Brennpunkte | Barças junge Wilde – Messis Brandrede zeigt Wirkung

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Beim 5:0-Kantersieg gegen Deportivo Alavés zeigte sich der FC Barcelona deutlich verbessert im Vergleich zum enttäuschenden Auftritt gegen Osasuna. Lionel Messi ging nach seiner Brandrede voran und auch seine Mitspieler legten mehr Engagement an den Tag – von den Eigengewächsen konnte insbesondere Riqui Puig begeistern. Die Brennpunkte.

Junge Wilde überzeugen

Quique Setién musste seine erste Elf auf einigen Positionen im Vergleich zum enttäuschenden 1:2 im Heimspiel gegen Osasuna verändern, sei es aus Verletzungsgründen oder Gelbsperren. So kam unter anderem Ronald Araujo zum Einsatz über die vollen 90 Minuten und machte seine Sache sehr ordentlich, nachdem er in den letzten Wochen regelmäßig zu Einwechslungen kam.

Ein weiteres Eigengewächs aus La Masia, das aber schon länger zur erweiterten Stammmannschaft zählt, ist Ansu Fati, der mit seinem siebten Saisontreffer auf sich aufmerksam machte und sich gegen Alavés auch wieder häufiger in Eins-gegen-Eins-Duelle traute.

Bei Barças jungen Wilden hervorzuheben war jedoch zweifelsohne Riqui Puig, der schon in den letzten Wochen stets zu gefallen wusste und gegen Alavés bei zwei Toren assistierte. Auch sonst glänzte der 20-Jährige mit seiner Ballbehandlung und Übersicht und leitete noch weitere Großchancen ein. Er sorgte für die oftmals im Spiel der Blaugrana vermisste Vertikalität und ist ein eindeutiger Gewinn für Barças Mannschaft. Kann er an diese Leistungen in Zukunft anknüpfen, ist er schon jetzt aus Barças Stammelf nicht mehr wegzudenken. Alle drei Youngster wussten zu überzeugen, was für die Zukunft Hoffnung macht – gerade, da der FC Barcelona in Zeiten des Coronavirus finanziell angeschlagen ist.

Wiederentdeckung des Flügelspiels

Auffälig war die Einbindung der beiden Außenverteidiger Jordi Alba und Sergi Roberto, die beide zu gefallen wussten. Vor allem im ersten Durchgang, als Barça die Partie bereits entschieden hatte, wurde wesentlich zielstrebiger als in den vorangegangenen Partien auch über die Flügel gespielt, was sich positiv auf das Spiel der Katalanen auswirkte.

Sergi Roberto nahm den Part von Semedo ein, war viel unterwegs auf der rechten Seite und leitete unter anderem den Treffer zum 2:0 mit seinem Pass auf Riqui Puig ein. Jordi Alba gab auf der linken Seite schon fast einen Linksaußen und bereitete sowohl das 3:0 auf Luis Suárez vor sowie in der zweiten Halbzeit einen weiteren Treffer seines Lieblingsabnehmers Lionel Messi.

Auch Nélson Semedo konnte sich auf dem rechten Flügel nach seiner Einwechslung noch auszeichnen und übernahm die Position von Roberto. Er war sehr engagiert auf der rechten Außenbahn nach seinem schwachen Auftritt gegen Osasuna und konnte gar das 4:0 erzielen. Mit Blick auf das kommende Spiel in knapp drei Wochen gegen den SSC Neapel, der Barça wohl – zieht man das Hinspiel in Betracht – mit einer sehr defensiven Heransgehensweise empfangen dürfte, sollte Barça auf eine konsequente Einbindung der Flügelpositionen Wert legen.   

 

Messis Brandrede zeigt Wirkung

Insgesamt wussten nicht nur die Jungspunde bei Barças Kantersieg zu überzeugen, auch die arrivierten Kräfte der Katalanen zeigten eine engagierte Leistung, was auch mit Lionel Messis Brandrede nach der Heimniederlage gegen Osasuna zusammenhängen dürfte, als er seine Mitspieler heftig kritisierte und die gesamte Saisonleistung als schwach bezeichnete.

Der Kapitän ging selbst mit gutem Beispiel voran und steuerte zwei Tore sowie eine Vorlage zum 5:0-Sieg bei, was ihm nebenbei den Rekord für die meisten Torvorlagen innerhalb einer La-Liga-Saison bescherte. Vom Argentinier angetrieben, präsentierten sich auch seine Kollegen deutlich verbessert und legten mehr Engagement an den Tag, es war mehr Bewegung im Spiel und so kamen die Katalanen zu vielen Abschlüssen vor allem in der ersten Halbzeit.

Wobei auch nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Gegner aus Vitoria-Gasteiz wahrlich nicht seinen besten Tag hatte und bei Temperaturen über 30 Grad große Lücken im Defensivverhalten offenbarte und nicht allzu viel Gegenwehr leistete. Dennoch kann man konstatieren, dass Messis Brandrede offenbar Wirkung gezeigt und seine Mitspieler bei der Ehre gepackt hat. Gegen den SSC Neapel muss nun an diese Leistung angeknüpft werden. 

 

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