Barças Serie bei Atlético endet: Ter Stegens missglückter Ausflug kostet Punkte

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Im Spitzenspiel des 10. Spieltags in La Liga musste der FC Barcelona nach einer müden Vorstellung die nächste schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Bei Atlético Madrid sorgte ein verpatzter Ausflug von Marc-André ter Stegen für eine bittere Pleite, bei der die Sorgenfalten auf Ronald Koemans Stirn größer werden – auch weil Gerard Piqué verletzt vom Platz musste.

Barcelonas ungeschlagene Serie gegen Atlético Madrid ist beendet: Nach 20 Ligaspielen gewannen die Rojiblancos am Samstagabend gegen Barça wieder, für Trainer Cholo Simeone war es der erste Liga-Sieg gegen die Katalanen als Atleti-Trainer überhaupt. 

Bei der knappen 0:1-Pleite im Wanda Metropolitano setzte Ronald Koeman auf die erwartete Formation: Sergi Roberto begann rechts hinten, Antoine Griezmann vorne in der Spitze, Pedri und Ousmane Dembélé besetzten die offensiven Flügel, während Philippe Coutinho erstmal auf der Bank Platz nahm.

Griezmann sorgte an der alten Wirkungsstätte auch direkt nach drei Minuten für das erste Ausrufezeichen, als er eine scharfe Hereingabe Dembélés aus kurzer Distanz über das Tor bugsierte. Auf der Gegenseite parierte Marc-André ter Stegen einen Weitschuss Sauls stark (5.).

In der turbulenten und intensiven Anfangsphase kamen erneut die Hausherren zu der nächsten Topchance, doch Marcos Llorente traf aus guter Position nur den Querbalken (12.) – Glück für die Gäste. Barcelona versuchte zu antworten, Messis Lupfer ging über das Tor (14.), wenig später kam Dembélés Anspiel nicht zu dem einschussbereiten Griezmann durch (15.).

Carrasco bestraft ter Stegens Ausflug

Die Partie verlor nach etwa 20 Minuten ein wenig an Fahrt, blieb zwar hochklassig, ohne aber mit weiteren Torraumszenen zu glänzen. So ging es allmählich Richtung Pause, ehe Messi aus dem Nichts nach starkem Zuspiel Jordi Albas halblinks erstaunlich frei vor Jan Oblak auftauchte. Aus spitzem Winkel zögerte La Pulga zu lange, sein Abschluss stellte Oblak vor keine Probleme (41.).

Kurz vor dem Pausenpfiff dann der Schock für Barça: Gerard Piqué leistete sich in des Gegners Hälfte einen Stockfehler, Marc-André ter Stegen eilte weit aus seinem Tor und versuchte beherzt, einen Steilpass auf Yannick Carrasco abzufangen, der Belgier kam jedoch früher an die Kugel, spitzelte diese durch die Beine des Keepers und schob ins leere Tor ein (45.+3) – das 1:0 für Atlético mit der letzten Aktion vor der Halbzeit, ein bitterer Moment für die Katalanen und ein unnötiger wie unverdienter Rückstand.

Die Rojiblancos kamen besser aus der Kabine und machten weiter Druck auf Barcelona, die jedoch die erste Großchance des zweiten Durchgangs verbuchen konnten: Nachdem Lenglet kurz zuvor einen harmlosen Kopfball genau auf Oblak ablieferte, tauchte er wenig später nach Messis Flanke frei vor dem Tor auf, setzte seinen zweiten Kopfballversuch aber kläglich in die Arme des Torwarts (57.).

Piqués Verletzung verschärft Personalprobleme

Koeman brachte Coutinho für Pedri in die Partie (57.), der Youngster war einem Gegner mit dieser Intensität nicht gewachsen. Wenig später der Schock für die Blaugrana: Abwehrchef Gerard Piqué musste nach einer Kollision mit Angel Correa verletzt vom Feld (62.), der Argentinier war ihm aufs Bein gefallen, dabei verdrehte sich Piqué das Knie. Mit großen Schmerzen und Sorgen im Gesicht humpelte er vom Platz, die Situation in der ohnehin dünn besetzten Innenverteidigung wir dadurch besorgniserregend.

Sportliche Höhepunkte waren derweil auf dem Platz kaum noch zu sehen, Barça wirkte mitgenommen. Atlético ruhte sich auf der Führung aus und lauerte auf Konter, während Barça sich beim Herausspielen von Torchancen äußerst schwer tat. Lediglich einen harmlosen Kopfball Griezmanns und einen abgefälschten Fernschuss Robertos sollten die Blaugrana noch zustande bekommen (82.), die somit die drei Punkte im Wanda Metropolitano lassen und in der Tabelle weiter an Boden verlieren. Die beeindruckende Serie von 20 Liga-Spielen ohne Pleite gegen die Rojiblancos, sie ist damit auch zu Ende.

 

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