Der nächste Gegner im Fokus: FC Sevilla

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Der nächste Gast im Camp Nou ist der FC Sevilla. Das Zwischenfazit der Saison ist für die Andalusier nicht befriedigend. Ziel des Vereins muss eigentlich ein internationaler Startplatz sein, aber dazu fehlen noch ein paar Pünktchen. Da kam am letzten Spieltag das Team aus A Coruña genau gelegen. Gegen wen können drei Punkte wahrscheinlicher sein als gegen Deportivo, bei denen derzeit Niederlage auf Niederlage, Trainer auf Trainer folgt?

Spielverlauf FC Sevilla – Deportivo de La Coruña

An einem mit 17° sehr milden Februarabend und guten äußern Bedingungen gelang dem FC Sevilla ein Traumstart. Coke flankte den Ball von rechts in den Strafraum, wo ihn Ivan Rakitić per Kopf ins Tor beförderte (6‘). Die Spieler hatten sichtlich Spaß am Spiel und hätten kurz darauf noch nachlegen können. Negredos Pass konnte Reyes am linken Pfosten annehmen und dann quer zu Jesús Navas spielen, der dann aber am Keeper der Gäste scheiterte (9‘). Als Nächstes probierte es Kondogbia, als er aus der Distanz ins linke untere Eck zielte, aber auch hier konnte Aranzubia noch seine Finger an den Ball bekommen (22‘). Ein paar Zentimeter fehlten ihm dann aber, als Navas von rechts in den Strafraum spazierte und Gary Medel bediente, der die Kugel geschickt im Tor platzierte (28‘). Im Anschluss verpasste es Negredo, den Sack zuzumachen: Zwar hatte er sich gut freigelaufen, unterlag dem Schlussmann aber unter Bedrängung (31‘). Völlig überraschend meldete sich dann Deportivo zurück: Bei einem Konter scheiterte Riki an Beto, wonach Sevilla die Situation schon abhakte; doch der Ball wurde im Spiel gehalten und an die folgende Hereingabe bekam Riki seinen Fuß, womit er seiner Mannschaft doch noch den Anschlusstreffer bescherte (32‘). Kurz darauf hatte Deportivos Stürmerstar sogar noch die Chance auf den Ausgleich, nachdem er viel zu einfach in den Strafraum der Gastgeber gelangte. Sein Schuss ging allerdings ganz knapp über die Latte (37‘). Die nächste Möglichkeit gehörte wieder Sevilla. Wie schon der Rechtsverteidiger die Führung vorbereitete, gelang nun auch dem Linksverteidiger, Alberto Moreno, der eigentlich in der B-Mannschaft spielt, eine schöne Flanke in den Strafraum. Dort netzte dann Medel zum zweiten Mal ein und stellte somit den alten Vorsprung wieder her (40‘). Fast hätte Emir Spahić sogar noch das vierte Tor für die Gastgeber gemacht. Der Kopfball des bosnischen Innenverteidigers nach Ecke von Rakitić wurde aber abgewehrt (45‘).

Nicht weniger ereignisreich als die erste Hälfte, nach welcher der FC Sevilla verdient in Führung lag, verlief das Spiel nach dem Seitenwechsel. Die Chance, das Spiel zu entscheiden, hatte Negredo nach Hereingabe von Navas, doch ein Verteidiger bekam noch einen Fuß in den Schuss des Stürmers (50‘). Auf der Gegenseite wurde mit dem von der Freistoßmauer zurückspringenden Ball eine Flanke geschlagen, die Evaldo über den Kasten köpfte (53‘). Daraufhin begannen die Gastgeber das Match locker runterzuspielen, bis Deportivo einen Schlussspurt hinlegte, von dem sich Sevilla quasi anstecken ließ, so dass es Chancen im Minutentakt gab. Eingeleitet wurde dies durch Pizzi, der bei einem Konter aus schlechtem Winkel zum Abschluss kam, wodurch Beto wenig Probleme hatte (73‘). Auf der Gegenseite war Rakitić nicht erfolgreich, da er seinen Weitschuss einen Tick zu hoch ansetzte (75‘). Eine Riesenparade musste dann Sevillas Keeper bei einem Kopfball von Bruno Gama zeigen (77‘). Auch bei Oliveiras Kopfball zeigte der Torhüter eine fantastische Technik und lenkte den Ball noch an die Latte (82‘). Dann kam wieder Rakitić, dieses Mal im Zusammenspiel mit Navas. Der Kroate musste sich aber Aranzubia geschlagen geben (87‘). Auch Navas kam nach tollem Solo selbst noch zu einem Schuss, der aber über das Tor flog (89‘). Ebenso blieb der Nationalspieler bei einem Konter im Eins-gegen-eins glücklos (93‘). Letztendlich hätten noch viel mehr Tore fallen können, aber auch ein 3:1 gibt das Leitungsverhältnis gut wieder.

Statistik

Tore: 3(3) – 1(1)

Ballbesitz: 62% – 38%

Schüsse (aufs Tor): 16(9) – 9(6)

Ecken: 6 – 7

Fouls: 21 – 5

Abseits: 1 – 1

Spielweise und Taktik

Der FC Sevilla spielte in einem 4-2-3-1 System und dominierte die Begegnung klar. Er setzte auf einen kontrollierten Spielaufbau, was durch sicheres Passspiel gut gelang. Zusätzlich bildeten die Spieler Überzahlsituationen im Angriff, wodurch der ballführende Spieler viel Auswahl bei seiner Anspielstation hatte. Auffällig waren die gut besetzten Flügel, auf die auch immer wieder die Außenverteidiger vorstießen. Von dort konnten die Spieler gute Flanken in den Strafraum bringen, die auch oft gefährlich wurden. Das Spiel an sich war, obwohl auch der linke Flügel bespielt wurde, etwas rechtslastig. Auf der rechten Seite war auch die tragende Figur im Spiel zu finden: Jesús Navas. Dieser Mann ragte aus der guten Leistung der gesamten Mannschaft noch heraus und war praktisch überall zu finden, auch wenn der rechte Flügel sein Hauptareal darstellte. Die Offensive erspielte sich insgesamt zahlreiche Chancen, so dass man Kritik nur im Hinblick auf die Chancenauswertung in Hälfte zwei anbringen könnte.

In der Defensive stand man meist ziemlich sicher, aber dieser Eindruck wurde durch viele unnötige Fouls getrübt. Oft gingen die Spieler zu ungestüm in die Zweikämpfe, wodurch sich auch mehrere gute Freistoßsituationen für den Gegner ergaben. Standards konnten insgesamt aber gut verteidigt werden, so dass dieser Umstand keine Konsequenzen hatte. In die Defensive schalteten sich alle Feldspieler mit ein, die auch fast alle Angriffe des Gegners unterbinden konnten. Wirklich attackiert wurde aber erst in der eigenen Hälfte bis ca. 40 Meter vor dem eigenen Tor. Eigentlich hätte man auch die beiden Innenverteidiger loben können, die beispielsweise per Kopf viele Situationen entschärften, wären da nicht ein paar krasse Aussetzer gewesen. Gerade in der Schlussviertelstunde schien man hinten stark zu wackeln, was nicht nur an Deportivo lag, sondern auch an Unkonzentriertheiten der Abwehrspieler in Form von Stellungsfehlern. Die Defensive konnte also weitgehend überzeugen, aber einzelne Aussetzer und die überflüssigen Fouls ließen die Leistung weniger gut anmuten.

Wenn man gegen den FC Barcelona erfolgreich sein will, muss man dies also versuchen abzustellen. Sollte der FC Sevilla das schaffen, wird es nicht leicht, viele Tore zu schießen. Weiterhin könnte eine ebenso couragierte Angriffsleistung wie gegen Deportivo auch Barça vor Probleme stellen. Schauen wir mal, wie sich die Mannschaft von dem Spiel in der Woche erholt hat – fest steht zumindest, dass es kein Spaziergang wird.

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