Bewegliches Barça lässt HJK Helsinki keine Chance

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Mit 6:0 bezwang der FC Barcelona HJK Helsinki. Die Finnen waren zu keiner Zeit in der Lage, Gefahr auszustrahlen und ihrem Gegner Paroli zu bieten. Durch schnelle Bewegungsabläufe und ein starkes Pressing erspielte sich Barça speziell in der ersten Halbzeit, in der die Aufstellung nur aus La Masia-Akteuren bestand, viele Tormöglichkeiten, sodass Jordi Masip einen insgesamt ruhigen Arbeitstag hatte. Im Laufe der zweiten 45 Minuten kam die Blaugrana weiterhin zu guten Tormöglichkeiten, allerdings nicht mehr in dem Umfang wie im ersten Spielabschnitt. Dies war den vielen Spielerwechseln geschuldet, die unter anderem auch die Geschwindigkeit aus dem Spiel nahmen.

Stetiges Einrücken der Außenstürmer und Asymmetrie – Ein taktischer Schachzug

Wie auch in den anderen Vorbereitungsspielen war auch in der heutigen Partie zu erkennen, dass die Außenstürmer inverser agiert haben. Dies hatte zur Folge, dass das Spielfeld verkleinert wurde – nur für die Außenverteidiger nicht. Aufgrund des Einrückens wurden ständig die Außenverteidiger Helsinkis gebunden und in Richtung Zentrum gezogen. Somit war die Außenbahn frei und Montoya als auch Jordi Alba waren immer in der Lage, gefährliche Spielsituationen zu kreieren. Weiterhin war eine interessante Asymmetrie im Spiel der Katalanen zu erkennen: Die linke Seite war vermehrt durch den Spielaufbau gekennzeichnet, von der rechten Seite kamen allerdings die meisten Angriffe. Jordi Alba hielt sich – und später auch Grimaldo – mit den Offensivläufen zurück und fand eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive. Weil das Spiel des FC Barcelona linkslastig war, verschob HJK Helsinki auf die rechte Seite. Ein weiterer Grund dafür, warum die rechte Außenbahn meist recht frei bespielbar war.

Das Einrücken der Stürmer hatte allerdings auch weitere Vorteile. Bei Ballverlusten war man immer in der Lage, den Ball schnell zurück zu gewinnen. Aufgrund der eingerückten Spieler wurde das Zentrum verdichtet, sodass direkt viel Druck auf den Verteidiger ausgeübt werden konnte. Ballgewinne schon in der Hälfte des Gegners waren daher keine Seltenheit, vor allem auch Dank Sergi Roberto, der die gegnerischen Sechser gut unter Druck setzte.

Rafinha dynamisch und beweglich

Der Bruder von Thiago Alcántara zeigte sich in dieser Partie von seiner Schokoladenseite. Er war ständiger Unruheherd und für das Barça-Spiel enorm wichtig. Rafinha schaffte es immer wieder Druck auf die Verteidigung auszuüben. Durch das direkte Attackieren der Innenverteidigung und der Außenverteidiger wurden viele Ballverluste bzw. Fehler provoziert. Weiterhin war er enorm pass- und ballsicher. Aber auch Munir El Haddadi präsentierte sich hinsichtlich seines Pressings von einer enorm starken Seite. Bei Offensivläufen von Martín Montoya coverte er ihn teilweise und machte sein offensives Verschieben somit wett, was auch zur Verhinderung potenzieller Tormöglichkeiten beitrug.

Die erste Halbzeit – Barça macht alles klar

In den ersten 45 Minuten machte Barça schon früh alles klar. Überragender Mann war der spanisch-marokkanische Spieler Munir El Haddadi mit seinen zwei Toren und einer Torvorlage. Doch alles der Reihe nach: Iniesta kriegt den Ball von Rafinha. Der Magier sieht El Haddadi und überlupft die Abwehr. Munir nimmt die Kugel direkt per Volley und verwandelt zur 1:0-Führung. Nur vier Minuten später war es wieder Munir, der am Tor beteiligt gewesen ist. Diesmal allerdings als Vorbereiter für Sergi Roberto, wobei zum Vorschein kam, welche Qualitäten der Spieler mit der Trikotnummer 20 hat. Dazu zählen vor allem seine vertikale und direkte Spielweise, die in der letzten Saison leider nicht allzu oft zu bewundern war. Sergi Roberto erhält das Spielgerät und spielt El Haddadi an, der das Spielgerät nur kurz klatschen lässt. Roberto kommt mit hoher Geschwindigkeit zum Abschluss und verwandelt – 2:0. Auch das 3:0 entstand nach einer Beteiligung des talentierten Barça B-Akteurs, der in der abgelaufenen Saison noch die UEFA Youth League gewinnen konnte. Der überragende Rafinha bedient mit einer punktgenauen Flanke Munir, der direkt verwandelt – und zwar per Kopf! Da hat selbst Piqué gestaunt und schien neidisch, denn nur er dürfe per Kopf Tore schießen –  immerhin ist er der größte. Der Abwehrriese wollte das nicht auf sich sitzen lassen und kurze Zeit später erzielt er mit dem Fuß (!) das 4:0. Ja, das kann Mr.Waka Waka auch. Dabei blieb es auch nach den ersten 45 Minuten.

Der FC Barcelona voller Kopfballungeheuer

„Bin ich im falschen Film” oder „Wurde das Spiel gekauft?”, dachten sich wohl die Fußball-Fans auf der ganzen Welt. Selbst die Culés mochten ihren Augen kaum glauben schenken und blickten mit einem Auge gebannt auf die FIFA, ob sie gegen Barça ein Ermittlungsverfahren wegen Spielmanipulation in die Wege leitet. Der Grund für diese Befürchtung: Marc Bartra erzielt das 5:0 per Kopf. Zwei Kopfballtore in einem Spiel zugunsten von Barça? Und das auch noch nach einem Standard – wann gab es das zuletzt? Assistgeber dieses Tores war Ivan Rakitić.

Das Spiel verlor an Tempo, es war nun alles mehr auf die Spielkontrolle ausgelegt, was etwas seltsam anmutete. Das Spiel war nämlich sowieso schon unter blauroter Kontrolle. Verstehe einer den FC Barcelona. Das 6:0 erzielte dann Sandro Ramírez nach schöner und uneigennütziger Vorarbeit von Rakitić. Sandro zieht aus etwas spitzerem Winkel direkt ab und lässt dem Keeper keine Chance. Das war der ergebnistechnische Endpunkt einer unterhaltsamen Partie, in der Messi über die gesamte Spielzeit unsichtbar blieb.

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