Ansu Fatis Tor reicht nicht: Barça spielt bei Osasuna nur Remis

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Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte kam der FC Barcelona gegen CA Osasuna nicht über ein 2:2 hinaus. Dabei erzielte der 16-Jährige Ansu Fati sein erstes Pflichtspieltor für Barça. Am Ende macht ein unnötiges Handspiel Gerard Piqués den Auswärtssieg zunichte.

Wenngleich der Gegner FC Barcelona hieß, dachte Osasuna überhaupt nicht daran, sich zu verstecken. Vom Anpfiff weg setzten sie Barça mit ihrem hohen Pressing unter Druck. Die Katalanen hatten derweil Probleme, ihr Spiel aufzubauen. So war es in den ersten Minuten Piqué, der den Ball mehrmals lange nach vorne spielte, um Osasunas Pressing so zu umgehen.

Perfekter Start für Osasuna

Zu einer Torchance kam man jedoch noch nicht – anders als die Rojillos. Nach einer eigentlich bereits geklärten Ecke verlor Barça im Vorwärtsgang den Ball. Lenglet lies sich daraufhin an der Strafraumkante von Brandon vernaschen, dessen Flanke den im Rücken der Abwehr lauernden Roberto Torres fand, der von Ball volley mit links im Tor versenkte (7.).

Im Anschluss zog sich der Gastgeber jedoch keinesfalls zurück. Vielmehr setzten die Mannen aus Navarra ihr bis dahin erfolgreiches Rezept fort und spielten sich bei eigenem Ballbesitz gerne auch mal bis an den Strafraum der Katalanen vor. Wenn sie dann doch einmal hinten drin standen, taten sie dies sehr kompakt und taktisch diszipliniert, was dafür sorgte, dass Barcelona kaum Raum hatte, um sich zu entfalten.

Ohne weitere nennenswerte Aktionen endete dann die erste Halbzeit, für die Blaugrana eine zum Vergessen. Trotz 76 Prozent Ballbesitz stand letzten Endes kein einziger Torabschluss zu Buche. Eine furchterregend-schwache Hälfte des spanischen Meisters.

Fati trifft – Valverdes goldenes Händchen

Es dauerte bis in die 51. Minute, ehe Barça das erste Mal gefährlich vor das Tor kam – und das gleich erfolgreich. Nach einer Hereingabe von Pérez stand der zur Pause für Nelson Semedo eingewechslte 16-Jährige Ansu Fati in der Mitte goldrichtig und köpfte den Ball zum Ausgleich – und seinem ersten Pflichtspieltor für die Blaugrana – ein. Damit ist der Junge aus Guinea-Bissau mit 16 Jahren und 304 Tagen der drittjüngste Torschütze in der La-Liga-Geschichte.

Das Spiel wurde nun offener, und Barça setzte sich mehr und mehr am Strafraum Osasunas fest. In der 64. Minute eroberte Sergio Busquets genau dort den Ball. Dieser gelangte daraufhin zu Pérez, welcher ihn widerum auf den kurz zuvor eingewechselten Arthur ablegte. Der Brasilianer liess sich nich zweimal bitten und zirkelte die Kugel unhaltbar in lange Eck. Das Spiel war gedreht – dank der beiden Joker. Valverde bewies bei seinen Einwechslungen also ein goldenes Händchen.

Piqué schenkt Elfmeter her

Osasuna gab sich jedoch nicht auf, und bekam schließlich in der 81. Minute, nach einem total unnötigen Handspiel von Piqué, einen Elfmeter zugesprochen. Diesen versenkte Roberto Torres sicher in den Maschen – ein Doppelpack für den 30-Jährigen.

Die Katalanen warfen noch einmal alles nach vorne, doch Carles Pérez vertendelte die Großchance zur erneuten Führung frei vor Osasunas Torhüter. Somit blieb es beim 2:2. Ein Ergebnis, mit dem das Heimteam sicherlich besser leben kann als der FC Barcelona. Mit vier Punkten nach drei Spieltagen geht die Blaugrana, die aufpassen muss, dass die Rivalen Real und Atlético Madrid ihr tabellarisch nicht enteilen, nun in die Länderspielpause.

Osasunas Rekordjagd geht derweil weiter. Nicht nur haben sie ihre eigenen Bestmarke von 656 Pflichtspielminuten ohne Gegentor gebrochen (bevor Ansu Fati das 1:1 erzielte waren die Rojillos seit dem 22. April 2019 ohne Gegentreffer), sie bleiben auch weiterhin im heimischen Estadio El Sadar ungeschlagen – seit nunmehr 17 Monaten.

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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