Nächster Halt: Asien statt Trainingslager

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Sieht so eine seriöse Vorbereitung auf die kommende Saison aus? Der FC Barcelona leistet sich auch im Rahmen der diesjährigen Saisonvorbereitung exotische Reiseziele, die ausschließlich dem Kommerzialisierungsgedanken unterliegen und aus sportlicher Sicht kaum nachvollziehbar sind. Vom 4. bis zum 11. August wird die Mannschaft in Asien unterwegs sein und zwei Vorbereitungsspiele austragen. Am 7. August um 19:00 Uhr Ortszeit geht es gegen die thailändische Nationalauswahl, drei Tage später um 20:45 Uhr Ortszeit ist eine Partie gegen Malaysia vorgesehen.

Während des Aufenthaltes sind zahlreiche Events in Planung, welche die Zahl der Trainings zusätzlich auf ein bedenkliches Maß reduzieren. Vom 3. August bis zum 11. August werden die Spieler insgesamt acht Trainingseinheiten absolvieren, die gewiss nicht alle hinter verschlossenen Türen stattfinden werden. In Verbindung mit den Reisestrapazen, dem ständig wechselnden Umfeld und dem Eventstress eine zweifelhafte Form der Vorbereitung auf die neue Saison.

Bisher saß ‚Tata‘ Martino erst einmal auf der Trainerbank des FC Barcelona, erst seit wenigen Tagen steht ihm im Training die gesamte Mannschaft zur Verfügung. Nach dem tollen Sieg über den FC Santos hat Martino selbst zugestanden, dass es noch einige Aspekte im Spiel der Katalanen zu verbessern gibt. Ob er in Asien die nötige Zeit und den richtigen Fokus vorfindet, um der Mannschaft seine Ideen zu vermitteln, dürfte aber fragwürdig sein. 

Aber das ist nicht das einzige Problem. Während die ‚Blaugrana‘ in der Welt herumreist, erst der Nahe, jetzt der Ferne Osten, erarbeiten sich die Bayern einen Vorteil, den sie in der Rückrunde in der Champions League sehr gerne ausspielen werden. Zwei Trainingslager stecken den Bayern bereits in den Knochen und eine Vielzahl an Trainingseinheiten, um die Mannschaft körperlich, mental und taktisch bestmöglich auf die neue Saison abzustimmen. 

Freilich, das ‚més que un club‘ muss gepflegt werden. Wenn der Verein die Möglichkeit bekommt, einen Beitrag zum Frieden im Nahen Osten zu leisten, muss diese unbedingt wahrgenommen werden. Allerdings sollte die Führung immer auch die sportlichen Anliegen im Blick behalten und den Kommerzialisierungsgedanken maßvoll anwenden. Das Halbfinal-Aus gegen die Bayern war ein einschneidendes Erlebnis für alle Fans und hätte für die Vereinsführung eine Anregung sein müssen, über den physischen Zustand der Spieler nachzudenken. 

Insbesondere in dieser Saison erscheint eine seriöse Vorbereitung vor dem Hintergrund des Confed-Cups sehr wichtig. Ob die Mannschaft das offensichtliche Defizit im Vergleich zu anderen europäischen Top-Mannschaften kompensieren kann, wird sich in der Rückrunde zeigen. 

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