Barçawelt 2014: Das Jahr aus unserer Sicht

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Es vergeht beinahe kein Tag, an dem Barçawelt nicht über den FC Barcelona berichtet. Wir haben es uns zur Herzensaufgabe gemacht, die Anhänger der Blaugrana im deutschsprachigen Raum über den Verein zu informieren, sei es in Form von News, Analysen oder Kommentaren. Seit über dreieinhalb Jahren sind wir nun schon am Ball und motiviert wie am ersten Tag. Auf das Jahr 2014 blicken wir mit gemischten Gefühlen zurück, an denen wir euch gerne teilhaben lassen möchten. Hierbei erfahrt ihr auch bisweilen Unbekanntes über die Seite.

Im September 2011 hat Barçawelt das Licht der Online-Welt erblickt – damals noch mit grässlichem Design, langsamem Server und einem Autor, der dem Fußball lange Zeit herzlich wenig zugewandt war und deshalb Artikel zum FC Barcelona auf Stammtisch-Niveau produzierte, wenngleich mit eigentümlichen Bezügen zur griechischen Antike und alten Mythen – aber immerhin. Mit Ablauf der Jahre hat sich das geändert, gute Fußball-Literatur gibt es zu Hauf, nicht so leidenschaftliche Autoren, die nach und nach dazu stießen, viele von ihnen aus dem Forum, und das ursprüngliche Einzel- zu einem Teamprojekt komplettierten. Heute sind die Voraussetzungen völlig andere, die anfängliche Planlosigkeit ist einer stringenten Organisation gewichen und die Anspruchslosigkeit festen Erwartungen.

Wir möchten euch daher gerne aufzeigen, inwiefern das Jahr 2014 unsere Erwartungen erfüllt hat und was uns als Team sehr bewegte. Dazu möchten wir zur Auflockerung mit ein paar Statistiken zu Barçawelt 2014 einsteigen.

Statistiken 2014

Rein statistisch gesehen war 2014 für Barçawelt ein gutes Jahr. Es fing allerdings sehr gemächlich an, im Januar und Februar konnten wir keine Fortschritte erzielen und stagnierten auf einem schwachen Niveau. Eine unzufriedene Situation für uns, die sehr an unseren Nerven zehrte. Die Hauptursache hierfür war unser altes Startseiten-Template, das wir erst im November 2013 eingeführt hatten. Die verschachtelte Darstellung der Artikel war für die Mobile-Ansicht katastrophal, die aufwendigen Prozesse beim Laden uns ein Dorn im Auge. Doch Abhilfe war längst unterwegs, Denis programmierte in seinen Semesterferien ein eigenes Template auf Grundlage des Twitter-Frameworks, ausschließlich auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten und der Performance verpflichtet. Der minimierende Faktor bei der Schnelligkeit ist heute nicht mehr die Seite, sondern nur noch der Server.

Im März wurde das Template installiert, seitdem haben sich die Besucherzahlen mehr als verdoppelt. 50 Prozent aller Besucher

greifen über mobile Geräte auf die Seite zu. Bis zum 26.12.2014 hatten 236.111 Nutzer 728.927 Sitzungen auf Barçawelt. Insgesamt wurden 3.335.722 Seiten angesteuert, durchschnittlich 4,58 Seiten pro Sitzung. Im Durchschnitt dauerte eine Sitzung 5:55 Minuten.

Der Tages-Besucherrekord wurde am 10. Dezember geknackt. 5.400 Besucher strömten auf unsere Seite, was kurzzeitig sogar zu Serverüberlastungen führte. In den Top3 befindet sich auch der 31. August mit 5.036 und der 14. Juli mit 4.913 Besuchern. Wir möchten an dieser Stelle nicht verraten, warum gerade an diesen Tagen so viel los war, stattdessen euch in den Kommentaren die Möglichkeit geben, ein wenig nach den Gründen zu stöbern ;)

Der erfolgreichste Artikel 2014 mit 41.585 Seitenaufrufen ist mit Abstand „Top 10 WM-Songs 2014„. Kaum zu glauben, aber wahr. Der Artikel konnte sich unerwartet bei Google ganz weit oben festsetzen und alle anderen WM-Song-Artikel der großen Seiten ausstechen. Hätten wir den Titel nur ein wenig anders gewählt, beispielsweise „Die 10 besten WM Songs 2014“, hätten wir gegen die Konkurrenz absolut keine Chance gehabt. Auf Platz zwei mit 14.172 Seitenaufrufen folgt „FC Barcelona auf dem Transfermarkt: Wer kommt und wer muss gehen?“ und auf Rang drei „Villarreal – FC Barcelona: Erster Härtetest mit Neymar, aber ohne Iniesta„.

Redaktionelle Arbeit

Wie man sieht, sind nicht immer die Artikel die beliebtesten, von denen man meint, sie würden die Masse sehr interessieren. Vieles hängt von Google ab und den Interessen der Besucher. Längere, aufwändigere Artikel sind grundsätzlich nicht so sehr gefragt, für die Autoren aber von herausragender Bedeutung. Das macht unserer Meinung nach eine seriöse redaktionelle Arbeit aus, wir lieben es, unsere Gedanken um den FC Barcelona kreisen zu lassen, Vorgänge zu analysieren und erforschen, um sie dann der breiten Leserschaft zu präsentieren. Wir möchten ins Gespräch kommen, im Gespräch mit den Anhängern bleiben, und wenn wir den einen oder anderen ebenfalls zum Nachdenken angeregt haben, womöglich auch dazu, einen kleinen Kommentar zu verfassen, dann haben wir unser Ziel erreicht. Häufig läuft es auch genau umgekehrt: Das Forum bildet die Plattform für unsere Meinungsbildung, woraufhin wir in die Tasten hauen und einen in der Diskussion erprobten und kritisch hinterfragten Standpunkt auf die Startseite transformieren.

Das ist das Modell von Barçawelt, und ich wäre nicht aufrichtig, wenn ich sagen würde, dass wir es zu unserer Zufriedenheit umgesetzt hätten. Wir hatten ein gutes Frühjahr und einen guten Sommer, doch schon zum damaligen Zeitpunkt hatte ich die Befürchtung, dass wir Probleme bekommen würden, wenn die Saison beginnt. Die Semesterferien gingen zu Ende, die Autoren waren in der Schule, im Studium und auch in der Ausbildung stark gefordert. Ich kann aufgrund beruflicher Verpflichtungen für das Team schon seit geraumer Zeit nicht mehr die Stütze sein, die ich zur Anfangszeit war. Wir hatten aber nicht nur ein zeitliches Problem, sondern auch ein organisatorisches.

Alles in allem sind wir – bezogen auf die redaktionellen Inhalte – nur bedingt glücklich, wie das Jahr 2014 gelaufen ist. Wir hatten viele Ideen, so viel zu erzählen, doch wir liefen nur im Notbetrieb. Autoren beklagten mentale Blockaden und Lustlosigkeit aufgrund von Überbelastung, die aus dem Versuch hervorging, die Ausfälle irgendwie zu kompensieren. Es gab eine Zeit, in der uns das Autorendasein tatsächlich nur wenig Spaß bereitet. Gleichwohl war diese Erfahrung wichtig, um die eigentlichen Probleme zu identifizieren und sie mit guten Lösungen anzugehen. Wir haben uns wochenlang den Kopf darüber zerbrochen, wie wir uns aus dieser Klemme befreien können. Und am Ende stand ein Konzept, das uns im Jahr 2015 von großer Hilfe sein wird.

Social Media

Wer heutzutage auf soziale Medien verzichtet, verschenkt einiges an Potenzial, wird von einschlägigen Experten propagiert. Etwas weniger als 10 Prozent aller Besucher fanden über Facebook den Weg zu Barçawelt. Nahezu jeder Artikel wird von uns geteilt, und noch viel mehr. Die Facebook-Gemeinde dankte es uns mit über 2.000 Likes, erst kürzlich überschritten wir die magische Tausendermarke zum zweiten Mal. 

Wir haben auf Facebook zweifellos einen großen Sprung gemacht. Die Entscheidung, mit Amar einen Social-Media-Abgesandten ins Boot zu holen, hat sich als eine gute Entscheidung herausgestellt. Doch obwohl die Barçawelt-Facebook-Seite kurzzeitig zu den am stärksten wachsenden deutschsprachigen Facebook-Seiten zählte, sind wir auf Facebook immer noch eine Randerscheinung. Die Facebook-Seite von Realtotal spielt in einer völlig anderen Welt, andere Barça-Seiten haben um ein Vielfaches mehr Likes als wir. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen liegt fast unsere gesamte Konzentration auf der Startseite und dem Forum, zum anderen achten wir penibel darauf, Verstöße gegen das geltende Urheber- und Markenrecht zu vermeiden. Sicher ist sicher.

Ganz unabhängig von dem Vorgesagten stehen wir dem anhaltenden Social-Media-Trend nach anfänglicher Euphorie eher kritisch gegenüber. Wir glauben, dass zumindest Facebook die Meinungsbildung nicht fördert, sondern beeinträchtigt. Diskussionen verlaufen nicht selten nur an der Oberfläche, Meinungen, Stellungnahmen und Thesen werden angeprangert, ohne dass sich mit ihnen intensiviert auseinandergesetzt wurde. Es herrscht ein meinungsvernichtendes Klima, das einem Pulverfass gleicht. Meinungen werden zurückgehalten, Teilnehmer ziehen sich zurück. Hinzu gesellen sich persönliche Animositäten. Eine Moderation ist nur schwer durchführbar, wir empfinden ob der vorherrschenden Situation eine gewisse Ohnmacht, sind aber weit davon entfernt zu glauben, dass es an den Leuten selbst liegt. Grund ist unserer Meinung nach ausschließlich das Format Facebook, das Menschen zu gewissen Themen zusammenführt, die unterschiedlicher nicht sein können. Das sind die Schattenseiten des Social Media.

Barçawelt-Forum

Wenn wir an das Jahr 2014 zurückdenken, dann mischen sich nachdenkliche Gedanken mit einem Fünkchen Stolz. Wir sind überwältigt, wenn wir daran denken, was die Mitglieder Tag für Tag aus dem Forum machen. Wie in einem alten Wiener-Kaffeehaus über Fußball diskutieren, anscheinend ist das auch im Internet durchaus möglich.

Es lief allerdings nicht alles optimal. Die Pflege eines Forums kostet Zeit, Mitte des Jahres ging einiges drunter und drüber. Unsere neuen Moderatoren Barcelonitis und Mühsam wollten sich das nicht mehr länger ansehen und packten die Probleme erfolgreich an.

Ein weiteres Konfliktfeld war das Real-Madrid-Thema und in diesem Zusammenhang der Schutz von anderslautenden Meinungen. Auch hier hat es etwas gedauert, bis wir entschieden für eine höhere Diskussions-Kultur auch in diesem Thema einstanden und die Gemüter zu beruhigen suchten. Wir möchten den Anhängern des Erzrivalen zwar kein Himmelsreich bauen, ihnen aber zumindest eine Möglichkeit offerieren, sich mit Fans der Blaugrana auf einem sachlichen und gehobenen Niveau auszutauschen. Wir wähnen uns diesbezüglich auf einem guten Weg.

Ausblick auf 2015

Für das Jahr 2015 haben wir uns viel vorgenommen. Schritt für Schritt möchten wir eine Organisation und Struktur etablieren, die es uns erlaubt, auch bei zeitlichen Engpässen Artikel abzuliefern, die den Leser packen und seine Interessen widerspiegeln. Wir möchten mit euch Spaß haben, ungeachtet der weiteren sportlichen Entwicklung des Vereins – und dafür werden wir was tun.

Ein wichtiges Ziel betrifft die inhaltliche Tiefe bei Barçawelt. Wir werden im neuen Jahr viele zeitlose Artikel veröffentlichen, um Sympathisanten alle erforderlichen Informationen über den Verein zu vermitteln und sie damit in die Blaugrana-Welt einzuführen. Die Vorbereitungen sind im Hintergrund längst angelaufen, schon sehr bald werden Ergebnisse auf der Seite sichtbar. Auch vor dem Hintergrund der Suchmaschinenoptimierung wird das eine elementare Maßnahme für uns und für euch sein.

Die Abfassung weiterer Vorhaben liegt mir auf den Fingern, sie bleiben aber vorerst unter Verschluss. Wir lieben es, euch Überraschungen zu bereiten, und möchten uns diese Freude nicht nehmen lassen :) Nur so viel sei gesagt: Wir notieren uns immer fleißig euer Feedback und suchen nach Möglichkeiten der Umsetzung, wenn wir der Meinung sind, dass es sich hierbei um eine gute Idee handelt. Und das ist meistens der Fall.

Abschließend möchte ich euch im Namen des gesamten Barçawelt-Teams einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Wir hoffen, dass euch dieser kleine Einblick in unsere „Welt“ gefallen hat.

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