Espanyol Barcelona – FC Barcelona: Heißer Tanz im Derbi Barceloní – Barça im Kampf um die Meisterschaft

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Einmal kurz durchschnaufen, Schweiß abwischen und weiter geht’s. Nach dem souveränen Halbfinaleinzug des FC Barcelona in der UEFA Champions League steht für die Katalanen das nächste hochbrisante Spiel an: Das Stadtderby gegen Espanyol Barcelona. Gegen die Stadtrivalen sind drei Punkte in den viel-zitierten “Wochen der Wahrheit” Pflicht, will man doch zum einen die Tabellenführung weiterhin behaupten und zum anderen Erzfeind Real im Auswärtsspiel gegen Celta de Vigo unter Druck setzen.

Gesamtscore: 5:1. Was sich wie ein lässiger Sieg des FC Barcelona gegen ein unterklassiges Team in der spanischen Liga anhört, war in Wahrheit das Endergebnis einer unfassbar souveränen und konzentrierten Leistung gegen Frankreichs Meister und Champions-League-Titelaspiranten Paris Saint-Germain. Insbesondere das katalanische Sturmtrio konnte sich auf höchster europäischer Ebene auszeichnen. So avancierte Luis Suárez im Hinspiel zum umjubelten Matchwinner, während im Rückspiel Neymar der Ergebnisliste seinen Stempel aufdrücken konnte. Und PSG sollte gewiss nicht die letzte Mannschaft gewesen sein, bei dem das ‘Trio infernale’ gewirbelt hat.

FC Barcelona: Der Nachrichtendienst in Topform

Real Madrid hat es, und nun hat es auch den FC Barcelona getroffen. In einer Zeit, wo Abkürzungen zur Normalität geworden sind, scheint auch der Fußball davon nicht verschont geblieben zu sein. Nach dem Vorbild eines Nachrichtendienstes wirbelte das katalanische Sturmtrio, kurz ‘MSN’, in schon so einigen gegnerischen Defensivketten herum und konnte nicht nur zuletzt gegen Paris Saint-Germain einen spielentscheidenden Einfluss für Barça ausüben. Dieser Trend schlägt sich auch in der Statistik nieder: 95 Treffer konnte die Angriffsreihe in dieser Saison bereits erzielen – der katalanische Klubrekord liegt bei 100 Treffern in der Spielzeit 2008/09 mit dem damaligen Sturmtrio bestehend aus Messi, Eto’o sowie Henry.

Einem Einsatz von dem wirbelnden Trio sollte insbesondere gegen Espanyol auf keinem Fall etwas im Wege stehen. Doch wie sieht es mit den anderen Mannschaftsteilen aus? Andrés Iniesta konnte nach seiner kurzen Verletzungspause zuletzt gegen Paris wieder auflaufen und mit einem grandiosen Solo den Weg zum Sieg ebnen. Der kroatische Input in Form von Ivan Rakitić wurde gegen Valencia nicht von Anfang an aufgeboten und hat somit auch nur das Spiel gegen den französischen Meister in den Beinen. In der katalanischen Defensivzentrale könnte es allerdings durchaus zu Rochaden mit dem zuletzt kaum aufgebotenen Marc Bartra sowie Jérémy Mathieu kommen. Bei den etatmäßigen Außenverteidigern Alba beziehungsweise Alves könnte Enrique mit Adriano ebenso die Rotationsmaschine in Betrieb setzen. In diesen englischen Wochen kommt es darauf an, das richtige Maß zwischen Rotation und Stammkraft zu finden. Ein sehr schweres Unterfangen, doch der dichte Terminkalender verlangt Rotation.

Espanyol Barcelona: Der Erzfeind der etwas anderen Sorte im Aufwind

Mit dem Clásico besitzt die spanische Fußballgemeinschaft ein Duell, das nicht nur polarisiert, sondern ganz Spanien in zwei Lager teilt. Doch wer gedacht hätte, dass der FC Barcelona eine derartige Feindschaft nur mit dem Hauptstadtverein besitzt, der irrt. Die Duelle gegen den Rivalen aus der eigenen Metropole gehörten und gehören schon seit Jahrzehnten zu der ganz besonderen Sorte von Spielen unter Culés sowie den Periquitos. Wir haben uns bereits in einem eigenen Artikel intensiv damit beschäftigt und wollen auch dazu beitragen, dass der Mythos um die anti-katalanische Haltung bei Espanyol ins Reich der Fabeln verwiesen wird. Es ändert jedoch nichts an der Brisanz dieses Aufeinandertreffens.  

Doch zurück zum sportlichen Teil. Der RCD Espanyol Barcelona befindet sich aktuell wortwörtlich im Mittelfeld der Primera División, genauer gesagt auf Platz zehn. Mit zehn Punkten Rückstand auf einen möglichen Startplatz für Europa beziehungsweise 14 Punkten Abstand auf einem Abstiegsplatz besitzt die Mannschaft von Trainer González Soriano eigentlich wenig Potenzial für positive oder negative Veränderungen. Doch für die Truppe von Luis Enrique gilt es trotz alledem Vorsicht zu bewahren. Espanyols Power8-Stadium entwickelte sich in dieser Spielzeit zu einer Art kleinen Festung für gegnerische Mannschaften. Bislang ist man nur drei Mal als Verlierer vom Platz gegangen und belegt in der Heimtabelle den siebten Platz, nur 13 Punkte hinter dem FC Barcelona.

Und auch die derzeitige Form der Stadtrivalen sollte allen Culés Anlass zu erhöhter Vorsicht geben. In den vergangenen sechs Spielen ging der Stadtrivale nicht als Verlierer vom Platz und konnte dabei ebenfalls spanische Größen wie Athletic Bilbao, den Villarreal CF oder auch Atlético Madrid ärgern. Dabei konnte sich insbesondere das Stürmerduo Espanyols, bestehend aus Sergio García sowie Felipe Caicedo, auszeichnen. Beide Stürmer konnten zusammengerechnet bereits 20 Tore und neun Assists in dieser Spielzeit erzielen, womit mehr als die Hälfte der Tore Espanyols auf die Kappe dieser beiden Stürmer gehen. Es wird also von höchster Bedeutung für die Barça-Defensive sein, das stark aufspielende Duo so gut es nur geht aus dem Spiel zu nehmen und somit das Fundament für einen möglichen Sieg und weiteren drei Punkten im harten Liga-Titelkampf zu legen. Ein Sieg ist also Pflicht, sonst könnte der FC Barcelona dieses Wochenende bereits die Tabellenführung an Real Madrid verlieren.

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