Atlético zurück zur Bestform: Barças Mammutaufgabe im Wanda

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Nach der Länderspielpause trifft Barça auf das in der Liga noch ungeschlagene Atlético Madrid – das sich zuletzt in herausragender Verfassung präsentierte. Luis Suárez wird nicht mit von der Partie sein, die Hoffnungen liegen auf einem anderen formstarken Atleti-Akteur. Die Vorschau zum Spiel. 

Der FC Barcelona gastiert am Samstagabend im Estadio Wanda Metropolitano zum schweren Topspiel bei Atlético Madrid, dabei muss Barça bekanntlich ohne zwei Stammspieler auskommen: Ansu Fati, der nach Meniskus-Operation bis in den Frühling ausfallen wird, und Sergio Busquets, der sich eine Knie-Blessur zugezogen hat.

Positive Corona-Tests bei Suárez und Torreira

Doch auch die Gastgeber sind von personellen Sorgen geplagt. Ausgerechnet Luis Suárez wird den Colchoneros wegen einer Corona-Infektion nicht gegen Ex-Club Barça zur Verfügung stehen. Das Wiedersehen mit den Katalanen nach seinem kontroversen Wechsel im Sommer bleibt also vorerst aus und Diego Simeone muss auf einen seiner wichtigsten Spieler verzichten.

Es wäre das spannende Aufeinandertreffen mit dem Uruguayer geworden, gerade für die Kumpels Messi und Suárez natürlich – aber auch für Barças Abwehrspieler Gerard Piqué und Clement Lenglet. Auch sportlich ist das ein Schlag für die Rojiblancos, denn Suárez erwies sich schnell als Verstärkung, was durch fünf Tore in sechs Spielen gekennzeichnet wird. Bei keinem Spieler in Spaniens höchster Spielklasse ist der Wert der Non-Penalty Expected Goals (der knapp unter 0,8 liegt) höher als beim 33-Jährigen. Neben Suárez ist auch Landsmann Lucas Torreira mit dem Virus infiziert, wodurch Cholo Simeone nicht auf ihn zurückgreifen kann. Die Arsenal-Leihgabe zeigt jedoch – wie Suárez – keinerlei Symptome. 

Atléticos Start nach Maß 

Auch diese beiden Neuzugänge trugen dazu bei, dass Atleti das einzige Team in LaLiga ist, das noch keine Saisonniederlage hinnehmen musste. Nachdem man sich zu Beginn dieser Spielzeit gegen Huesca und Villarreal schwer tat, klare Chancen herauszuspielen (was zu zwei torlosen Unentschieden führte), zeigten sich die Colchoneros seitdem zielstrebiger im Offensivspiel.

Auch aus taktischer Hinsicht entwickelte Atlético Madrid sich weiter. Aus dem berüchtigten 4-4-2 wird in Ballbesitzsituationen stellenweise ein 3-1-5-1 mit offensiv agierenden Außenverteidigern und einem sich fallen lassenden João Félix. Der 21-Jährige nimmt in Atletis Spiel nach vorne eine entscheidende Rolle ein, nachdem er letzte Saison noch nicht überzeugen konnte.

Drei Assists und fünf Tore aus sieben Spielen sprechen für den jungen Portugiesen und haben einen großen Anteil daran, dass die Truppe Simeones nicht nur bisher ungeschlagen sind, sondern auch saisonübergreifend bei 23 ungeschlagenen Spielen in Folge steht. Kein anderes Team aus einer europäischen Topliga kann dies überbieten. Barça hingegen konnte nur eines der letzten fünf Spiele in der Liga gewinnen. Dennoch gilt die Blaugrana als Angstgegner der Rojiblancos und ist darum bemüht, seine Serien fortzuführen. 

Seit mittlerweile 20 Partien warten die Gastgeber auf einen Sieg gegen den FC Barcelona. Zu Hause gelang Atleti in den letzten zehn Spielen zusätzlich nie mehr als ein Treffer. Trainer Diego Simeone konnte im Ligabetrieb noch nie gegen die Katalanen gewinnen. Neben sechs Unentschieden unterlag er Messi und Co. elf Mal.

Außerdem zeigte sich Barça stets unbeeindruckt von der Heimmacht Atléticos. So sind die Katalanen im Wanda Metropolitano in drei Aufeinandertreffen noch ungeschlagen und sind darauf bedacht, der erste Verein zu werden, der Diego Simeones Männern zwei Niederlagen im eigenen (neuen) Stadion beibringt. Atleti ist seit nunmehr saisonübergreifend 18 Spielen zu Hause ungeschlagen; die letzte Niederlage fügte ihnen eben der FC Barcelona zu. 

 

 

Benjamin König
Fútbol, Calcio, Fotball - in Spanien, Italien, Skandinavien. Redakteur bei Barçawelt, Podcaster bei Polarlichtspiel - dem skandinavischen Fußballpodcast
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