Nachhall zum Granada-Match

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Auf gegnerischem Boden einen Rückstand hinnehmen zu müssen, entspricht nicht unbedingt dem katalanischen Verständnis von einem ruhigen Arbeitstag. Die Spieler verlebten unangenehme 90 Minuten, und auch darüber hinaus konnte der Gegner noch an ihrem Nervenkostüm rütteln. In der Nachspielzeit entlud sich die gesamte Leidenschaft der Gastgeber, die denkbar knapp einen Punktgewinn verpasst haben. Das war den anwesenden Zuschauern aber gleichgültig, mit Standing-Ovations verabschiedeten die Fans ihre Spieler in die Katakomben, klatschten Beifall für ihren aufopferungsvollen Einsatz gegen die Übermacht aus Barcelona. Die Partie stimmte alle Parteien zufrieden, den FC Barcelona, der planmäßig drei Punkte mit nach Hause nehmen konnte, und schließlich auch den FC Granada, der bei konstanter Darbietung des gezeigten Leistungspotenzials von einem Klassenerhalt ausgehen darf.

Adriano wieder verletzt

Der Triumph in Granada hat den Gästen aber Opfer abverlangt. Unverhofft kam Jordi Alba noch in der ersten Hälfte zu einem Einsatz, da sich Adriano eine Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen hat. Sehr bitter für den Brasilianer, der in dieser Saison immer wieder von kleineren Verletzungen heimgesucht wird, welche ihn im Kampf um die begehrten Plätze auf den Außenpositionen zurückwerfen. Zu diesem Überdruss an Verletzungen gesellt sich auch noch eine nur mäßige Vorstellung gegen Granada, was die Verteidigungshaltung anbetrifft. In der Offensive hätte Adriano dagegen beinahe die Führung für seine Mannschaft besorgt; sein Schuss, der mit viel Effet angereichert war, ging nur knapp am rechten Pfosten vorbei. 

Es ist ein herber Verlust für das Team”, klagte Sergio Busquets im Nachgang über die erneute Verletzung von Adriano. Die Begegnung empfand der Defensivstratege als äußerst schwierig, da der Gastgeber die gesamte Spielzeit über verteidigt und seiner Mannschaft mit dem Führungstreffer die Pflicht auferlegt habe, Druck auszuüben. In der zweiten Halbzeit haben wir das Tempo angezogen und wurden belohnt”, gibt sich der Spieler erleichtert. 

Spieler huldigen Messi

Zum wiederholten Male war es Lionel Messi, der den FC Barcelona vor einem Punktverlust bewahrt hat. Während die anderen Spieler beim FC Barcelona das Glück vor dem Tor nicht gerade gepachtet haben, trifft der argentinische Ausnahmekönner weiterhin nach Belieben und zum 14. Mal in Folge. „Er verbessert sich täglich, er ist der beste in der Welt”, ist sich Busquets sicher. Mit dieser Meinung steht er in den Reihen der Blaugrana nicht alleine da, auch Alba ist fasziniert von dem Können des vierfach ausgezeichneten Weltfußballers und behauptet, dass Messi die kühnsten Vorstellungen übertreffen wird. Dani Alves: An der Seite von Messi zu spielen, vermittelt sehr viel Ruhe. Das macht es leichter, bestimmte Dinge zu vollbringen.”

Es ist unsere Verpflichtung, ihm [Alexis] zu helfen”

Aber auch ein Messi kann sich nicht zweiteilen. Die Chancenauswertung gegen Granada blieb einmal mehr hinter den Erwartungen zurück und brachte die Mannschaft in den Schlussminuten in erhöhte Bedrängnis. Kritik mochte Interimstrainer Jordi Roura an den entsprechenden Spielern aber nicht üben. Vielmehr stellte er sich schützend vor die Spieler, indem er ausdrücklich Alexis Sánchez Unterstützung zusicherte. Er hat zuletzt getroffen und das hat ihm geholfen. Diesen Samstag hatte er einige Möglichkeiten. Das Wichtigste ist jetzt, ihn zu ermutigen und ihm zu helfen, nicht aufzugeben. Es ist unsere Verpflichtung, ihm zu helfen.”

Gegen Ende der Partie dürfte Tito Vilanova das Whatsapp-Postfach von Jordi Roura zum Überlaufen gebracht haben. Der Trainer hat sicherlich keinen Gefallen daran gefunden, was er im fernen New York vor dem Fernseher beobachten musste, als sich die Partie ihrem Ende entgegenneigte. Fast wäre Granada noch zum Ausgleichstreffer gekommen, weil die Spieler auf einmal die Kontrolle über das Geschehen hergeschenkt haben und sich kaum dem gegnerischen Druck erwehren konnten. Der ein oder andere war gedanklich wohl bereits in der Kabine oder gar in Mailand. Zum Sieg hat es dennoch gereicht, was Jordi Roura sehr freudig stimmte. Wir haben uns zurückgekämpft und die Tatsache, dass wir drei wichtige Punkte gewonnen haben, freut uns sehr”, zeigt sich Roura alles in allem zufrieden mit der Leistung. 

Cesc Fàbregas: Wir haben mehr verdient in der ersten Halbzeit, wir spielten ein gutes Match. […] Der frühe Treffer in der zweiten Halbzeit war der Schlüssel. […] Granada spielte sehr gut. Es ist eine Mannschaft, die dir sehr wenig Raum lässt, wenn du angreifst.”

Dani Alves mit einer taktisch bedeutsamen Äußerung: Der Umstand, dass wir das Mittelfeld stark besetzt haben erlaubte es uns, einen Außenverteidiger angreifen zu lassen. Ich zog Vorteile aus dem mir verfügbaren Raum und ging nach vorne.”

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