Doppelter Doppelpack: Messi zaubert gegen Real Valladolid

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Zwei Tore, zwei Assists, und dabei eine Aktion atemberaubender als die andere: Lionel Messi war beim 5:1-Kantersieg des FC Barcelona gegen Real Valladolid am 11. Spieltag in La Liga der alles überragende Mann. Valladolid fiel derweil nur durch Ruppigkeiten auf.

Der FC Barcelona ging das Unterfangen Heimsieg gegen Real Valladolid mit zwei Änderungen in der ‘Gala XI’ an: Arturo Vidal begann im Mittelfeld anstelle des geschonten Arthur, während Ansu Fati auf der linken Außenbahn den Vorzug vor Antoine Griezmann bekam, der dafür auf der Bank Platz nahm.

Start nach Maß: Lenglet trifft früh

Die Katalanen wollten nach dem schwachen Auftritt in Prag nicht nur siegen, sondern auch durch eine gute Leistung überzeugen – und starteten direkt mustergültig in die Partie: Schon nach zwei Minuten traf Clement Lenglet per Volley aus dem Rückraum nach einer kurz ausgeführten Ecke, leicht abgefälscht schlug das Leder von der Unterkante der Latte hinter Keeper Jordi Masip ein (2.).

Barça hatte in der Folge eigentlich alles im Griff, doch plötzlich fingen sich die Katalanen nach einem Standard den Ausgleichstreffer: Die scharf vor das Tor gezogene Hereingabe Herreros wurde lang und länger, ter Stegen sah die Kugel spät und baggerte sie an das Knie von Olivas, von da rollte der Ball über die Linie – 1:1 (15.). Ein höchst unglückliches Gegentor aus dem Nichts.

Messi grandios – Vidal artistisch

Viel war in den Minuten danach nicht los im Camp Nou, Barça bewahrte die Ruhe (Spötter würden meinen: wirkte etwas behäbig), Valladolid machte seine Sache gut – bis Messi einen Geistesblitz hatte: Aus dem Fußgelenk schlenzte La Pulga einen grandiosen Pass auf den in den Strafraum durchlaufenden Vidal, der die Kugel per Direktabnahme artistisch ins rechte Eck spitzelte – 2:1 (29.).

Durch diesen Pass wachte Messi offenbar auf, denn kurz danach setzte der Argentinier einmal mehr in der ihm eigenen Manier einen Freistoß in die Maschen, der die Zuschauer im Camp Nou ins Staunen geraten ließ: Aus rund 27 Metern schoss Messi den Ball unhaltbar mit Zug und Spin ins rechte obere Eck, ein absolutes Traumtor zum 3:1 (34.). Bei Valladolid hingen jetzt die Köpfe, Messi servierte dem Gegner noch zwei Beinschüsse, und so ging es “nur” mit 3:1 in die Pause.

In Durchgang zwei hatte Ansu Fati, der bis dahin sehr fahrig wirkte, rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff die beste Chance: Messi zog das Tempo an und legte am Sechzehner rüber, doch Fati scheiterte an Keeper Masip. Kurz darauf verpasste Lenglet seinen zweiten Treffer per Kopf nach einer Ecke knapp. Ansonsten verwaltete Barcelona das Geschehen nach Belieben, während es den Anschein hatte, als hätte Valladolid seine komplette Courage in der Kabine gelassen.

Messis Doppelpack an Toren und Assists

Und so machte Barça dann eben kurzen Prozess: Der eingewechselte Rakitic bediente Messi, und La Pulga schweißte den Ball von der Strafraumkante zum 4:1 ins Netz (75.), kurz darauf bediente der Superstar mit der 10 seinen Sturmpartner Suárez mustergültig per Steilpass, der Uruguayer netzte locker zum 5:1 ein (77.). Valladolid fiel derweil nur durch Ruppigkeiten auf: Erst senste Sergi Guardiola völlig unnötig Piqué von hinten rüde um, dann stieg Herrero mit gestrecktem Bein gegen Busquets ein – beide Akteure sahen nur den Gelben Karton, kamen damit mehr als glimpflich davon.  

Quasi mit dem Schlusspfiff hatte Messi seinen Hattrick auf dem Fuß, schlenzte die Kugel zentral vor dem Tor aber knapp am Gehäuse vorbei – sodass es beim hochverdienten 5:1 für den FC Barcelona blieb, der sich dadurch tatsächlich mit einer guten Leistung für den Auftritt in Prag rehabilitieren konnte. 

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Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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