Erdrutsch-Sieg: Joan Laporta ist neuer Präsident des FC Barcelona

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Joan Laporta ist neuer Präsident des FC Barcelona! Der 58-Jährige hat bei der Präsidentschaftswahl einen Erdrutsch-Sieg eingefahren und 54 Prozent aller Stimmen erhalten. Victor Font kam nur auf 30 Prozent, Toni Freixa war komplett chancenlos.

Die Mitglieder haben gewählt: Joan Laporta ist der neue Präsident des FC Barcelona. Der 58-Jährige setzte sich mit 54,28 Prozent gegen seine Mitbewerber Victor Font (29,99 Prozent) und Toni Freixa (8,58 Prozent) durch. Ein klarer Erdrutsch-Sieg für Laporta, der den ganzen Wahlabend über ungefährdet war. Um 21 Uhr schlossen die Wahllokale, schon nachdem kurze Zeit später gerade einmal zehn Prozent der Wahlzettel ausgezählt waren, führte Laporta mit 58 Prozent. Diesen Vorsprung brachte er letztlich auch komfortabel ins Ziel.

Gegen 22:30 Uhr trafen sich die drei Kandidaten und Widersacher auf dem Gelände des Camp Nou, hierbei gratulierten Font und Freixa Laporta fair zum Wahlsieg. In der Folge floss der Cava bei Laportas Wahlteam, Sektflaschen wurden geköpft, Jubelgesänge angestimmt. Kurz vor Mitternacht verkündete der FC Barcelona dann auch offiziell Laportas klaren Wahlsieg. Insgesamt wurden 55.611 Stimmzettel abgegeben, das entspricht einer Wahlbeteiligung von starken 50 Prozent. 30.184 der Stimmen fielen auf Laporta aus, 3.979 Stimmen waren ungültig.

 

Damit wird Laporta dem Klub die nächsten sechs Jahre vorstehen. Seine Aufgabe ist dabei kein leichtes Unterfangen, muss er Barça doch aus einer beispiellosen wirtschaftlichen Misere retten und gleichzeitig den Generationenwechsel unter den Spielern managen.

Seine erste – und vorerst wichtigste – Aufgabe dürfte aber sein, Lionel Messi von einem Verbleib über den Sommer hinaus zu überzeugen. Angesprochen darauf, ob er im Falle eines Wahlsieges am Montag direkt mit Messis Vater Jorge telefonieren würde, entgegnete Laporta am Sonntagmittag: “Wieso morgen? Ich kann schon heute Nacht mit ihm sprechen, die Nacht ist schließlich lang.”

Laporta stand dem FC Barcelona bereits von 2003 bis 2010 vor. In dieser Zeit konnten die Katalanen zwei Champions-League-Titel gewinnen sowie in der Saison 2008/09 das Sextuple. In diese Amtszeit fielen auch der Aufstieg Messis sowie die Berufung von Pep Guardiola als Trainer der ersten Mannschaft.

Laporta kündigte während des Wahlkampfes bereits an, vorerst mit Ronald Koeman als Trainer weiterarbeiten zu wollen, ohne sich jedoch bereits für die kommende Saison festzulegen. Darüber hinaus wird er die bisher ausgearbeitete Finanzierung des Stadionprojekts ‘Espai Barça’ prüfen, ehe er mit diesem fortfahren will.

Zusammen mit seinem designierten Vize-Präsidenten Rafael Yuste sowie seinem zukünftigten Sportchef beziehungsweise Generaldirektor Mateu Alemany wird Laporta nun am morgigen Montag die Arbeit in der Geschäftsstelle aufnehmen und dort Interimspräsident Carles Tusquets ablösen.

 

Bastian Quednau
Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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