Barça zu Gast bei Alaves: Platzt der Knoten bei Griezmann und Messi?

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Nach zwei Topspielen bestreitet der FC Barcelona mal wieder ein Spiel gegen einen auf dem Papier unterlegenen Gegner. Das Mendizorrotza, Stadion von Deportivo Alavés, galt in den vergangenen Jahren als gutes Pflaster für die Katalanen, die in der Defensive experimentieren können. Die Vorschau zum Spiel.

Nach intensiven Spielen gegen Real Madrid und Juventus Turin in der vergangenen Woche richtet sich der Fokus auf Ronald Koeman und seine Personalentscheidungen. In Wochen des ständigen Rotierens kommen vor allem die Offensivspieler zu ihrer Chance, sich zu beweisen. Gegen Deportivo Alavés besteht angesichts der anstrengenden letzten Spiele und mit Blick auf die kommende Champions-League-Partie gegen Dynamo Kiew also die Chance für Koeman, Neues auszuprobieren.

Wer rotiert im Sturm auf die Bank, wer aufs Feld?

Spannend bleibt die Personalie Antoine Griezmann. Der Franzose zeigte gegen Juventus Turin als Mittelstürmer eine engagierte Leistung und hatte bei zwei Pfostentreffern Pech. Griezmann wird darauf bedacht sein, an diese Leistung anzuknüpfen, um endlich seinen ersten Saisontreffer zu markieren.

Auch Lionel Messi sehnt sich danach, einen Knoten platzen zu lassen. So traf La Pulga diese Saison wettbewerbsübergreifend zwar schon dreimal, jedoch immer vom Elfmeterpunkt aus. Bei zehn Treffern aus neun Spielen gegen Alavés bringt dieser Gegner also die besten Voraussetzungen für Messis ersten Treffer aus dem Spiel heraus mit.

Es sei denn, auch der Argentinier bekommt mal eine Verschnaufpause, nachdem er bisher jedes Spiel über die volle Distanz ging. Dafür könnte Pedri sich beispielsweise wieder auf der Zehn beweisen, der auf dieser Position bei der Auswärtsniederlage gegen Getafe einer der wenigen Lichtblicke aus Barças Sicht gewesen ist. Auf der Außenbahn bewerben sich mit Francisco Trincão, Ousmane Dembélé und Ansu Fati drei Spieler – sofern Pedri im Zentrum auflaufen wird – für die beiden Flügelpositionen. Vor allem letztere beiden zeigten sich in den vergangenen Tagen in Form. 

Barças dünne Innenverteidigung 

In der Defensive gehen Koeman nach Ronald Araújos Verletzung gegen Juventus die Optionen aus. Mit Gerard Piqué, der unter der Woche noch Rot-gesperrt fehlte, und Clément Lenglet bleiben dem Niederländer nur noch zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung. Dennoch könnte auch Frenkie de Jong in der Innenverteidigung gegen Alavés auflaufen, schließlich gilt El Glorioso mit fünf Treffern aus sieben Spielen nicht als das offensivstärkste Team der Liga und würde somit Barça erlauben, hinten zu experimentieren.

Gegen Juve spielte de Jong schon eine Halbzeit auf dieser Position und wusste dabei durch einen geordneten Spielaufbau sowie hervorragendes Stellungsspiel zu überzeugen. So bleibt es nicht ganz unwahrscheinlich, dass der Niederländer seine zuletzt abgerufene Leistung auf dieser Position untermauern darf, während Lenglet eine Pause gegönnt wird. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass de Jong selbst mal auf der Bank Platz nehmen darf, nachdem er zuletzt jedes Spiel von Anfang an bestritten hat.

Mehr Konkurrenzkampf gibt es zweifelsohne um den Startplatz auf der rechten Außenverteidigerposition. Sergi Roberto und Sergiño Dest wollen ihren Anspruch auf den Startelfplatz untermauern, da Roberto jedoch gegen Juventus zum Einsatz kam, wird aller Voraussicht nach Dest im Baskenland den Platz betreten. Zudem muss Koeman darauf achten, wie es um Jordi Alba steht, der nach seiner Verletzungspause direkt wieder gegen Real Madrid und Juventus Turin spielte, wo er in intensiven Spielen zu einigen umkämpften Privatduellen gezwungen wurde, allen voran mit Juan Cuadrado. So könnte auf links auch Junior Firpo zu seiner Chance kommen, sich zu beweisen und als Option anzubieten. 

Minimalisten aus Alavés 

Die letzten Duelle gegen die Babazorros lassen sich durchaus sehen. Die letzten sieben Ligaspiele gegen die Basken konnten die Katalanen für sich entscheiden, fünf davon gar ohne Gegentor. Dazu kommt, dass das Team, das in dieser Saison sein hundertjähriges Jubiläum feiert, die letzten sechs Heimspiele gegen den FC Barcelona ohne eigenes Tor blieb.

Zuletzt gewann die Blaugrana mit 5:0 im Mendizorrotza, schoss sich hier am letzten Spieltag der letzten Saison den Frust der verpassten Meisterschaft von der Seele. Auch in dieser Saison zählt der Abschluss nicht zu den Hauptdisziplinen des Teams von Pablo Machín. Die bereits erwähnten fünf Treffer bisher gelten als ein Grund für Tabellenplatz 15. Doch der gebürtige Stuttgarter Joselu und der 32-jährige Lucas Pérez sind bestrebt, diese Statistik aufzubessern. Joselu konnte jedoch seit dem zweiten Spieltag nicht mehr ein eigenes Tor bejubeln, Pérez hingegen ist noch ohne Torerfolg in dieser Spielzeit, konnte sich aber nach zuletzt auffälligen Leistungen einen Stammplatz ergattern. Ob dies die richtigen Voraussetzungen für die Beendigung sämtlicher Negativserien gegen Barça sind, bleibt abzuwarten. 

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