La Liga Kompakt: Atlético Madrid und FC Sevilla müssen Federn lassen

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch vor dem letzten Spieltag geht unser Blick noch einmal zurück auf das vergangene Wochenende. Dort kassierte Atlético Madrid die erste Heimniederlage 2014 gegen den FC Villarreal und auch der FC Sevilla ließ gegen die defensiv starke Mannschaft aus Eibar Punkte liegen. Einen hohen, aber nicht gänzlich souveränen Erfolg feierte dagegen Real Madrid.

Atlético Madrid 0-1 FC Villarreal: Erste Heimniederlage im Jahr 2014

Beinahe wäre Atlético ein ganzes La-Liga-Jahr ohne Heimniederlage geblieben. Doch da gab es noch die Jungs aus Villarreal und die hatten etwas gegen diese Serie. Die Colchoneros waren allerdings die spielbestimmende Mannschaft mit den besseren Möglichkeiten. Asenjo hielt seinen Kasten aber sauber, sodass schon fast klar war, dass es mit 0:0 in die Pause gehen wird. Doch dann kam der Aufreger: Gabi klärte einen Ball eindeutig absichtlich mit dem Arm zur Ecke (45‘). Der Pfiff blieb aber aus, Villarreal bekam den Elfmeter nicht.

Vietto: „Ich denke, sie haben die beste Verteidigung in ganz Europa“

Wie es aber manchmal ist, kommt die ausgleichende Gerechtigkeit früher als erwartet. Nach einer Flanke von Arda Turan köpfte Mandžukić völlig unbedrängt ins Tor (58‘). Unbedrängt aber nur deshalb, weil sein Gegenspieler vor ihm auf die Knie ging. Der Schiedsrichter sah da ein Foul und gab das Tor nicht, doch ein unerlaubter Körpereinsatz des Kroaten war nicht auszumachen. In der Folge war auch das gelbe U-Boot mindestens auf Augenhöhe mit Atlético, einen Treffer erahnte man aber nicht mehr zwangläufig. Doch dann empfing Luciano Vietto einen Ball am Strafraum, schüttelte gleich zwei Gegenspieler ab und vollendete eiskalt zum 1:0 (84‘). Somit verliert der amtierende Meister wieder Boden auf die Spitze, Villarreal bleibt klarer Anwärter auf einen Europa-Platz.

Diego Simeone

nach dem Spiel: „Ich denke, das war ein sehr unterhaltsames Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten viele Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen, den richtigen Weg aber womöglich deshalb nicht gefunden, weil wir müde waren. Über den Schiedsrichter möchte ich nicht sprechen – das ist nicht fair, besonders dann, wenn man verloren hat.“

Marcelino äußerte sich folgendermaßen: „Die Truppe hat es verdient, endlich mal ein großes Team zu schlagen. Wir waren in letzter Zeit oft an Siegen dran, ohne am Ende zu gewinnen. Gegen Real, Barcelona und Sevilla hätten wir bessere Resultate erzielen können. Damals hat uns das gewisse Etwas gefehlt, was wir heute hatten und so freue ich mich für die Spieler, die diesen Sieg verdient haben.“

UD Almería 1-4 Real Madrid: Gelungener Jahresabschluss für die Königlichen

Vor der Reise nach Marokko zur Klub-Weltmeisterschaft traf Real Madrid noch auf die abstiegsbedrohte UD Almería. Von einer wirklichen Überlegenheit konnte allerdings keine Rede sein. Die Andalusier verteidigten meist gut und sorgten selbst für Gefahr in Reals Strafraum. Dennoch trafen die Gäste zuerst, und zwar durch Isco: Der 22-Jährige verschaffte sich gekonnt Raum und schlenzte den Ball anschließend genau ins lange untere Eck (34‘). Die Antwort sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn auf der Gegenseite sorgte Verza mit einem noch schöneren Traumtor aus der Distanz für den Ausgleich (39‘). Die Freude darüber hielt ebenfalls nicht besonders lange an. Noch vor der Pause traf Gareth Bale nach einer Flanke von Kroos zum 2:1 (42‘).

In der zweiten Hälfte riskierte Almería gezwungenermaßen mehr, wurde dafür aber auch fast belohnt. Marcelo rannte im Strafraum Edgar Méndez über den Haufen, sodass die Indálicos folgerichtig einen Elfmeter zugesprochen bekamen (62‘). Casillas parierte den Versuch Verzas allerdings, sodass sich am Spielstand nichts änderte. Den Andalusiern fehlte weiter die letzte Durchschlagskraft, was Real in der Schlussphase bestrafte. Nach Vorlagen von Benzema und Carvajal schob Ronaldo vor dem Tor noch doppelt ein (81‘ und 89‘) und sorgte vorzeitig dafür, dass die Königlichen Weihnachten an der Spitze der Tabelle verbringen dürfen.

Almerías Übergangstrainer Miguel Rivera über die Niederlage: „Das Resultat ist zu einseitig, wenn man betrachtet, wie das Team gespielt hat. Ich wäre wütend, wenn wir nicht mutig gewesen wären und versucht hätten, gegen Madrid standzuhalten. Am fairsten wäre eine 0:1-Niederlage gewesen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Doch keiner kann uns nehmen, dass David über lange Zeit auf Augenhöhe mit Goliath war.“

Carlo Ancelotti über den Gegner: „Sie haben hart gekämpft und viel Druck ausgeübt. Wir hatten Probleme, im Ballbesitz zu bleiben und hatten schlechte Pässe. Es war schwierig, weil sie mit Herz und realer Hoffnung spielten. Das ganze Team musste leiden, doch die beiden Tore am Ende haben es dann entschieden.“

FC Sevilla 0-0 SD Eibar: Blanquirrojos scheitern an Super-Defensive

Nach dem 5:2-Erfolg zu Hause gegen Almería stellte Eibar dieses Mal wieder auf geballte Defensivkraft zurück. Der FC Sevilla war über die ganze Partie das dominierende Team, doch die Verteidigung der Basken bewährte sich als ein Schloss, dessen zugehörigen Schlüssel kein Schlüsselmacher in ganz Sevilla herstellen kann. Am gefährlichsten wurde es noch bei Standardsituationen, doch auch hier war letztendlich immer noch einer da, der die Situationen mit vollem Einsatz klären konnte. Als letzte Instanz konnte sich Eibar auf Irureta im Tor verlassen. Selber nach vorn ging nicht viel, doch konnte der Aufsteiger das gesteckte Ziel, den Punktgewinn gegen Sevilla, am Ende feiern.

Gaizka Garitano nach dem Punktgewinn: „In der ersten Hälfte waren wir gut, in der zweiten mussten wir mehr verteidigen, weil wir den Ball nicht lange halten konnten. Wenn du gegen ein Team wie dieses spielst, ist nicht viel mehr möglich, als zu verteidigen. Es ist schade, dass wir nicht viele Konter ausspielen konnten, aber der Ball war einfach zu selten in unserem Besitz.

Unai Emery ist ebenfalls nicht unzufrieden: „Ich muss dem Team, den Spielern und den Fans gratulieren, denn ich glaube, wir haben das getan, was getan werden musste. Wir wussten, wie schwer es gegen Eibar werden wird, da sie wissen, wie man in solchen Spielen verteidigt. Sie haben einen geschickten Torhüter und die Verteidigung zeigt eine gute Zusammenarbeit.“

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