Keine Tore im Clásico: Enttäuschendes Barça ohne Kontrolle und Ideen

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Der verschobene Clásico fand beim Aufeinandertreffen der beiden Tabellenführer keinen Sieger. Während Barça das ganze Spiel über fahrig und uninspiriert agierte, konnte Real Madrid auf der Gegenseite kein Kapital aus dem zerstreuten Auftritt der Blaugrana schlagen. Besonders das Mittelfeld der Katalanen, bei dem Ernesto Valverde eine faustdicke Überraschung parat hielt, konnte beim 0:0 nicht überzeugen.

Der FC Barcelona ging den Clásico mit einer überraschenden Änderung in der Startaufstellung an: Sergio Busquets saß nur auf der Bank, Ernesto Valverde entschied sich für ein Mittelfeld aus Frenkie de Jong, Ivan Rakitic und Sergi Roberto. Ansonsten begann Barça mit seiner ‚Once Gala‘, während Real Madrid im 4-4-2 startete.

In der ersten Viertelstunde versuchten die Katalanen, Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Die Gäste liefen hoch an und waren eng an den Gegenspielern, was es Barça schwer machte, gefährlich nach vorne zu spielen. Für die erste Torchance des Spiels sorgten fast folgerichtig dann auch die Blancos: Nach einer kurz ausgeführten Ecke und der anschließenden Hereingabe kam Benzema zum Kopfball, der auch den Weg ins Tor gefunden hätte, doch Piqué rannte geistesgegenwärtig auf die Torlinie und verhinderte da den Rückstand (17.).

Barça verliert die Kontrolle, Madrid wittert seine Chance

Nach diesem Startschuss verlor die Blaugrana in der Folge immer mehr den Faden und hatte besonders mit Madrids guter Staffelung und Manndeckung sowie mit den Flanken der Madrilenen zu kämpfen. Eine solche Hereingabe wehrte ter Stegen nach 25 Spielminuten mit dem Fuß ab, der zweite Ball landete, wie zu oft in dieser Phase, beim Gegner, diesmal in Form von Casemiro, der Barças Nummer eins mit einem satten Fernschuss prüfte. Wenig später einer der seltenen Angriffe der Gastgeber: Albas Flanke auf Sergi Roberto wurde vor die Füße von Lionel Messi geklärt, dessen Direktabnahme Sergio Ramos kurz vor der Linie vereitelte (31.). Im direkten Gegenzug gab Fede Valverde einen sehenswerten Fernschuss ab, der nur knapp rechts am Tor vorbeizischte (31.).

In der Schlussphase der ersten Hälfte hätte Jordi Alba den Spielverlauf auf den Kopf stellen können, als er sich nach einem klasse Heber von Messi frei vorm Tor wiederfand, die Kugel jedoch volley am Gehäuse vorbeischob (41.). Den letzten Akzent vor der Pause setzte dann erneut Valverde mit einem Fernschuss, diesmal auf den Kasten von ter Stegen, der Deutsche konnte aber sicher parieren (44.). Mit einem torlosen Remis ging es in die Kabine, womit die Katalanen sich glücklich schätzen konnten. Es fehlte an Kontrolle im Mittelfeld – Sergio Busquets Qualitäten wurden merklich vermisst – und Esprit im Spiel nach vorne.

Unverändertes Bild in Halbzeit zwei

Da sich das Bild im zweiten Durchgang zunächst nicht änderte, reagierte Valverde früh und brachte Arturo Vidal für Semedo (55.), wodurch Roberto auf die Rechtsverteidigerposition rückte. Die Blancos waren jedoch weiterhin die wesentlich zielstrebigere Mannschaft, doch zumindest die Häufigkeit der Abschlüsse nahm nach dem Seitenwechsel etwas ab. Nach 68 gespielten Minuten traf Bale mit einem Schuss aus linker Position nur das Außennetz.

Das Geschehen plätscherte bis dato weitgehend vor sich hin, nahm nun aber wieder etwas an Fahrt auf: Nach schönem Antritt und Doppelpass mit Suárez konnte Frenkie de Jong abschließen, jedoch ohne Schwierigkeiten für Courtois (72.). Keine Minute später schlug dann der Ball im Tor des FC Barcelona ein, doch Mendy hatte aus einer knappen Abseitsposition den vermeintlichen Assists für Bale gespielt – es blieb beim 0:0 (72.).

Für die Schlussoffensive brachte Valverde Youngster Ansu Fati für Antoine Griezmann, um dem Spiel seiner Mannschaft etwas mehr Tempo und Dynamik zu verleihen (83.). Gefühlt einigten sich allerdings beide Mannschaften auf die Punkteteilung, sodass es zu keinen großen Aufregern mehr kam. Insgesamt ein schwacher Auftritt der Heimmannschaft, die mit dem Punkt angesichts der Leistung aber zufrieden sein muss. Denn an diesem Abend agierte die Blaugrana erschreckend blass im heimischen Camp Nou. 

 

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