Hansi Flick spricht seinen Wunsch nach einer Verpflichtung im Winter aus. Es geht aufgrund der gravierenden Verletzung von Andreas Christensen um einen Verteidiger-Neuzugang. Ronald Araújo sei unterdessen „auf einem guten Weg“.
FC Barcelona denkt an Christensen-Ersatz
Er werde „mit Deco reden“, hatte Hansi Flick nach dem 3:0 beim FC Villarreal, dem letzten Einsatz vor der Weihnachtspause, angekündigt. Grund: die mögliche Notwendigkeit, zur Zeit des inzwischen geöffneten Winter-Transfermarkts mit einer Abwehr-Verpflichtung auf den Kreuzband-Teilriss von Andreas Christensen zu reagieren.
Und ja, der Trainer des FC Barcelona scheint es durchaus für notwendig zu halten, dass jemand den Kader verstärkt. Christensen fällt Medienberichten zufolge um die vier Monate aus, was vor dem Hintergrund der Finanzregeln in LaLiga wiederum bedeutet, dass die Katalanen mittels einer Sonderregelung 80 Prozent des Gehalts des Dänen anderweitig verwenden dürfen.
„Wir brauchen vielleicht einen weiteren Spieler“
Flick ist allerdings klar: Es soll nicht blind verpflichtet werden. „Schwierige Frage“, meinte der Coach am Freitagmittag in der Pressekonferenz vor dem Derby gegen Espanyol (Samstag, 21 Uhr) – um dann zu erklären: „Wir sind im Moment nicht bereit, aber wenn man sich die Viererkette ansieht, brauchen wir vielleicht einen weiteren Spieler. Wir müssen das bereden und es ist auf dem Winter-Transfermarkt nicht einfach, einen Spieler auf diesem Level zu bekommen. Wir müssen schauen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, etwas zu machen, aber dieser Transfer muss auch Sinn machen.“
Bedeutet im Umkehrschluss: Es bahnt sich derzeit nichts an, würde im Fall des Falles noch dauern. In Spanien dürfen sich bis einschließlich den 2. Februar Neuzugänge gesichert werden.
Araújo „auf einem guten Weg“
Was die personelle Lage im Abwehrzentrum etwas entspannt, ist die Rückkehr von Ronald Araújo. Wegen mentaler Probleme war der uruguayische Vizekapitän fünf Wochen lang außen vor gewesen, ehe er sich kurz vor Silvester im Mannschaftstraining zurückmeldete.
Flick: „Es liegt an ihm. Er ist jetzt in einer guten Verfassung, körperlich vielleicht nicht bei 100 Prozent, aber auf einem guten Weg. Er muss auch entscheiden, wie schnell es geht. Aber er kam zurück, hat sich dem Team auch erklärt. Ich kann sehen und spüren, dass die Unterstützung der Mitspieler fantastisch ist. Er ist zurück und sehr wichtig für uns. Er hat die Zeit bekommen, die er gebraucht hat. Das ist das, was wir machen konnten.“
An Innenverteidiger-Optionen stehen dem 60-Jährigen dementsprechend nun Araújo, die zuletzt gesetzten Pau Cubarsí und Gerard Martín sowie Allzweckwaffe Eric García zur Verfügung. Theoretisch wäre auch Jules Koundé eine Alternative, jedoch mangelt es dann auf der rechten Abwehrseite an einem Vertreter.

