Madrid anschloss. Trotz vieler Vorschusslorbeeren, konnte Turan nie einen Platz in der Stammelf finden und überzeugte nur am Anfang der Saison 2016/17 als Neymar-Vertretung bis zu einer Verletzung, die seine Einsatzzeiten unter Luis Enrique allerdings stark beeinträchtigte. Im Laufe der Saison verbrachte er die meiste Zeit auf der Bank und auch bei der türkischen Nationalmannschaft konnte er sich nicht für Einsätze empfehlen, da er hier eher durch Skandale als durch gute Leistungen auffiel. Nachdem er unter Valverde in den Testspielen immer zu den schwächeren Spielern zählte, spielte er in der laufenden Saison noch keine einzige Pflichtspielminute und stand nur am ersten Spieltag gegen Betis Sevilla im Kader. Er stand schon im Sommer vor einem Leih-Wechsel zu seinem Jugendclub Galatasaray Istanbul, dieser zerschlug sich aber, da Arda bei Barcelona bleiben wollte. 

Mögliche Abnehmer (möglicherweise schon im Winter): Galatasaray, Arsenal, ein chinesischer Club

Paco Alcácer

Auch der junge Mittelstürmer wurde für sehr viel Geld, nämlich ganze 30 Millionen, von Valencia losgeeist. Wurde er bei den Fledermäusen noch mit Álvaro Morata als das vielleicht größte spanische Mittelstürmer-Talent gefeiert, wollte dem Edel-Backup in Katalonien der Knoten nie so richtig platzen. Zwar brachte der junge Valencianer nach seinem ersten Ligator gegen Athletic, für das er immerhin ein halbes Jahr brauchte, in der Rückrunde trotz weniger Einsätze durchaus zufriedenstellende Leistungen, trotzdem stellten sich viele Culés die Frage, ob das nicht Sandro Rámirez, welcher im selben Transferfenster noch gratis abgegeben wurde, nicht auch gekonnt hätte. 

Diese Saison spielte Alcácer wie Arda eine eher dürftige Vorbereitung und nachdem er in den ersten beiden Spielen noch auf der ungewohnten Flügelposition spielen durfte, spielte er seit dem Spiel bei Aláves keine Minute mehr und wurde meist von Ernesto Valverde, trotz eines formschwachen Luis Suárez, nicht einmal in den Kader aufgenommen. Ein Winterwechsel bahnt sich wohl an.

Mögliche Abnehmer (möglicherweise schon im Winter): Lille, Southampton, Celta Vigo

Thomas Vermaelen

Ein weiterer teurer Spieler (er kam 2014 für 19 Millionen von Arsenal) steht vor dem Absprung. Zwar fiel Vermaelen nur selten negativ auf, wenn er mal spielte, dieser Fall trat aufgrund seiner Verletzungen allerdings leider viel zu selten auf. Eigentlich wollte man den Belgier 2016 schon loswerden und verlieh ihn mit einer Kaufoption an die Roma. In Italien war der Innenverteidiger allerdings weiterhin von Verletzungen geplagt, weshalb ihn die Römer nicht fest verpflichteten. Zurück in Barcelona gehörte er den ganzen Sommer über zu den Streichkandidaten, die gescheiterte Verpflichtung von Iñigo Martínez, die Leihe von Marlon Santos und fehlende Interessenten verschafften ihm dennoch einen Kaderplatz als vierten Innenverteidiger. Auch diese Saison ist er immer wieder von Verletzungen geplagt und selbst wenn er fit ist, wird er vom Coach ignoriert und spielte wie Arda noch keine Minute. Zwar bestätigte er bereits selbst, dass ihn der Verein nicht ziehen hat lassen, da sonst nur drei Innenverteidiger vorhanden gewesen wären, allerdings ist ein Wintertransfer im Hinblick auf die WM durchaus im Bereich des Möglichen.

Mögliche Abnehmer (möglicherweise schon im Winter): Ajax Amsterdam, Anderlecht

Rafinha

Der kleine Bruder von Thiago dürfte mit Vermaelen wohl der größte Pechvogel im Kader sein. Zwar hatte man bei dem La-Masia-Absolventen, welcher 2014 zusammen mit Luis Enrique von Celta Vigo zurückgekehrt ist, immer wieder das Gefühl, dass er sich jetzt vielleicht endgültig in das System integriert hätte und dem Verein ernsthaft weiterhelfen könnte, jedoch verletzte sich der Brasilianer meist kurz darauf. Bekanntestes Beispiel: Rafinha zeigt am Saisonanfang 2015/16 als Messi-Vertretung(!) eine überragende Leistung im Auswärtsspiel bei Atlético Madrid und reißt sich nur wenige Tage darauf beim Champions-League-Spiel in Rom das Kreuzband. Diese Abfolge der Ereignisse ist leider sinnbildlich für seine Barcelona-Karriere und weil er immer noch nicht fit von einer Verletzung ist, die er sich letzte Saison zugezogen hatte und der Heilungsverlauf eher schlecht als recht läuft, konnte er sich auch noch nicht in Valverdes System integrieren. Er gilt schon länger als Verkaufskandidat, obwohl sein Potenzial unbestritten ist und man für ihn gutes Geld kriegen könnte, was bei den anderen Kandidaten, bis auf mit Abstrichen Paco Alcácer, nicht der Fall sein dürfte. Andererseits ließ sein Vater erst neulich verlauten, dass Rafinha kein Interesse habe, Barcelona zu verlassen.

Mögliche Abnehmer (eher im Sommer): AC Milan, Arsenal, Liverpool

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