Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Levante UD

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Bildquelle: fcbarcelona.com

„Das Wichtigste ist es gut zu spielen und zu gewinnen!“ Mit dieser Devise wird der FC Barcelona das erste Ligaspiel der Saison am Sonntag gegen Levante UD angehen. Ein Sieg alleine würde Gerardo Martino

nicht reichen, wenn das Auftreten der Mannschaft nicht gut genug wäre, um den Rest der Liga über die Stärke des FC Barcelona wissen zu lassen. „Es ist wichtig, dass wir das erste Spiel gewinnen, um Selbstvertrauen zu sammeln und eine Message an die anderen Mannschaften auszusenden. Ich will, dass Barça so schnell wie möglich gut spielt“, sprach Martino bei der Pressekonferenz vor seinem ersten Ligaspiel als Trainer des FC Barcelona.

Die Mannschaft sei trotz der turbulenten Saisonvorbereitung fit für den Ligastart und auch wird Tata Martino, bis auf Carles Puyol, auf alle seine Stammspieler zurückgreifen können. Sowohl Lionel Messi als auch Cesc Fàbregas sind nach ihren Verletzungen wieder zur Mannschaft gestoßen und werden höchstwahrscheinlich auch gegen Levante spielen können. „Leo und Cesc hatten kleine Probleme und mussten deshalb ihre letzten Spiele auslassen. Sie haben aber die letzten zwei Tage problemlos mit der Mannschaft trainiert, deshalb sollte einem Einsatz nichts im Wege stehen.“ Mit der Rückkehr von Carles Puyol rechnet Martino schon im September. Laut den Tests der medizinischen Abteilung sollte Puyol nach den Länderspielen im September normal mit der Mannschaft trainieren können. Dann sei die Mannschaft endgültig komplett für die neue Saison. Trotz der Anstrengungen der Klubführung einen neuen Innenverteidiger zu verpflichten, bestehe dafür laut Martino keine Not. Die Probleme der letzten Saison seien auf die vielen Verletzungen zurückzuführen und mit der Rückkehr von Carles Puyol verfüge man über genug Alternativen in der Defensive. „Wenn alle fit sind, dann haben wir genug Spieler für die Verteidigung. Nach Puyols Genesung sind wir in der Defensive mit ihm, Piqué, Bartra, Mascherano, Adriano oder Busquets sehr gut aufgestellt. Und falls etwas passieren sollte, haben wir immer noch die Transferzeit im Winter.“ Zum Thema rund um die Verpflichtung von David Luiz wollte sich Tata nicht weiter äußern. Trotz des Wunsches der Klubführung einen neuen Verteidiger zu verpflichten, warte Tata auf die Rückkehr von Puyol.

„Neymar muss Geduld haben“

Einen etwas schwierigen Einstand im Team hatte Neymar, der sich gleich nach der Ankunft in Barcelona einer Mandeloperation unterziehen musste. Martino versicherte auch, dass er keine Spieler spielen lassen wird, wenn er sich nicht zu 100 Prozent sicher ist, dass der Spieler gesund ist. Aufgrund der komplizierten Ankunft von Neymar müsse er sich noch etwas in Geduld üben. „Er ist ein großartiger Spieler, besonders in Eins gegen eins Situationen. Er hat bereits mit der Mannschaft gespielt und fühlt sich auch im Training wohl. Das Einzige, was wir jetzt machen müssen, ist es vorsichtig zu sein, wenn es darum geht, Neymar in die Mannschaft, den spanischen bzw. den europäischen Fußball zu integrieren. Wir dürfen nichts erzwingen.“ Von Neymars Sturmpartner Alexis Sánchez zeigte sich Martino auch sehr angetan. Er erwarte sich sehr viel von Sánchez, der sehr wichtig für die Mannschaft sei. Ob die Spieler oft rotieren werden, könne man nicht sofort sagen, aber aufgrund des intensiven Spiels und der Reisen zu den Nationalmannschaften werde es unumgänglich sein. Jeder Spieler wird laut Martino eine Chance bekommen, sich zu beweisen.

Keine Ausreden für schlechte Ergebnisse

Falls die Saison nicht nach Wunsch laufen sollte, werde Martino aber nicht nach Ausreden suchen. Der Trainer eines Klubs wie der FC Barcelona müsse die Verantwortung für schlechte Ergebnisse tragen und schon bei der Unterzeichnung des Vertrages sei Martino sich bewusst gewesen, was auf ihn zukommen und welchem Druck er ausgesetzt sein wird. „Die Vorbereitung war nicht gewöhnlich. Es gab sehr viele Reisen und die Vorbereitung war anders als in den früheren Jahren bei Barça. Ich habe es persönlich nie gemocht, nach Ausreden zu suchen. Als man mich fragte, ob ich Trainer bei Barça werden will, wusste ich über alle diese Reisen nach Polen, Norwegen, Deutschland, Palästina, Israel, Thailand und Malaysia Bescheid. Als ich den Vertrag unterschrieb, habe ich die Bedingungen akzeptiert. Jetzt müssen wir nur noch morgen spielen und gewinnen. Es gibt keine Ausreden.“

Aus taktischer Sicht darf man keine revolutionären Veränderungen erwarten. Es gehe immer noch darum, hoch zu stehen und dauerhaft Druck auf den Gegner auszuüben. Die Spiele in der Saisonvorbereitung lassen schon erahnen, wie es mit dem Spiel des FC Barcelona weitergehen wird. Im Grunde ist es aber nichts, was die Fans von Barça nicht schon kennen. Man könnte sogar von der Rückkehr zu den Wurzeln aus der Saison 2008/09 sprechen. „Besonders in den ersten 25 Minuten gegen Santos haben wir die neue bzw. die alte Taktik ausprobiert. Wir haben sehr viel Druck auf den Gegner aufgebaut, vor allem nach Ballverlusten. Wir wollen das über 90 Minuten durchziehen und das wird auch unsere Taktik in der neuen Saison sein“, so Martino auf die Frage, ob man mit taktischen Veränderungen rechnen müsse.

Martino selbst habe seit seiner Ankunft in Barcelona sehr viele Bekanntschaften gemacht und er lerne immer noch neue Menschen kennen. Die Welt des FC Barcelona sei sehr groß und es sind auch sehr viele Menschen beteiligt, aber wenn es zum Training oder um die Spieler geht, dann sei es viel leichter für ihn. Auf dem Spielfeld fühle er sich immer noch am wohlsten. Wie bei jedem Debüt sei er etwas aufgeregt, aber gleichzeitig auch sicher, dass sich alles sehr gut entwickeln wird.

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