Die nächste Schmach: Barça beschenkt Cadiz mit zwei Slapstick-Toren

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Der FC Barcelona hat auch das vierte Liga-Spiel in Serie nicht gewinnen können – und sich beim FC Cadiz sogar bis auf die Knochen blamiert und mit 1:2 verloren. Beide Gegentore erinnerten dabei an Slapstick, während sich Barça im Angriff an den Andalusiern die Zähne ausbiss.

Ronald Koeman setzte auch in Cadiz wieder auf die zuletzt bewährte Startaufstellung, vertraute erneut dem formstarken Martin Braithwaite im Sturm sowie Nachwuchsverteidiger Oscar Mingueza in der Abwehr. Mingueza bekam somit den Vorzug vor dem wiedergenesenen Ronald Araujo und stand zum vierten Mal in Folge in der Anfangself. Derweil reihte sich Antoine Griezmann wie zuletzt auch auf der Zehn ein, flankiert von Philippe Coutinho und Lionel Messi. 

Mingueza unglücklich – Cadiz trifft früh

Barça ging die Sache im Estadio Ramón de Carranza von Anfang an konzentriert an – fing sich dann aber nach einem Standard früh direkt den Gegentreffer: Eine Ecke köpfte der zuvor stolpernde Mingueza in Richtung eigenes Gehäuse, Marc-André ter Stegen hatte die Hand zwar noch dran, konnte den Kopfball seines Mitspielers aber nicht abwehren, während auf der Linie Alvaro Gimenez auf Nummer sicher ging, die Kugel (unnötigerweise) über die Linie drückte und so Mingueza immerhin statistisch gesehen das Eigentor ersparte (8.).

Barcelona hätte postwendend zum Ausgleich kommen können wenn nicht gar müssen, doch Coutinho schoss die Kugel aus spitzem Winkel über das leere Tor (14.), kurz danach scheiterte Braithwaite an Ledesmas Fußabwehr (17.).

Es sollten die einzigen guten Gelegenheiten des FC Barcelona im ersten Durchgang bleiben, denn anschließend fiel den Gästen gegen den dichten Abwehrriegel der Hausherren rein überhaupt nichts mehr ein. Ideenlosigkeit und Fehlpässe prägten das Spielgeschehen – satte 80 Prozent Ballbesitz verpufften so völlig, während Trainer Ronald Koeman und Co-Trainer Alfred Schreuder fassungslos und konsterniert auf der Bank dreinblickten.

Mingueza zur Pause raus, Dembélé kommt rein

Zur Pause reagierte Koeman, brachte Ousmane Dembélé für den blassen Coutinho und Pedri für Mingueza, sodass de Jong in die Innenverteidigung rückte. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff gab Messi eine erste Duftmarke ab, gut zehn Minuten später war die Kugel endlich im Gehäuse der Andalusier – wenn auch über Umwege und auch hier glücklich. Jordi Albas scharfe Hereingabe vor das Tor wurde von Pedro Alcala in die eigenen Maschen abgefälscht – 1:1 (57.).

Lenglet und ter Stegen mit Slapstick-Aktion

Doch der Gleichstand hatte nicht lange Bestand, denn hinten erlaubte sich Barcelona erneut eine Slapstick-Aktion ähnlich wie vor einigen Wochen bei Deportivo Alaves. Nach eigenem Einwurf wusste Lenglet die Kugel im Strafraum nicht zu kontrollieren, Negredo spritzte dazwischen, gewann den Pressschlag mit dem verdutzten ter Stegen und schob die Kugel locker ins leere Tor – ein unglaubliches Geschenk der Katalanen zum 2:1 für den Aufsteiger (63.). 

Fortan agierte die Blaugrana wieder höchstnervös, klare Angriffe waren wieder kaum welche zu erkennen – die Ausnahme bildete ein toller Schnittstellenpass von Busquets auf Dest, doch der Niederländer schoss die Kugel Millimeter neben das Gehäuse und vergab so die große Chance auf den Ausgleich (72.). 

Die nächste hatte der eingewechselte Miralem Pjanic, als er halblinks im Sechzehner auftauchte, doch Keeper Ledesma warf sich dem Bosnier bravourös entgegen und parierte den Schuss. Im direkten Gegenzug schoss Cadiz’ Joker Adekanye rechts vorbei (86.).

Barcelona mühte sich nach Kräften, kam gegen den andalusischen Abwehrriegel aber nicht mehr zum Ausgleich – und verlor so das nächste Auswärtsspiel nach enttäuschender Leistung total unnötig mit 1:2. In der La-Liga-Tabelle hat Barça damit schon satte zwölf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Atlético Madrid. Die Rojiblancos gewannen am frühen Abend 2:0 gegen Valladolid. Auch Real Madrid gewann sein Gastspiel beim FC Sevilla 1:0 und ist Barcelona schon sechs Zähler enteilt.

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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