Zusammenfassung: Wilde Gerüchte rund um Barça-Star Lionel Messi

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Seit der 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad am vergangenen Sonntag geht es drunter und drüber beim FC Barcelona: Sportdirektor Andoni Zubizarreta wurde entlassen, Luis Enrique blies starker Wind entgegen und Barça-Präsident Josep Bartomeu kündigte Neuwahlen an. Doch trotz dieser Geschehnisse zeigen sich die Culés vor allem um eine Personalie besorgt: Lionel Messi! Wir wollen die undurchsichtigen Gerüchte rund um den Weltstar zusammenfassen und etwas Struktur im Gerüchtechaos schaffen.

In den vergangenen Tagen nahmen die Gerüchte rund um Barça-Star Lionel Messi 

überhand. Am Beginn dieser Hysterie stand die 0:1-Niederlage des FC Barcelona gegen Real Sociedad am vergangenen Sonntag, in der sich ‚La Pulga‘ anfangs nur auf der Ersatzbank wiederfand. Daraufhin machten Messis Tätigkeiten auf ‚Instagram‘ die Runde, welche schlussendlich das Fass zum Überlaufen brachten: Der Argentinier soll sich mit Trainer Luis Enrique und darüber hinaus dem gesamten Präsidium samt Barça-Präsident Josep Bartomeu überworfen haben. Schon seit geraumer Zeit sei er unzufrieden mit den Geschehnissen im Klub und solle nun endgültig einen Wechsel anstreben. Die Medienberichte überschlugen sich binnen Stunden.

Wechselgerüchte dank ‚Instagram‘: Chelsea oder Manchester City?

Noch kürzlich schloss Chelsea-Trainer José Mourinho einen Wechsel von Lionel Messi zum Londoner Großverein kategorisch aus: „Wir können keinen so überragenden Spieler wie Messi verpflichten. Außerdem denke ich nicht, dass Barça eine Intention hätte, ihn zu verkaufen.“ Doch spätestens mit dem 6. Januar sind diese Worte bereits wieder längst vergessen. Grund dafür sind die ‚Instagram‘-Aktivitäten von ‚La Pulga‘: Der Argentinier folgt seit diesem Tag den offiziellen Kanälen des FC Chelsea und Manchester City. Darüber hinaus auch noch den Chelsea-Akteuren Filipe Luís sowie Thibaut Courtois. Katalanische Medien reagierten panisch, englische Medien rochen hingegen Lunte und berichtigen von einem baldigen Megadeal mit einem der englischen Großvereine.

Doch damit nicht genug: Am 8. Januar befeuerte Sergio Agüero von Manchester City die Wechselgerüchte durch eine unübliche Twitter-Aktivität. Der 26-jährige City-Star „favorisierte“ scheinbar zum ersten Mal überhaupt einen Twitter-Eintrag. Die Polemik? Inhalt dieses „Fan-Tweets“ war eine Aufforderung an den City-Akteur, Lionel Messi zu einem Wechsel zu den ‚Blues‘ zu bewegen.

Der gestrige Tag brachte erstmals wieder etwas Ruhe in die hitzige Stimmung rund um einen möglichen Wechsel des Barça-Stars. Steve Holland, Assistenztrainer des FC Chelsea, durchdrang mit folgendem Statement die Debatte: „Es ist unmöglich, Messi im Rahmen der ‚Financial-Fairplay-Regeln‘ zu verpflichten.“ Auch Barça-Präsident Josep Bartomeu äußerte sich gestern zu den Wechselgerüchten des Argentiniers: „Es wird immer Teams geben, die Messi verpflichten wollen. Ich spreche von Mannschaften wie PSG, Chelsea und noch mehr. Er ist der beste Spieler der Welt. Aber er ist zufrieden und glücklich hier.“

Josep Bartomeu: „Messi ist zufrieden und glücklich bei Barça.“

Lionel Messi und Luis Enrique im Clinch?

Die katalanische ‚Sport‘ publizierte am 7. Januar einen Artikel, nach welchem das Band zwischen Lionel Messi und Barça-Trainer Luis Enrique nach der Niederlage gegen Real Sociedad endgültig zerschnitten sei. Doch damit nicht genug: Der Bruch soll ein langer Prozess gewesen sein, der bereits vor Saisonbeginn seinen Ursprung habe. „Ich bin der Anführer“, stellte Luis Enrique zu Beginn seiner Amtszeit klar. Die Alarmglocken des Argentiniers sollen bereits an diesem Punkt Alarm geschlagen haben. Nach dem Abgang von Txema Corbella – Verantwortlicher für die Bereitstellung der Trikots in der Umkleidekabine, welcher ein sehr gutes Verhältnis zu zahlreichen Spielern von Barça pflegte – und einer möglichen Entlassung von Pepe Costa – enger Freund und Vertrauter von Lionel Messi – sollen erste Zweifel im Argentinier geweckt worden sein.

Nach der 0:1-Niederlage gegen Celta Vigo im Camp Nou (1. November 2014) soll es schließlich zur ersten verbalen Auseinandersetzung zwischen Messi und Enrique in der Umkleidekabine Barças gekommen sein. Seit diesem Tag herrsche Funkstille. Das Fass endgültig zum Überlaufen soll schließlich eine verbale Auseinandersetzung nach der Niederlage gegen Real Sociedad vergangenen Sonntag gebracht haben. Dieser Einschätzung schließen sich auch zahlreiche weitere spanische Medien an. Luis Enrique hingegen soll wenig erbaut über das Fernbleiben von Messi beim öffentlichen Training Anfang der Woche gewesen sein. Offiziell fehlte der Argentinier aufgrund von Magenbeschwerden. Laut ‚Mundo Deportivo‘ soll kein schlichtendes Gespräch zwischen Spieler und Trainer stattgefunden haben. ‚La Pulga‘ habe lediglich ein Gespräch mit Kapitän Xavi gesucht.

Diesen hartnäckigen Gerüchten – wonach das Band zwischen Lionel Messi und Luis Enrique durchtrennt sei – stellt sich vor allem ein Mann medienwirksam entgegen: Josep Maria Bartomeu. Der Barça-Präsident reagierte auf das Gerücht, wonach der vierfache Weltfußballer im persönlichen Gespräch einen Rauswurf von Luis Enrique gefordert habe mit diesen Worten: „Das ist eine total falsche Nachricht. […] Ich war mit Messi und Luis Enrique in Kontakt und es gibt keine Spannungen.“

Lionel Messi und das Barça-Präsidium

Zu guter Letzt drehten sich die umherschwirrenden Gerüchte noch um eine mögliche Abneigung des Argentiniers gegenüber dem Barça-Präsidium. Spanischen Medienberichten zufolge soll Messi seinen Verbleib beim FC Barcelona auch davon abhängig machen, ob der jetzige Präsident Josep Bartomeu und sein Board über den Sommer hinaus im Amt bleiben. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, könnte der Superstar einen Wechsel anstreben. Für Zündstoff sorgte gestern Abend zudem noch ein Zitat, welches von ‚Catalunya Ràdio‘ publiziert wurde. Messi soll Bartomeu demnach folgende Worte übermittelt haben: „Bleiben Sie ruhig Herr Präsident, ich werde alles für Barça bis zum 30. Juni geben.“ Spekulationen und verschiedenen Interpretationen werden hier natürlich freien Raum gelassen.

Cesc Fàbregas: „Messi ist glücklich bei Barça“

Ebenfalls gestern Abend sprach der langjährige Teamkollege von Lionel Messi und jetzige Chelsea-Profi Cesc Fàbregas beim Radiosender ‚Onda Cero‘ über die umherstreifenden Gerüchte: „Messi ist glücklich bei Barça und sie sind glücklich mit ihm. […] Ich kenne Luis Enrique nicht. Aber ich kenne Leo und ich bezweifle es ganz stark, dass er so denkt, wie es in den Medien steht. Er ist ein ruhiger Mensch und ich hatte keine ähnlichen Anzeichen in jenen drei Jahren, die wir gemeinsam verbrachten, erkennen können.“

Cesc Fàbregas: „Messi ist glücklich bei Barça und sie sind glücklich mit ihm.“

Ein ebenso sehr interessantes Interview veröffentlichte die niederländische Tageszeitung ‚De Telegraaf‘ mit Henk ten Cate – Co-Trainer bei Barça unter Frank Rijkaard von 2003-2006 – vor wenigen Tagen: „Soweit ich weiß, haben die Probleme (Anm.: von Messi bei Barça) vor zwei Jahren begonnen. Messi ist noch immer bei Barça, weil er es Tito Vilanova vor seinem Ableben versprochen hat. Aber ich glaube, dass ein Wechsel für beide Parteien gut wäre. Leo war eine ganze Weile bei Barcelona und braucht jetzt eine neue Herausforderung. Er besitzt noch immer unfassbar viel Wert, aber von jetzt an beginnt dieser zu sinken. Mir würde es gefallen, wenn ich positiver sein könnte, da er spielerisch für zehn Jahre auf einem anderen Level war, aber ich bin nicht sicher, ob er sein bestes Level noch einmal erreichen wird. Es ist nicht normal, so zu brillieren, wie er es in diesen zehn Jahren tat. Normal ist es, dass die Stars sieben oder acht Jahre auf Höchstniveau spielen. Und um ehrlich zu sein: in der vergangenen Saison war er nicht auf seinem höchsten Level, auch wenn seine Statistiken gut waren.“

Henk ten Cate: „Ich glaube, dass ein Wechsel für Messi und Barça gut wäre.“

Fazit

Die Gerüchte rund um Barça-Superstar Lionel Messi haben seit vergangenen Sonntag überhandgenommen. Sämtliche Sportmedien sind in Alarmbereitschaft und verbreiten Sensationsmeldungen im Stundentakt. Jedoch wirken beispielsweise Berichte, die von Auseinandersetzungen zwischen Messi und Enrique seit Beginn der Amtszeit des Asturiers berichten, nun sehr plötzlich konstruiert. Vor dieser Woche würde darüber nicht ein einziges Mal berichtet.

Zu den Social-Media-Aktivitäten des Zauberflohs lässt sich hingegen nur sehr weitläufig spekulieren. Am Ende sollte man jedoch nicht zu sehr in Hysterie verfallen: Sollte Lionel Messi tatsächlich unzufrieden mit den aktuellen Gegebenheiten beim FC Barcelona sein, könnte man entgegenhalten, dass es am Ende der Spielzeit Präsidentschaftswahlen geben wird. Aller Voraussicht nach wird dieser Tag das Ende der Regentschaft von Josep Bartomeu und seiner Gefolgschaft darstellen. Damit einhergehend wackelt der Trainerstuhl von Luis Enrique nach einer möglichen Abwahl des jetzigen Präsidiums natürlich gehörig.

Am Ende sollte man vielleicht auch nur auf die Körpersprache und Reaktion von Lionel Messi achten. Im Copa-del-Rey-Spiel gegen Elche am vergangenen Donnerstag hatte der 27-Jährige nämlich eine eindeutige Botschaft an alle Culés:

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