Araujos Traumtor reicht nicht: Fahriges Barça spielt gegen Valencia nur remis

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Der FC Barcelona musste sich in einem zerfahrenen Spiel gegen den FC Valencia mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Nach schwachem ersten Durchgang brachte Ronald Araujo Barça sehenswert in Front, doch zum Sieg reichte es nicht. Der Spielbericht.

Drittes Heimspiel binnen einer Woche – nun gab es den ersten Punktverlust: Der FC Barcelona empfing am Samstagnachmittag am 14. Spieltag in La Liga den FC Valencia, kam da aber nur zu einem enttäuschenden 2:2. Ronald Koeman sorgte bei der Aufstellung erneut für Aufsehen, denn wie schon beim 2:1 gegen Real Sociedad am Mittwoch saß Clement Lenglet – eigentlich in Piqués Absenz der designierte Abwehrchef der Blaugrana – abermals nur auf der Bank. Koeman vertraute erneut dem jungen Innenverteidiger-Duo Oscar Mingueza und Ronald Araujo.

Im Mittelfeld bekam Frenkie de Jong eine Pause, Co-Trainer Alfred Schreuder erklärte vor dem Spiel, der Niederländer habe „ein paar Beschwerden“, daher wollte man kein Risiko eingehen. So begannen Pedri und Coutinho im zentralen Mittelfeld, dahinter zog Sergio Busquets wie gewohnt die Fäden, davor bildeten Messi, Braithwaite und Griezmann das Sturm-Dreigestirn.

Valencia stellt Barça vor Probleme – Diakhaby köpft ein

So lief Barça also wie zuletzt auch im 4-3-3 auf, allerdings ging in dieser Formation im ersten Durchgang überhaupt nichts zusammen. Barça tat sich gegen den dichten Abwehrblock der Valencianer schwer – während die Fledermäuse immer wieder gute Konter setzten und die Katalanen so vor massive Probleme stellten. Schon Araujo blockte die Kugel in höchster Not ab, kurz darauf parierte Marc-André ter Stegen Solers Schlenzer stark. Barça bettelte in dieser Phase ziemlich um den Gegentreffer, der dann auch folgerichtig fiel: Die darauffolgende Ecke köpfte Diakhaby unbedrängt wuchtig in die Maschen (29.).

Messi trifft im Nachschuss und egalisiert Pelé-Rekord

Zaghafte Versuche von Coutinho (weit drüber) und Griezmann (Kullerball in die Arme Domenechs) blieben in der Folge die einzigen Torannäherungen einer schwachen Blaugrana, die sogar um ein Haar das 0:2 kassiert hätte, doch ter Stegen parierte Gomez‘ freien Kopfball bärenstark (45.).

Auf der Gegenseite bekam Barcelona plötzlich aus dem Nichts einen schmeichelhaften Elfmeter: Gaya berührte Griezmann leicht an der Schulter, dieser sank darnieder. Schiedsrichter Hernandez nahm das zum Anlass, nicht nur Elfmeter zu pfeifen, sondern Gaya auch noch Rot zu zeigen. Nach Intervention des VAR nahm Hernandez anschließend die Rote kurioserweise zurück, nicht aber den Strafstoß. 

Messi trat an – und scheiterte an Keeper Domenech, doch Albas verunglückte Hereingabe drückte La Pulga per Kopf aus einem Meter dann doch über die Linie (45.+5). Der Ausgleich und Messis 643. Tor für den FC Barcelona – damit egalisierte er Pelés Uralt-Rekord.

Golazo: Araujo trifft per Seitfallzieher

Zur Pause brachte Koeman durchaus überraschend den vermeintlich angeschlagenen de Jong für Busquets – doch die erste Großchance hatte Valencia durch Cheryshev, der freistehend aber kläglich vergab (47.). Das sollte sich umgehend rächen, denn Araujo nagelte die Kugel per Seitfallzieher sehenswert zum bis dato unverdienten 2:1 für die Hausherren ins Tor – was für ein Golazo (52.). Kurz darauf bot sich Braithwaite sogar die Chance aufs 3:1, doch Domenech entschärfte seinen Kopfball aus kurzer Distanz.

In der Folge bekam Barça endlich Kontrolle über die Partie, Valencia stand tief und lauerte auf Gegenstöße, die Katalanen suchten die Lücke. Doch in dieser Phase fiel ebenfalls aus dem Nichts das 2:2: Gaya brachte die Kugel in die Mitte, Gomez kam einen Moment früher als Mingueza an den Ball und spitzelte die Kugel über die Linie (69.).

Nun reagierte die Blaugrana wütend, Schüsse von Mingueza und Coutinho wurden von Domenech entschärft. Die Koeman-Elf drückte auf die Führung, Coutinho verpasste diese mit einen Schuss aufs lange Eck um Haaresbreite (78.). In der Schlussphase gingen die Katalanen merklich auf dem Zahnfleisch, sodass es letztlich bei einer verdienten Punkteteilung blieb –  zu fahrig und unkonzentriert hatte Barcelona über die 90 Minuten agiert. Durch das Unentschieden tritt Barça in der Tabelle La Ligas weiter auf der Stelle – und hat eine große Chance vertan, näher an die Top 3 heranzukommen.

 

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