FC Sevilla – FC Barcelona: Barça ist gewarnt – die Sevillanos sind immer für eine Überraschung gut

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Wenn der FC Barcelona ins Estadio Sánchez Pizjuán reist, steht ein echtes Topspiel in La Liga vor der Tür. Der FC Sevilla hat mit Trainer Unai Emery zwar noch nie gegen die Katalanen gewonnen, doch sind die jüngsten Begegnungen der beste Beleg dafür, dass die Andalusier einer der unangenehmsten Gegner der Liga sind. Im vergangenen April konnte man nach früher 2:0-Führung am Ende nur ein 2:2 mitnehmen, während im europäischen Supercup erst ein 5:4 nach Verlängerung erforderlich war, um die Sevillanos zu brechen. Eigentlich ein Kracher – nur stehen die Vorzeichen dieses Mal ein wenig anders.

Sevilla kommt nur schleppend in die Saison

Fünf Punkte, eine Tordifferenz von minus Fünf und ein magerer 16. Tabellenplatz stehen nach sechs Spieltagen zu Buche. Für die Ansprüche des amtierenden Europa-League-Siegers und Champions League-Teilnehmers deutlich zu wenig. Tatsächlich musste die Truppe von Trainer Emery einige Schlüsselspieler ziehen lassen, Carlos Bacca zog es zum AC Mailand, während Aleix Vidal inzwischen wieder in den Reihen des FC Barcelonas kickt. Im Gegenzug machte Sportdirektor Monchi seinem guten Namen aber auch alle Ehre und verstärkte den Kader mit Spielern wie Evgen Konoplyanka vom Europa-League-Finalisten Dnipro Dnipropetrovsk, Fernando Llorente, Ciro Immobile, Gaël Kakuta, Adil Rami und durch weitere Akteure. Das kann sich durchaus sehen lassen und Barça durfte sich beim jüngsten Aufeinandertreffen höchstpersönlich von der Qualität überzeugen.

https://www.youtube.com/watch?v=U_qHFzJR8y8

Nach einem 4:1-Rückstand kämpfte sich das neuformierte Sevilla wieder heran und zwang den FC Barcelona in einer der spektakulärsten Partien des Jahres in die Verlängerung. Schlussendlich reichte es – besonders aus Sicht von Unai Emery, der trotz aller guten Ansätze noch nie gegen die Blaugrana gewinnen konnte – wieder einmal nicht für etwas Zählbares, da Pedro mit seinem letzten Tor für den Verein in der 115. Minute doch noch den 4. Titel für Barça sicherte. In gewisser Weise steht dieses Supercup-Finale auch bildlich für den bisherigen Saisonverlauf: Kämpferisch stark, phasenweise spielerisch überragend, aber am Ende steht man doch mit leeren Händen da.

Zum Saisonauftakt verzweifelte man an der Abwehrmauer Málagas, die trotz ihres 18. Tabellenplatzes bislang die drittbeste Abwehr der Liga stellen, bevor im Anschluss Atlético Madrid mit 3:0 im Sánchez Pizjuán siegte. Bei Ballbesitzwerten von teilweise bis zu 70 Prozent wurden die Andalusier von der brutalen Effizienz der abgezockten Rojiblancos eiskalt erwischt. Nach diesem Schock kam man auch in Valencia bei UD Levante nur zu einem 1:1, konnte aber immerhin das erste Saisontor erzielen. Die Krise hatte aber noch nicht ihr Ende gefunden, gegen Überraschungsmannschaft Celta Vigo unterlag man mit 1:2 und selbst gegen Aufsteiger UD Las Palmas musste man sich mit 0:2 geschlagen geben. Am vergangenen Spieltag folgte dann jedoch die Erlösung, vor heimischen Publikum konnte Málaga Rayo Vallecano mit 3:2 niederringen und den ersten Dreier der Saison einfahren.

Wer sodann vermutete, dass die Formkurve wieder nach oben zeigt, sah sich jedoch beim Spiel unter der Woche getäuscht. In der schweren Auswärtspartie bei Juventus Turin ließ man jegliche Offensivqualitäten vermissen und unterlag am Ende verdient mit 0:2. Schlechtere Vorzeichen für eine Partie gegen den FC Barcelona kann es eigentlich kaum geben, aber wenn der Saisonauftakt im Supercup eines gezeigt hat, dann ist das die Tatsache, dass mit den Andalusiern immer zu rechnen ist, egal wie aussichtslos die Situation auch scheint. Vor dem eigenen heißblütigen Publikum ist dem FC Sevilla gegen einen Topklub immer eine starke Leistung zuzutrauen.  

Kader (FC Sevilla):

Sergio Rico, David Soria, Coke, Mariano, Andreolli, Kolo, Tremoulinas, Krychowiak, Cristóforo, Luismi, Nzonzi, Iborra, Krohn-Dehli, Reyes, Vitolo, Konoplyanka, Inmobile, Llorente und Gameiro.

  • Gaël Kakuta, Adil Rami, Beto, Daniel Carriço, Éver Banega und Nicolás Pareja fallen verletzungsbedingt aus

Barça kämpft mit Verletzungssorgen

Was gibt es von Barça zu berichten? Nun, ja: Lionel Messi fehlt. Andrés Iniesta wird aufgrund einer Verletzung nicht auflaufen wie auch Rafinha, Vermaelen und Adriano. Die gute Nachricht lautet aber wie folgt: Claudio Bravo ist wieder fit und bereit für den Kader des FC Barcelona. Laut spanischen Medien soll Luis Enrique bereits mit ihm planen. Es gehe dem Trainer aber nicht darum, ter Stegen wegen seinen Leistungen vom Feld zu nehmen; vielmehr wolle ‘Lucho’ den deutschen Torhüter ein wenig aus dem Rampenlicht nehmen, da dieser zuletzt einiges an Kritik einstecken musste. Unabhängig davon, weshalb Luis Enrique ter Stegen wirklich draußen lässt, gibt Bravo den Culés etwas, das dem deutschen Keeper manchmal noch fehlt: Stabilität. Unter dem Chilenen wirkt es so, als würde die Defensivreihe stabiler und sicherer stehen als unter ter Stegen. Zusätzlich kann Claudio Bravo mit seiner Erfahrung punkten. Auf der Position des Rechtsverteidigers wird voraussichtlich Dani Alves anzutreffen sein. In der Innenverteidigung scheint Piqué die einzige Konstante zu sein. Alles Weitere hängt davon ab, welche Pläne Luis Enrique mit Javier Mascherano verfolgt, ob er also angesichts der Verletzung von Andrés Iniesta eine Reihe nach vorne beordert wird. Und links bleibt zu hoffen, dass Jordi Alba Barça bereichert.

Das Mittelfeld der Blaugrana wird momentan immer schmaler. So gilt es aktuell beispielsweise, den Ausfall von Andrés Iniesta zu kompensieren. Sergio Busquets könnte, als kreativer Denker und Lenker – analog zu Javier Mascherano, der für die Stabilität sorgen könnte – ein wenig weiter vorne spielen. Rakitić dürfte im Mittelfeld der dritte im Bunde sein. Theoretisch wäre es aber auch gut vorstellbar, Sergi Roberto für Mascherano oder Rakitić auf dieser Position aufzustellen. Der Angriff Barças ist eigentlich genauso knapp besetzt wie das Mittelfeld. Neymar Jr und Suárez werden definitiv auf dem Platz stehen. Unterstützung sollten die beiden Südamerikaner entweder durch Sandro oder Munir erhalten. Letzterer wusste gegen Bayer Leverkusen nach einem länger dauernden Tief zu überzeugen und könnte sich für die Partie gegen Sevilla nominiert haben.

Hier nochmal die Highlights gegen Leverkusen:

https://www.youtube.com/watch?v=zTHMZYTLBuU

In den Medien macht angesichts der derzeitigen Lage ein 3-5-2-System die Runde mit Piqué, Mascherano und Bartra in der Innenverteidigung. Jordi Alba und Dani Alves treten hier als offensive Breitengeber auf und Busquets, Rakitic und Sergi Roberto bilden das zentrale Mittelfeld.

Es bleibt abzuwarten, wie der FC Barcelona spielen wird. Viele Ausfälle bedeuten viele Wechsel. Unter normalen Umständen muss ein Verein wie der FC Barcelona mit solchen Ausfällen umgehen können – aber welcher Verein spielt schon genauso stark wie davor, wenn plötzlich ein Andrés Iniesta und ein Lionel Messi im Team fehlen? Bereits gegen Leverkusen sah man phasenweise Probleme in der Defensive und vor dem Tor fehlte das nötige Fünkchen Glück. Erst zur zweiten Halbzeit konnten die Katalanen das Spiel an sich reißen und dieses glücklicherweise auch drehen. Die Culés können jedoch auf die Worte von Luis Enrique hoffen, denn die Titel gewinnen nicht nur elf Spieler, sondern dazu gehört ein ganzer Kader.

Kader (FC Barcelona):

Ter Stegen, Claudio Bravo, Douglas, Dani Alves, Jordi Alba, Bartra, Piqué, Mathieu, Cámara, Rakitic, Sergio, Mascherano, Sergi Roberto, Gumbau, Suárez, Neymar, Munir, Sandro

  • Iniesta, Messi, Rafinha, Vermaelen and Adriano fallen verletzt aus
  • Arda Turan und Aleix Vidal dürfen arst ab dem 04.01.2016 für den FC Barcelona spielen

Der 7. Spieltag in La Liga im Überblick

 

 

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