Der nächste Gegner im Fokus: Espanyol Barcelona

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Unser Mitglied Joker hat den nächsten Gegner des FC Barcelona, Stadtrivale Espanyol Barcelona, etwas genauer unter die Lupe genommen und die Mannschaft bei ihrem 2:0 Sieg gegen Deportivo La Coruña in der letzten Liga-Partie des vergangenen Jahres beobachtet. Es steht zu erwarten, dass Espanyol gegen den FC Barcelona eine äußerst defensive Ausrichtung wählt, was aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass von Espanyol keine Gefahr herrührt. Ihr Stürmer Sergio García ist nicht zu unterschätzen, nahezu alle Angriffe laufen über den 29-jährigen Katalanen.

RCD Espanyol Barcelona – Deportivo La Coruña

Werfen wir einen Blick zurück auf den letzten Spieltag vor Weihnachten. Dort empfing Espanyol Barcelona vier Tage nach dem 2:2 Achtungserfolg bei Real Madrid das Team aus La Coruña. Im Übrigen treffen diese Saison alle Mannschaften vor ihrem Spiel gegen Barça auf diesen Gegner. Das sollte in Zukunft eine gewisse Vergleichbarkeit gewährleisten. Vor dem Anpfiff lagen die beiden Teams mit jeweils 12 Punkten auf den beiden letzten Plätzen der Primera División.Zu Beginn störten beide Mannschaften früh und konnten sich kaum Chancen erspielen. Sergio García schoss allerdings nach einem Fehlpass von Deportivo knapp am kurzen Pfosten vorbei. Ab der 10. Minute entwickelte sich ein hin und her, bei dem beide Teams häufiger in die Nähe des gegnerischen Tores kamen. Die Gäste versuchten das Spiel zu kontrollieren und beschleunigten ihr Spiel im letzten Spielfelddrittel. Die Gastgeber probierten es fast nur mit langen Bällen in die Spitze. Gute Chancen gab es trotzdem kaum; keinem der beiden Teams gelang es, aus dem Spiel heraus richtig gefährlich zu werden. Bei einer Ecke konnte dann allerdings La Coruña ein Zeichen setzen: Der Ball wurde zwar zunächst geklärt, fand nach einer weiteren Flanke dann aber einen Abnehmer, der am Keeper Casilla vorbei aufs Tor schoss. Ein Verteidiger hatte aber aufgepasst und die Gefahr gebannt.

Ähnliches spielte sich nach einer halben Stunde auf der anderen Seite ab: Wakaso Mubarak flankt den geklärten Ball in den Strafraum, wo Lux ihn wegfaustet – ungünstigerweise genau auf den Kopf von Simão, der den Ball gekonnt über den Torwart ins Tor zum 1:0 für Espanyol befördert. Vor der Pause traf Riki nach der einzigen schön herausgespielten Aktion von Deportivo dann noch das Außennetz; auf der Gegenseite scheiterte García bei einem flachen Schuss an Lux.In der zweiten Hälfte passierte eine halbe Stunde lang fast gar nichts. Espanyol hatte jetzt weniger Tempo im Spiel, ließ den Ball einige Zeit in den eigenen Reihen weilen, ging kein Risiko ein und ließ deshalb auch kaum etwas zu. Zwar zeigte La Coruña ein gutes Pressing, verlor den gewonnen Ball aber durch unüberlegte Angriffsversuche sofort wieder. Etwas Gefahr brachten nur die Ecken. In Minute 77 brachte dann Simão den Ball noch einmal für unsere Stadtrivalen aufs Tor, indem er einen Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf nahm – allerdings ohne Erfolg. Nach einem weiteren Freistoß hatte dann Deportivo eine Konterchance durch Oliveira, der aber an Casilla scheiterte. Zwei Minuten vor Schluss machte dann Christian Stuani alles klar. Er nahm einen Pass 15 Meter vor dem Tor an und traf dann aus der Drehung heraus ins linke untere Eck. Ursprung war hier erneut ein Eckball.

Statistik

Tore: 2(1) – 0(0)
Ballbesitz: 43% – 57%
Schüsse (aufs Tor): 9(5) – 16(4)
Ecken: 3 – 11
Fouls: 11 – 12
Abseits: 1 – 1
 

Spielweise und taktische Ausrichtung

Schauen wir uns jetzt noch die Spielweise von Espanyol Barcelona etwas genauer an. Wie der Gegner agierte man in einem 4-2-3-1. In der ersten Halbzeit gab sich Deportivo Mühe, das Spiel zu kontrollieren, scheiterte dabei aber. Espanyol stand hinten ziemlich sicher und suchte nach einer Balleroberung sofort den Weg in die Spitze, meist zu García, aber dazu gleich mehr. Der Ballgewinn fand dabei, begünstigt durch Fehler des Gegners, meist Mitten in der eigenen Hälfte statt. Beobachten konnte man auch ein „Überraschungspressing“, bei dem plötzlich 3 Spieler auf den Ballführenden losgingen und dabei meist erfolgreich waren. La Coruña kam zwar zu mehreren Abschlüssen, die aber sehr verzweifelt aussahen. In der zweiten Hälfte übernahm Espanyol die Kontrolle über das Spiel. Das Verteidigen war hierbei noch einfacher, da die Angriffe von Deportivo nach einer Balleroberung meist völlig unüberlegt waren und kläglich scheiterten. In der Offensivleistung von unseren Stadtrivalen ist besonders die Rolle von Sergio García zu betonen. Dieser wurde zwar offiziell als Mittelstürmer angegeben, befand sich aber genauso oft auf einem der beiden Flügel. Dort war er immer die erste offensive Anspielstation, ob bei Abstößen, Kontern oder aus dem eigenen Aufbauspiel heraus. García sollte somit in einer gewissen Weise der Spielmacher sein.

In den Angriff, der ungefähr gleich oft über links oder rechts stattfand, schalteten sich meistens nur der offensive Mittelfeldspieler, der als Einziger dauerhaft in der Mitte zu finden war, und ein Flügelspieler mit ein, in Hälfte zwei auch beide Flügelspieler. Häufig probierte García aber auch allein sein Glück, gerade dann, wenn kein Mitspieler in seiner Nähe war. Die beiden defensiven Mittelfeldspieler blieben bis auf wenige Ausnahmen weit zurück, um die Sicherheit zu wahren. Dadurch entstand oft eine große Lücke. Wahrscheinlich konnte aber gerade mit dieser das aggressive Pressing von Deportivo umgangen werden, da man bei einem erfolgreichen Pass auf García sofort mehrere Gegenspieler hinter sich ließ. Dieser konnte zwar nur selten eine richtige Chance erarbeiten, welche man aber aufgrund der Führung gar nicht mehr benötigte. Neben der herausragenden Leistung von Sergio García muss man noch den eigentlichen Ersatztorwart Kiko Casilla, der vor allem gegen Real Madrid überzeugen konnte, loben. Abschließend kann man sagen, dass es zwar bei beiden Mannschaften an großen Chancen gemangelt hat, aber die Angriffe von Espanyol stärker waren als die von La Coruña. Das ist bemerkenswert, da Espanyol defensiver agierte als der Gegner und auch weniger Ballbesitz hatte. Letztendlich geht das 2:0 völlig in Ordnung, wobei man trotzdem mit einer besseren Leistung auftreten muss, um nicht nur dem Tabellenletzten, sondern auch dem FC Barcelona gefährlich zu werden.

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