Hansi Flick steht vor seinem ersten Clásico gegen José Mourinho. Der Trainer des FC Barcelona spricht respektvoll über den neuen Coach von Real Madrid und erklärt, worauf es am Sonntag für die Katalanen ankommt.
Flick erwartet ein Real Madrid „mit viel Selbstvertrauen“
Aus sechs Punkten sollen neun Punkte werden – wenn es nach dem FC Barcelona geht. Den Katalanen, die in der bisherigen LaLiga-Saison noch keinen einzigen Zähler liegen gelassen haben, bietet sich bereits am zehnten Spieltag die Gelegenheit, den Vorsprung auf den Meisterschaftsrivalen Real Madrid nochmals signifikant zu erhöhen. Die Blancos kommen zum direkten Duell (Sonntag, 21 Uhr), stehen dabei angesichts der Differenz in der Tabelle noch mehr unter Druck.
Hansi Flick kann bei seinem zweiten Clásico im Camp Nou den 100. Sieg als Trainer der Blaugrana feiern, nachdem es ihm bei seinem dort ersten Clásico gelungen war, die Meisterschaft zu besiegeln. Der gebürtige Heidelberger fiebert dem Abend entgegen: „El Clásico ist das beste Spiel, das uns unser Sport in der Welt bietet. Die ganze Welt schaut dieses Spiel. Du kannst nur drei Punkte gewinnen, aber es geht um mehr. Es ist fantastisch, ein Teil dessen zu sein. Jeder freut sich darauf. Ich glaube, dass wir bereit sind. Ich habe Vertrauen in mein Team und bin überzeugt.“
Er erwarte auf der anderen Seite aber auch einen Gegner „mit viel Selbstvertrauen. Real Madrid ist ein großer Klub, hat große Spieler und einen großen Trainer. So sehe ich diesen Gegner. Sie haben fantastische Spieler mit viel Qualität, vor allem im letzten Drittel. Sie haben in den letzten Spielen gezeigt, wie gut sie sind. Wir müssen bereit, spielen morgen gegen eine der besten Teams der Welt. Das ist auch eine Möglichkeit, um als Team zu wachsen, uns selbst herauszufordern und zu beweisen“, so der 61-Jährige, der den Ausfall des bisher fraglichen Jules Koundé bestätigt hat.
Flick hat Real Madrids Standard-Stärke auf dem Zettel
Nach Carlo Ancelotti, Xabi Alonso und Álvaro Arbeloa schüttelt Flick am Sonntag bereits die Hand des vierten Real-Trainers, seitdem er selbst im Sommer 2024 in Spanien anheuerte – die von José Mourinho. Den Portugiesen schätzt er sehr. Vor einiger Zeit, zu Mourinhos erster Amtszeit bei Real (2010 bis 2013) gab es zwischen ihnen sogar ein persönliches Treffen.
„Ich habe den größten Respekt. Wenn du so viele Jahre lang Teams auf diesem Level trainierst und immer erfolgreich bist, ist das Qualität. Er zeigt es in jedem Klub. Als ich Co-Trainer von Jogi Löw war, habe ich ihn einmal in Madrid getroffen, weil wir dort ein paar Spieler hatten. Jeder Spieler aus der Nationalmannschaft, der unter ihm gearbeitet hat, hat mit großem Respekt über ihn geredet. Er ist ein großartiger und sehr erfolgreicher Kollege“, meinte Flick, dem nicht entgangen ist, dass die Mannschaft des „Special One“ nicht nur über ein schnelles Umschaltspiel, sondern auch über Freistöße und Eckbälle gefährlich werden kann: „Wir wissen, dass ihre Stärke die Standards sind. Arda Güler ist da einer der Besten. Sie haben physisch starke Spieler. Wir haben heute darüber gesprochen und es trainiert. Es liegt an uns, das viel besser zu verteidigen als in Paris.“
Ein Faktor wird auch sein: Kylian Mbappé in Schach halten. Als Real-Star trifft der Franzose mehr oder weniger in jedem Clásico mindestens einmal. Seine Bilanz: sechs Spiele, sechs Tore. Flick: „Für uns ist die Positionierung am Ende wichtig – mit und gegen den Ball. Gegen den Ball brauchen wir die richtige Distanz zueinander, damit wir kompakt sind und Druck auf den Ball bekommen. Wenn du mit einer hohen Kette spielst, ist das wichtig. Cuba und Gerard spielen aus meiner Sicht eine sehr gute Saison. Was sie leisten, ist unglaublich. Sie arbeiten zusammen, reden miteinander, entwickeln sich gemeinsam. Das freut mich sehr.“

No replies yet
Loading new replies...
Join the full discussion at the Barçawelt-Community →