Barça gegen Valladolid: Rehabilitierung für Prag

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Nach einem erschreckend schwachen Auftritt gegen Slavia Prag gilt es beim FC Barcelona, Ursachenforschung zu betreiben und eine Reaktion zu zeigen. Gegen ein zurzeit stark aufgelegtes Real Valladolid könnte ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung gemacht werden. Die Vorschau zum Liga-Duell am 11. Spieltag.

So schnell kann es gehen. Nach dem Auswärtssieg in Eibar schien es noch so, als sei der FC Barcelona auf dem Weg zur Normalform. Die daraufolgende Champions-League-Partie bei Slavia Prag entwickelte sich für die Katalanen jedoch prompt zu einem weiteren Tiefpunkt dieser noch so jungen Spielzeit. Der zuvor verzeichnete Leistungsanstieg war wie weggeblasen, die Probleme dieser Mannschaft scheinen tatsächlich tiefer zu liegen.

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Zum Glück hat Barça nun ein Heimspiel gegen einen vermeintlich „Kleinen“ der Liga, Dienstagabend (21:15 Uhr) geht es im Camp Nou gegen Real Valladolid. Doch Vorsicht: Die Pucelanos sollte man in dieser Saison keinesfalls unterschätzen, das haben schon Real und Atlético Madrid am eigenen Leib erfahren, beide kamen überraschend nicht über ein Remis gegen Valladolid hinaus. 

Real Valladolid: Abstiegskandidat mit kleinem Höhenflug

Die Kastillier spielen eine für ihre Verhältnisse erstaunliche Saison, sind seit nunmehr fünf Partien ungeschlagen (unter anderem nach Unentschieden im Bernabeu, im San Mames und daheim gegen Atlético) und haben überhaupt erst zwei Saisonspiele verloren. Das beschert dem Team von Trainer Sergio González derzeit einen hervorragenden achten Rang.

Letztlich wird es für die Blanquivioletas sehr wahrscheinlich dennoch nur um den Klassenerhalt gehen. Mit Siegen gegen die direkten Rivalen Espanyol Barcelona und den SD Eibar haben sie sich aber immerhin schon einmal ein kleinen Vorspung auf die Abstiegsplätze herausgespielt.

Besonders wichtig sind dabei die beiden Offensivakteure Sergi Guardiola und Óscar Plano (jeweils drei Saisontore), die ihrem Team derzeit dabei helfen, die Angriffschwäche aus vergangenen Jahren zu bekämpfen. Doch auch die Defensive rund um Kiko Olivas und dem 20-jährigen Eigengewächs Mohammed Salisu ist derzeit in sehr guter Verfassung, Valladolid musste in den vergangenen fünf Partien gerade einmal zwei Gegentore hinnehmen.

Gerard Piqué und Sergi Roberto kehren zurück

Auf Barça wartet also auf dem Papier eine machbare Aufgabe, und der Anspruch der Katalanen ist es natürlich, seine Heimspiele zu gewinnen, gerade gegen (vermeintliche) Abstiegskandidaten. Doch nicht zuletzt die Darbietung bei Slavia Prag hat gezeigt, dass man den Gegner niemals nach Namen oder Renommee bewerten sollte.

Das freie Wochenende durch die Verschiebung des Clásicos hat man beim FC Barcelona hoffentlich auch dafür genutzt, um das Spiel in Tschechien aufzuarbeiten und zu analysieren, ganz so, wie es Matchwinner Marc-André ter Stegen direkt nach der Champions-League-Partie einforderte, als er sagte: „Wir haben nicht das Level gezeigt, auf dem wir sein wollen. Wir müssen über einige Dinge sprechen.“

Personell sieht es bei der Mannschaft von Ernesto Valverde derweil gut aus: Nach abgesessener Gelbsperre wird Gerard Piqué in den Kader und die Startaufstellung zurückkehren. Sergi Roberto hat nach überstandener Knieblessur wieder mittrainiert, ob er gegen Valladolid schon einsatzfähig sein wird, bleibt abzuwarten. Noch nicht mit dabei wird wohl Samuel Umtiti sein, der weiterhin an Kniebeschwerden laboriert und auch Sonntag noch nicht mit der Mannschaft trainieren konnte.

Wiedergutmachung für Leistung in Prag

Durch die Pause am Wochenende sollten alle Stammspieler ausgeruht sein, mit größerer Rotation ist also nicht zu rechnen. Die Kernfrage dürfte höchstens sein: Bekommt Ivan Rakitic von Valverde mal einen Startelfeinsatz ‚geschenkt‘, um das nötige Selbstvertrauen und auch den Spiel-Rhythmus zu erlangen, und womöglich auch als Besänftigung und Belohnung für den unglücklichen Kroaten, der Medienberichten zufolge auf dem Einkaufszettel von Inter Mailand stehen soll

Nicht im Kader steht Ousmane Dembélé, dessen zwei-Spiele-Sperre nach Schiedsrichterkritik nun für das Heimspiel gegen Valladolid gilt, nachdem der Clásico ausgefallen ist. Doch egal mit welcher Aufstellung: Barça sollte die Partie konzentriert angehen – zum einen, um den unbequemen Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, zum anderen, um sich für die schwache Partie in Prag zu rehabilitieren.

Alex Truica / Bastian Quednau

 

Dieser Artikel wurde um 20:55 Uhr editiert, Anm. d. Red.

Alex Truica / Bastian Quednau
Redakteur und Autor bei Barçawelt sowie bei Film-Rezensionen.de
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