PK | Koeman: „Ja, ich setze auf Coutinho“ – Geldgier-Kritik an Ilaix Moriba

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Ronald Koeman wird deutlich. Bei der Pressekonferenz vor dem Liga-Duell mit Athletic Bilbao zeigt sich der Trainer des FC Barcelona enttäuscht von Ilaix Moriba und wirft ihm Geldgier vor. Zudem stellt er klar, auf Philippe Coutinho zu setzen, auf Miralem Pjanic und Samuel Umtiti jedoch nicht.

Nach dem 4:2 zum Auftakt gegen Real Sociedad bekommt der FC Barcelona es in La Liga jetzt mit dem Athletic Club aus Bilbao zu tun. Die Katalanen gastieren am Samstag im Baskenland (22 Uhr, live im Ticker bei Barçawelt

). Im Vorfeld des zweiten Spieltags der Primera División stand Cheftrainer Ronald Koeman den Journalisten am Freitagmittag Rede und Antwort.

Ronald Koeman…

…über das Duell mit Athletic: „Wir wissen, dass es im San Mamés immer schwer ist. Athletic hat sich zudem verbessert, hat während der Vorbereitung viel und gut arbeiten können. Das hat man beim Auftaktspiel gemerkt. Es ist eine starke Mannschaft. Wir wissen, was uns erwartet.“

…über Martin Braithwaite und dessen Zukunft: „Wir kennen die Situation des Klubs. Wenn es Interesse an einem Spieler gibt, hören wir uns das an. Martin ist aber ein Spieler, der uns sehr guttut, er kann vorne auf verschiedenen Positionen spielen und hat gezeigt, dass er wichtig für das Team ist. Ich habe über Martin immer gesagt, dass ich es mag, mit ihm zu arbeiten. Er ist diszipliniert und akzeptiert seine Rolle, nicht immer zu spielen. Das ist perfekt und wenn es nach mir geht, dann muss er bleiben.“

…über Dauerbrenner Pedri: „Es stimmt, dass wir schon seit einiger Zeit überlegen, was das Beste für Pedri ist. Wir haben entschieden, dass er morgen spielt, danach dann aber zwei Wochen Urlaub haben wird, damit es bei ihm im November, Dezember nicht zu körperlichen Problemen kommt. Wir geben ihm zwei Wochen frei, weil er das braucht. Er hat während des Sommers zwei Turniere gespielt und braucht mindestens zwei Wochen Pause. Gegen Getafe wird er nicht spielen, da diese Partie in seinen zweiwöchigen Urlaub fällt.“

…über die freie Rückennummer 10: „Rückennummern sind ein Thema, mit dem sich der Klub beschäftigt. Diese Entscheidung muss der Klub treffen, nicht der Trainer. Meine Meinung ist daher nicht wichtig.“

 

 

 

…über Kylian Mbappés möglichen Wechsel zu Real Madrid: „Ich bin der Trainer von Barça und deshalb interessiert es mich wirklich nicht. Er ist ein großartiger Spieler, der entscheiden muss, wo er hingeht oder ob er bleiben will. Das ist nicht mein Problem.“

…über Miralem Pjanic und Samuel Umtiti, die erneut nicht im Kader stehen: „Wir wissen, dass wir genug Spieler haben. Mit den Verletzten sind es ziemlich viele. Spieler wie Umtiti und Pjanic haben es sehr schwer, auf Einsätze zu kommen. Die Entscheidung liegt am Ende beim Spieler, aber ihre Situationen sind schwer.“

…über Philippe Coutinho: „Philippe ist gerade außen vor, denn ich bin der Meinung, dass er noch eine weitere Trainingswoche mit der Mannschaft braucht, bevor er für Spiele berufen wird. Ja, ich setze auf ihn, denn er ist für mich ein großartiger Spieler, der wichtig für Barça sein kann. Das habe ich schon letzte Saison gesagt, in der er am Anfang Partien bestritten hatte. Danach dauerte es mit einer Verletzung länger, als wir es erwartet hatten. Ich zähle auf Coutinho für diese Saison. Er hat Effektivität in seinem Spiel, kann auf verschiedenen Positionen spielen. Im zentralen Mittelfeld, auf dem linken Flügel mit mehr Freiheit. Wir brauchen Spieler wie ihn, denn mit Messi haben wir viele Tore verloren. Diese brauchen wir jetzt von anderen, Philippe ist einer davon.“

…über Clément Lenglet, der seinen Stammplatz womöglich verloren hat: „Ich bin sehr glücklich, fünf, sechs Innenverteidiger zu haben. Es ist eine wichtige Position, wo ein hoher Konkurrenzkampf herrscht. Wir brauchen die Innenverteidiger. Ich habe nur gesagt, dass Umtiti weniger Chancen hat als die anderen. Lenglet ist unser einziger Linksfuß in der Innenverteidiger, von daher hat er einen Platz im Team und wird zu seinen Einsätzen kommen.“

…über den offenbar leicht angeschlagenen Gerard Piqué: „Der Alarm bezüglich Piqué hat mich gestern überrascht. Er hatte kleine Beschwerden, aber es ist nichts, denn er hat heute Morgen normal trainiert. Er steht für morgen problemlos zur Verfügung.“

…über den Comeback-Plan bei Marc-André ter Stegen: „Er hat heute einen Teil des Trainings mit der Mannschaft absolviert und sich gut erholt. Er braucht natürlich noch mehr Trainingseinheiten. Wir werden sehen, wann er bereit ist, um wieder zu spielen.“

…über Ilaix Moriba, mit dem es aufgrund seiner Ablehnung gegenüber einer Vertragsverlängerung Probleme gibt: „Ich habe mit Ilaix gesprochen, vor zwei, drei Wochen. Mehr als Mensch denn als Trainer von Barça. Seine Situation ist für mich schrecklich, denn er ist ein junger Spieler von 18 Jahren. Er hatte letzte Saison die Chance, in der ersten Mannschaft zu spielen, er ist die Zukunft des Klubs. Und jetzt befindet er sich in einer Situation, in der er nicht spielt, nicht bei uns ist. Ich weiß vonseiten des Klubs, was er dem Spieler anbieten will – und das ist aus meiner Sicht perfekt. Mein Rat an einen Spieler im Alter von 18 Jahren ist: Geld ist nicht das Wichtigste. Am Wichtigsten ist, Spiele zu bestreiten. Das war meine Message. Aber Spieler mit ihrem Umfeld entscheiden sich anders. Ich bin enttäuscht darüber, denn ich denke mehr an den Fußball als an Verträge. Wenn jemand 18 ist, sollte Geld nicht das Wichtigste sein.“

…über mögliche Abgänge auf der Torwart-Position: „Momentan nicht. Ich verstehe die Situation, in der sich Iñaki (Peña) befindet. Es ist wichtig, dass er zum Einsatz kommt. Ich denke aber, dass wir drei Torhüter brauchen. Ich werde nicht das Risiko eingehen, mit zwei Torhütern in die Saison zu gehen, auch wenn es noch welche bei Barça B gibt. Ich will drei auf dem höchsten Level haben, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Man muss abwarten. Aktuell gibt es da nichts.“

…über Youngster wie Nico González: „Ich werde immer auf die jungen Spieler setzen, zumal sie – wie Gavi, Nico, Balde, Demir – täglich mit uns trainieren. Und das werden sie weiterhin tun. Sie müssen Spiele machen – wenn nicht bei der ersten Mannschaft, dann bei Barça B. Sie brauchen in dem Alter Spielpraxis. Ich sehe in diesen Spielern viel Zukunft. Wenn es Möglichkeiten gibt, werden wir sie nutzen.“

…über seinen Job bei Barça: „Ich fühle mich nicht so, als wäre ich erst ein Jahr hier, denn es sind viele Dinge passiert. Aber ich bin dort, wo ich sein will. Ich mag es sehr, Trainer dieses Klubs zu sein. Bei sehr großen Klubs herrscht immer mehr Druck, aber wir arbeiten gut, die Einstellung und die Atmosphäre in der Mannschaft ist gut. Es ist eine Freude, hier zu arbeiten. Ich weiß, dass alles vom Erfolg abhängt, aber in der Hinsicht gibt es kein Problem.“

 

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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