Fünf Tore, zwei Platzverweise: Barça dreht Rückstand in turbulentem Spiel bei Betis

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In einem turbulenten Spiel bei Real Betis konnte sich der FC Barcelona mit 3:2 durchsetzen und drei wichtige Punkte im Kampf um den Meistertitel einfahren. Die Katalanen drehten einen zweimaligen Rückstand im Benito Villamarín – dabei steuerte Lionel Messi drei Assists zum Auswärtssieg bei. Neben den fünf Toren gab es in der Partie zudem auch zwei Platzverweise.  

Barças Chefcoach Quique Setién nahm gegenüber der 0:1-Niederlage in der Copa in Bilbao vier Veränderungen vor: Den gelbgesperrten Piqué ersetzte Umtiti in der Innenverteidigung, Firpo, Vidal und Griezmann kamen für Alba, Rakitic und Fati in die Mannschaft.

Früher Rückstand – Schnelle Antwort

Kaum war das Spiel angepfiffen, da stand auch schon Schiedsrichter José María Sánchez im Blickpunkt: Erst pfiff er ein klares Foul an Messi nicht, wodurch Barça eine gute Konterchance genommen wurde, im direkten Gegenzug übersah er im Strafraum ein Handspiel von Lenglet nach dem Schuss von Fekir. Der VAR machte Sánchez Martínez auf den Vorfall aufmerksam, er sah sich die Szene noch einmal auf dem Bildschirm am Spielfeldrand an und entschied dann auf Strafstoß: Den fälligen Elfmeter verwandelte Canales sicher zur frühen Führung für Betis (6.) – es war bereits das siebte Gegentor für Barça in der Anfangsviertelstunde.

Die Antwort von Barça folgte aber postwendend: Messi spielte einen grandiosen Chip-Pass auf de Jong, der allein im Strafraum den Ball mustergültig mit der Brust annahm und mit rechts eiskalt vollstreckte (9.).

Es war viel Tempo im Spiel auf beiden Seiten, die frühen Tore trugen zu noch mehr Spektakel bei. Bei gegnerischem Ballbesitz presste Barça mit Messi, Griezmann und Vidal in vorderster Linie, bei eigenem Ballbesitz besetzten de Jong und Vidal immer wieder die Position in der Spitze – so auch beim Ausgleichstreffer durch den Niederländer.

Die Katalanen präsentierten sich sehr variabel in ihrem Positionsspiel und waren stets um Vertikalität in ihrem Spiel bemüht, die nächste gefährliche Abschlussaktion ließ dann aber etwas auf sich warten, bis zur 23. Minute: Griezmann spielte einen feinen Pass in die Schnittstelle der Abwehr, Messi stand dann bei seinem Schuss schon zu dicht vor Keeper Joel und konnte ihn per versuchtem Lupfer nicht überwinden.

Vidal patzt – Busquets mit dem Pausenpfiff

Barça schien auf bestem Wege das Spiel zu drehen, doch Arturo Vidal leistete sich einen schlimmen Ballverlust im Aufbau, Barça-Leihgabe Aleñá schaltete schnell um und bediente Fekir, der trocken aus 16 Metern in die lange Ecke traf – ter Stegen hatte keine Abwehrchance (26.).

Das zweite Gegentor hatte ein wenig Spuren hinterlassen im Spiel der Blaugrana, in den Folgeminuten konnte Barça nicht mehr den Druck und die Kreativität aus der Anfangsphase entwickeln – auf Seiten von Betis blieb Fekir stets brandgefährlich. Die letzte gefährliche Aktion der ersten Halbzeit hatten aber die Katalanen zu verzeichnen: Messi flankte einen Freistoß aus dem Mittelfeld weit in den Strafraum, Busquets konnte den Ball annehmen und im Fallen in die lange Ecke vollstrecken – der Ausgleich mit dem Pausenpfiff in einer turbulenten ersten Halbzeit (45.+3).

Messi mit Chancen nach Wiederbeginn

Barça kam gut aus der Kabine und erspielte sich schnell wieder ein optisches Übergewicht. Die erste Gelegenheit hatten die Katalanen schon nach zwei Minuten, als Vidal den Ball im Sechzehner zurück auf Messi spielte, doch Joel war auf dem Posten (47.).

In der Folge beruhigte sich das Spiel merklich, Betis lauerte auf Konter und Barça ging nicht mehr das hohe Tempo im Vergleich zum Beginn der Partie. Die nächste Chance nach einer guten Stunde hatte wieder La Pulga, doch seinen Abschluss mit rechts aufs kurze Eck konnte Joel abermals abwehren (62.). Fünf Minuten später hätte der Argentinier dann beinahe sein Traumtor aus dem Vorjahr im Benito Villamarín 1:1 kopiert, doch der Chip des Barça-Kapitäns verfehlte das lange Eck (67.).

Lenglet trifft – und fliegt 

Die Katalanen versuchten den Druck nun wieder zu erhöhen und wurden belohnt: Ein weiterer langer Freistoß von Messi fand Lenglet, der aus zehn Metern halbrechter Position in die lange Ecke köpfte – damit hatte Messi bei allen drei Toren assistiert (72.).

Barça hatte das Spiel nun auf seine Seite gezogen – und kurz darauf sah es noch besser aus für die Blaugrana: Fekir kassierte für ein handelsübliches Foul eine harte Gelbe Karte, doch der Offensivmann war mit der Entscheidung überhaupt nicht einverstanden und sah für sein Meckern direkt im Anschluss Gelb-Rot (76.).

Barça ließ sich allerdings nicht lange bitten und stellte sofort nummerische Gleichzahl her: Lenglet war nach seinem Handspiel schon Gelb-verwarnt und sah nach einem mehr als unnötigen Foul ebenfalls Gelb-Rot (79.). In der Schlussphase warf Betis alles nach vorne, doch die Andalusier kamen zu keinen gefährlichen Abschlüssen mehr. Barça hielt den Ball meistens sicher in den eigenen Reihen, spielte die Konter aber nicht sauber zu Ende – Messi wurde in der Nachspielzeit zudem ein Elfmeter verwehrt, als er von Bartra am Trikot gezogen wurde – so blieb es dann beim knappen wie verdienten 3:2-Auswärtssieg in einer spektakulären Partie.          

 

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