PK | Koeman über seine Sperre: „Zwei Spiele sind übertrieben“

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Ronald Koeman sprach auf der Pressekonferenz vor der Partie in La Liga beim FC Valencia unter anderem über die Stimmung seiner Mannschaft nach der Niederlage gegen Granada und seine Sperre nach der Roten Karte. Außerdem musste er zu etwaigen Unstimmigkeiten zwischen sich und den Führungsspielern Barças Stellung nehmen. 

Auf der Pressekonferenz vor dem 34. Spieltag in La Liga, an dem der FC Barcelona im Mestalla beim FC Valencia gastiert (Sonntag, 21 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt.de

), stellte sich Ronald Koeman den Fragen der Journalisten:

Ronald Koeman…

…über seine Erwartungen an das Team nach der Niederlage gegen Granada: „Wir haben in jedem Spiel immer viel Ballbesitz und kreieren Torchancen, aber es stimmt, dass wir in der Defensive einiges zu verbessern haben. Seit wir mit drei Innenverteidigern spielen, sorgen unsere Gegner für weniger Gefahr vor unserem Tor, aber es darf auf keinen Fall passieren, dass wir zwei Tore kassieren, wenn wir in der Abwehr klar in der Überzahl sind. Wir haben darüber gesprochen – wir müssen konzentrierter sein und die Räume enger machen.“

…über die Enttäuschung seiner Mannschaft, die Tabellenspitze verpasst zu haben: „Es ist wahr, dass wir sehr enttäuscht waren. Es war eine große Chance für uns, aber das beweist einmal mehr, dass es keine leichten Spiele gibt und wir in jeder Begegnung unser Topniveau erreichen müssen. Wir haben keine Zeit, um dieser vergebenen Chance hinterherzutrauern. Wir sind immer noch im Rennen um die Meisterschaft. Wir haben das Spiel analysiert und die Mannschaft ist bereit für morgen.“

…über Fehler, die gegen Granada gemacht wurden: „Es besteht die Gefahr, dass man bei sehr viel Ballbesitz denkt, man sei dem Gegner weit überlegen. Wir hatten sehr viel Ballkontrolle, aber bei den beiden Gegentoren waren wir nicht konzentriert. Es lag nicht daran, dass wir zu wenige Spieler in der Defensive hatten, sondern an der Art und Weise, wie wir uns in den Situationen positioniert hatten und dass wir die Passwege nicht zugestellt hatten. Wir haben das angesprochen und müssen die Positionen in der Defensive besser besetzen.“

„Wenn wir die letzten fünf Spiele gewinnen, werden wir Meister“

…über die Bedeutung des Spiels im Kampf um die Meisterschaft: „Es ist ein entscheidendes Spiel morgen, aber das gilt auch für Atlético, Real und am Montag für Sevilla. Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung und nach der Niederlage müssen wir gewinnen.“

…über seine Zwei-Spiele-Sperre nach der Roten Karte: „Wir haben Einspruch gegen die Sanktion eingelegt. Die Strafe ist angesichts meiner Äußerung ‚was für eine Persönlichkeit‘ sehr übertrieben. Zwei Spiele Sperre sind sehr übertrieben. Ich bin damit nicht einverstanden. Morgen werde ich auf der Tribüne sitzen, leider nicht auf der Bank, aber wir haben ein sehr gutes Trainerteam und müssen das jetzt so akzeptieren. Ich werde mich informieren, ob es möglich ist, mit der Trainerbank während des Spiels Kontakt aufzunehmen.“

…darüber, ob es ein Fehler seinerseits war, die Mannschaft vor dem Spiel gegen Granada auf einigen Positionen verändert zu haben: „Als Trainer bin ich immer verantwortlich für die Mannschaftsaufstellung, für Änderungen in der Formation oder auch für Veränderungen während des Spiels. Es ist schlicht unmöglich, eine so intensive Saison immer mit den gleichen Spielern zu bestreiten. Wir haben die Mannschaft nur auf zwei Positionen verändert, was wirklich nicht viel ist. Hätten wir das Spiel gewonnen, hätte niemand über die Änderungen gesprochen. Wir haben eine große Chance verpasst, aber ich bin überzeugt, dass wir Meister werden, wenn wir die letzten fünf Spiele gewinnen.“

…über die Qualität der Mannschaften in La Liga: „Man muss einfach anerkennen, dass es eine sehr starke Liga ist und es sehr viele gute Mannschaften gibt. Das sieht man auch daran, dass vier Teams um die Meisterschaft kämpfen und sie nur drei Punkte trennen. Wenn die großen Teams – sei es aufgrund von Verletzungen oder der Anzahl an Spielen – nicht ihre Topleistungen bringen, dann bezahlen sie das teuer in dieser Liga. Es gibt Phasen in einer Saison, in denen man Punkte verliert, wenn man nicht gut in Form ist. Das zeigt, wie stark diese Liga ist.“

…über mögliche physische Defizite seines Teams: „Das sehe ich nicht so. Körperlich ist die Mannschaft in einem guten Zustand. Wir haben zu häufig Führungen nicht über die Zeit gebracht. Wenn wir gegen Granada das zweite Tor geschossen hätten, hätten wir dieses Spiel nicht verloren. Es gibt auch Spiele, in denen wir in der zweiten Hälfte besser waren als in der ersten, wie zum Beispiel in Madrid, als wir den Ausgleich hätten erzielen können. Daher kann ich dieser Beobachtung nicht zustimmen.“

…über die Planung, auch in der kommenden Saison mit Dreierkette zu spielen: „Ich werde nicht über das System für die nächste Saison sprechen. Das ist eine interessante Frage, aber aktuell ist das kein Thema für heute, sondern erst für die nächste Saison.“

…über die überraschende Aufstellung von Samuel Umtiti im letzten Spiel: „Wir haben schon viele Spiele hinter uns und dann zwei Spieler zu wechseln, das ist nicht viel. Pedri hat in dieser Saison sehr viele Spiele bestritten und er brauchte einfach mal eine Pause. Ohne diese Pause hätte er nicht bis zum Ende der Saison durchgehalten. Umtiti hat gut trainiert und deshalb haben wir so entschieden. Er hat zuvor auch in Spielen gespielt, in denen wir gewonnen haben, von daher ist das keine Begründung für unsere Niederlage.“

…über mögliche Differenzen zwischen ihm und den erfahrenen Spielen: „Ich weiß nicht, warum ich solche Fragen beantworten muss. Wir sind Menschen, die alle nur das Beste für den Klub wollen. Die Routiniers haben hier schon viel gewonnen und werden jetzt nicht nervös. Ich bin ein Trainer, der über Systemänderungen immer mit den Kapitänen der Mannschaft spricht und sie mit einbezieht. Wir haben einen offenen Austausch – ich frage sie, was sie denken und dann entscheide ich. Wir reden auch nach den Spielen über die Gründe einer Niederlage. Es gibt keinen Grund, weiter zu suchen [nach Differenzen zwischen ihm und den Führungsspielern, Anm. d. Red.].“ 

 

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