Griezmann vergibt Hochkaräter – Barça verliert durch diskutablen Elfmeter in Getafe

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Der FC Barcelona nutzt die Ausrutscher von Real Madrid und dem FC Sevilla nicht aus. Nach einem trägen Auftritt unterliegt Barça dem FC Getafe mit 0:1. Lionel Messi und Co. kamen in den 90 Minuten kaum zu Torchancen – die Größte vergab Antoine Griezmann.

Der FC Barcelona startete nach der Länderspielpause mit einem Gastspiel beim FC Getafe zurück in den Liga-Alltag. Nachdem die direkten Konkurrenten Real Madrid und FC Sevilla im Verlaufe des Samstages gepatzt hatten, hatten die Männer von Ronald Koeman die große Chance auf drei Big Points.

Mit Hinblick auf die anstehenden englischen Wochen rotierte der Niederländer an diesem vierten Spieltag erstmals in seiner Anfangsaufstellung. Ousmane Dembélé und Pedri rückten für Philippe Coutinho und Ansu Fati in die Startelf, während Sergiño Dest den verletzten Jordi Alba vertrat.

Messi und Griezmann verpassen Führung

Die Katalanen starteten verhalten in die Partie. Nach einigen ungenauen Kombinationen und erfolglosen Dirbblings dauerte es bis zur 20. Minute, ehe die Blaugrana das erste Mal gefährlich vor das Tor der Gastgeber kam. Nach einer schönen Kombination über Pedri und Dest scheiterte Lionel Messi mit seiner Direktabnahme von der Strafraumgrenze jedoch am Außenpfosten.

Im Folgenden wurde die Partie deutlich ruppiger, und so holten sich Gerard Piqué (24. Minute) sowie Jaime Mata (27.) und Erick Cabaco (28.) auf Seiten Getafes innerhalb kürzester Zeit die Gelbe Karte ab. Nach einer halben Stunde hatte dann Antoine Griezmann die große Chance, Barça in Führung zu schießen. Der ansonsten so eiskalte Franzose schoss den Ball jedoch freistehend vor Keeper David Soria mit seinem schwächeren rechten Fuß drüber. 

Abgesehen von einer weiteren Verwarnung, dieses Mal gegen Sergi Roberto (41.), passierte in den ersten 45 Minuten nichts mehr. Der FC Barcelona ging somit erstmals in dieser Saison ohne einen eigenen Treffer in die Halbzeitpause.

De Jong im Pech – Getafe trifft per Elfer

Die zweite Hälfte startete ähnlich zerfahren wie die erste, bis Frenkie de Jong im eigenen Strafraum etwas ungestüm gegen Djené in den Zweikampf ging. Schiedsrichter César Soto Grado zeigte sofort auf den Punkt, ein schmeichelhafter Elfmeter für die Hausherren. Jaime Mata verwandelte den anschließenden Elfer sicher zum 1:0 für den FC Getafe (56.).

Koeman reagierte kurz darauf und brachte Ansu Fati und Coutinho für den schwachen Dembélé und den auffälligen Pedri in die Partie. Doch auch das änderte nichts an dem lethargischen Auftreten der Katalanen, die sich gegen die wie gewohnt unangenehm spielenden Azulones kaum nennenswerte Chancen herausspielen konnten.

In der 78. Minute vergab Ex-La-Masia-Spieler Marc Cucurella die Chance auf das 2:0, als er völlig unbedrängt durch Barças Hälfte laufen konnte und letztlich mit einem unplatzierten Abschluss an Neto scheiterte. 

Messi zu ungenau, Djené hat Dusel

Fünf Minuten später lenkte Neto einen Schuss von Cucho Hernández gerade noch so sensationell an die Latte, kurz darauf hatte Cucho die Entscheidung auf dem Fuß, als er alleine auf Neto zulief, aber den Ball in den Nachthimmel drosch. Barça hingegen mühte sich, kam gegen den dichten Abwehrriegel aber einfach nicht durch. 

Nach 94 Minuten kam dann doch einmal der sehr blasse Messi im Strafraum Getafes zu einer Schussgelegenheit aus zentraler Position, doch der Abschluss des Argentiniers ging klar vorbei – es war Barças größte Chance seit Griezmanns Fehlschuss in Hälfte eins. Wenige Sekunden später war es Djené, der doch noch quasi mit dem Schlusspfiff beinahe den Ausgleich beschert hätte, der Abwehrspieler Getafes bugsierte den Ball per Kopf an die eigene Latte.

Zu mehr reichte es an diesem Abend nicht mehr, es blieb beim 1:0 für Getafe. Der FC Barcelona konnte somit die Ausrutscher der Konkurrenz nicht ausnutzen und verliert erstmals seit 17 Pflichtspielen wieder gegen den FC Getafe. Für Koeman ist es die erste Pleite als Coach und für die Katalanen ein denkbar ungünstiges Ergebnis zum Start in die Wochen der Wahrheit. In den nächsten sieben Tagen geht es in der Champions League gegen Ferencváros Budapest und im Clásico gegen Real Madrid – der Verlierer dieser Partie hat bereits die erste kleine Krise der Saison am Hals.

 

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