Von der Absurdität des Fußballs…und weshalb er trotzdem Sinn gibt

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Möchte man eine Antwort darauf finden, weshalb etwas Spaß macht, Sinn gibt oder einen Wert hat, so gerät man stets in den Strudel der Absurdität. Denn stellt man die „Warum”- Frage bis ins Letzte, kann man schlicht keine befriedigende Antwort mehr geben. Es ist doch seltsam, warum uns alles so natürlich scheint im Leben, solange wir es nicht im Detail ergründen wollen. Nicht anders verhält es sich mit dem Fußball – doch in seiner Absurdität können wir trotzdem sehr viel Sinn finden, versprochen!

 

Hast Du dir bereits die Frage gestellt, aus welchem Grund Dich der Fußball derart fesselt? Womöglich wirst Du als Fan des FC Barcelona in diesem Falle von der Kunst des Fußballs, des schönen Spiels, seiner Ästhetik und dem Nervenkitzel dieser Sportart gesprochen haben. Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Weshalb fesselt Dich diese „Kunst”? Aus welchen Gründen kannst Du Dich so für dieses „schöne Spiel” begeistern? Wieso verwendest Du den Begriff der „Ästhetik” hierfür und was hat der „Nervenkitzel” mit der Begeisterung für den Fußball tatsächlich zu tun?

Auch darauf könnte man durchaus noch mit mehr oder weniger Leichtigkeit antworten und von genialen Pässen, herausragenden Verschiebungen, Tacklings, Dribblings, Kopfbällen, Abschlüssen usw. sprechen. Doch wie bereits eingangs erwähnt: Fragt man beständig weiter nach dem „Warum”, „Weshalb” und „Wieso”, wird man irgendwann keine vernünftigen Gründe mehr angeben können oder sich in Zirkelschlüssen verlieren. Was also begeistert uns derart an diesem Sport?

Von der Absurdität dieser Welt

Wir stellen also fest: Fragt man beständig weiter nach den Hintergründen für die Begeisterung am Fußball, landet man irgendwann zwangsläufig in einer Sackgasse. Nicht anders verhält es sich aber mit allen anderen Dinge dieser Welt. Die Absurdität, die dem Fußball also innewohnt (wer kennt nicht die Aussage, wonach es sich beim Fußball doch bloß um 22 Personen handelt, die völlig sinnentleert einem Ball hinterherlaufen?), liegt in allen Dingen und Sachverhalten dieser Welt. Ja, in allen!

Es ist, wie zu Beginn des Artikels bereits festgestellt, ein Mysterium dieser Welt, dass uns alle Dinge so furchtbar normal und vernünftig erscheinen, solange wir sie nicht näher betrachten und sie zu ergründen versuchen. Die Welt, so scheint es, ist also unvernünftig und unergründbar für den Menschen – durch und durch absurd! Doch welche Schlüsse soll man nun daraus ziehen und was hat das noch mit Fußball zu tun?

Eine mögliche Antwort: Kann ich kraft meiner Vernunft keine Antworten mehr geben, weshalb mir etwas Spaß macht, es mir Sinn gibt oder es Wert für mich hat, verlasse ich mich auf meine Sinne – im wahrsten Sinne des Wortes! Berührt mich etwas auf sinnlich-emotionale Weise, also körperlich (z.B. Herzklopfen, Freudentränen, Schweißausbrüche, etc.), gibt es mir Sinn. So einfach ist dieses Konzept: Zurück zu deinen Sinnen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, etc.); sie sind es, die Emotionen und Gefühlsausbrüche auslösen können und dem Leben (und Fußball) somit Sinn geben.

Fazit

Welche Worte braucht es noch, wenn ein Magier wie Andrés Iniesta über das Fußballfeld schwebt, ein Lionel Messi Gegenspieler zu Slalomstangen degradiert, ein Sergio Busquets sein Gespür für den Raum offenbart oder ein Gerard Piqué das Spiel eröffnet? Die „Wahrheit“ lautet: Keine! Die Absurdität des Fußballs ergibt sich aus der allgemeinen Absurdität dieser Welt. Mit Worten und der Vernunft kann man ihr deshalb nicht immer befriedigend entgegentreten. Wieso sich also nicht auch wieder einmal auf seine Sinne, seine Gefühle und Emotionen, verlassen?

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