Rasantes Remis im San Mames: Memphis Depay rettet Barça Punkt in Bilbao

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Der Athletic Club aus Bilbao spielte den FC Barcelona lange Zeit schwindlig, nur mit Glück entgingen die Katalanen etlichen Gegentoren. Memphis Depay rettete Barça aber in der Schlussphase noch den Punkt und das 1:1 Unentschieden. Zu mehr sollte es am Ende nicht mehr reichen, die Gegenwehr Barcelonas kam eindeutig zu spät.

Am zweiten Spieltag von La Liga musste der FC Barcelona auswärts gegen den Athletic Club direkt gegen den nächsten Gegner aus dem Baskenland antreten. Ronald Koeman rotierte im Vergleich zum 4:2 gegen Real Sociedad nicht und brachte dieselben elf Spieler in der Anfangsformation. Besonders die Offensive rund um Depay, Griezmann und Braithwaite sollte, so die Hoffnung Koemans, wieder genauso überzeugen wie zuletzt.

Bilbao schnürt Barcelona ein, Braithwaite vergibt

Doch die Anfangsphase gehörte den Basken, die sehr engagiert und laufstark in die Partie starteten. Nach nur 37 Sekunden kam Iñaki Williams bereits zum ersten Abschluss für den Athletic Club, wurde aber noch gerade rechtzeitig geblockt. Der FC Barcelona hatte offensichtlich nicht mit einem derart aktiven und offensiv agierenden Gegner gerechnet und wurde in den ersten Minuten regelrecht eingeschnürt. In der 6. Minute konnte Depay dann aber über rechts in den Strafraum eindringen und legte mit etwas Ballglück zurück zu Braithwaite – der Däne schoss den Ball aber aus sechs Metern über das Tor – eine unglaublicher Fehlschuss, das hätte die Führung sein müssen.

Doch diese Großchancen der Gäste blieb die Ausnahme, in der Folge war der Athletic Club weiterhin spielbestimmend. Durch das aggressive Pressing setzte man die Katalanen enorm unter Druck, besonders Neto hatte erhebliche Schwierigkeiten im Spielaufbau. Nach zehn Minuten setzte sich Williams gegen den viel zu zögerlichen Eric García durch, scheiterte im Abschluss aus kurzer Distanz aber an Neto. Nur eine Minute später traf Sancet von der Strafraumkante die Latte, der Ball sprang nur knapp vor der Torlinie wieder zurück. Den Nachschuss hielt Neto dann.

Athletic spielt Barça an die Wand – Abschlussschwäche rettet Barcelona

Wer in den Anfangsminuten noch hoffte, Barcelona würde sich in die Partie zurückkämpfen, wurde leider enttäuscht. Die Heimmannschaft dominierte Barça beinahe mühelos, die Katalanen verloren alle entscheidenden Zweikämpfe und luden den Gegner mit Fehlern im eigenen Spielaufbau wiederholt zu Tormöglichkeiten ein.

In der 18. Minute rettete de Jong nach einem schweren Patzer Netos sensationell per Grätsche gegen Williams. Weitere Abschlüsse von Vencedor (27. Minute), aber allen voran Iñaki Williams (31. und 40.) sorgten für Gefahr. Die Blaugrana bekam Athletics schnellen Stoßstürmer nie wirklich in den Griff. Einzig die kollektive Abschlussschwäche aufseiten des Athletic Club verhinderte eine (deutliche) Pausenführung der Heimmannschaft.

Piqué verletzt raus, Araujos Tor zählt nicht

Dann gab es aber auf der Gegenseite nochmal Aufregung: Sekunden vor dem Halbzeitpfiff traf der für den verletzten Piqué eingewechselte Araújo artistisch per Fallrückzieher zum vermeintlichen 1:0 für den FC Barcelona. Der Treffer wurde jedoch aufgrund eines vorangegangenen (vermeintlichen) Foulspiels von Braithwaite zurückgenommen – hier hatten die Basken Glück, denn dieses Foul hätte man nicht zwingend pfeifen müssen. Wirklich beschweren konnte man sich aufseiten Barcelonas aber nicht, war das 0:0 zur Pause doch bereits äußerst schmeichelhaft.

Iñigo Martínez belohnt starkes Athletic Bilbao

Die zweite Halbzeit begann genauso wie die erste: Nach nur wenigen Sekunden stand Williams allein vor Neto, wieder scheiterte er aber, da er zu lange brauchte. Der geblockte Ball fiel daraufhin Berenguer vor die Füße, vor dem leeren Tor rettete Araújo jedoch sensationell auf der Linie. Der FC Barcelona stand weiterhin komplett neben sich und leistete kaum Gegenwehr.

In der 50. Minute schaffte es der Athletic Club dann aber doch, sich endlich für die klasse Vorstellung zu belohnen. Iñigo Martínez schüttelte bei einer Ecke García ab und setzte die Kugel per Kopf mit Wucht neben den Pfosten, Neto war chancenlos. Nach etlichen herausgespielten Möglichkeiten richtete es nun also ein Standard für die Basken – das verdiente 1:0.

Barças späte Gegenwehr: Depay mit dem Premierentor

Auch nach der Führung blieb Athletic gefährlicher. Zuerst konnte Neto knapp vor Williams klären (61.), dann parierte der Brasilianer einen wuchtigen Schuss von Vencedor gut (63.). Die Katalanen kamen lediglich durch Dest (53.) und Depay (69.) zu kleineren Halbchancen.

Allerdings ließen nach etwa einer Stunde bei den Hausherren die Kräfte merklich nach. Zunächst hob de Jong in Bedrängnis den Ball schön über Athletics Torhüter Agirrezabala hinüber, die Kugel tropfte aber nur an die Latte. Griezmanns Nachschuss verfehlte das Tor (74.). Nur eine Minute später setzte Roberto dann Depay über links in Szene. Der Niederländer lief entschlossen in den Strafraum ein und schweißte den Ball aus halblinker Position in die Maschen zum 1:1 (75.).

Barcelonas Powerplay kommt zu spät – Eric Gracia sieht Rot

In der 86. Minute hätte Depay dann nach seinem Premierentreffer im Dress der Blaugrana fast noch den Doppelpack geschnürt. Aus ähnlicher Position wie beim Ausgleich verzog Depay jedoch und schoss deutlich rechts vorbei. In den Schlussminuten erhöhte Barça das Tempo nun drastisch und drückte noch auf das Führungstor. Am Ende sollte es aber nicht mehr klappen, Eric García sah sogar eine Minute vor dem Ende für eine Notbremse die Rote Karte.

So holte der FC Barcelona gegen den Athletic Club aus Bilbao nur ein 1:1Remis. Nachdem man allerdings die ersten gut 60 Minuten von den Hausherren dominiert wurde und nur durch Glück mehreren Gegentreffern entging, können sich die Katalanen kaum beschweren. Schlussendlich fährt man mit einem hart erkämpften Punkt und vielen Fragezeichen wieder zurück nach Barcelona.

 

Michael Weilch
Treuer Culé seit Beginn der Ära Messis und der festen Überzeugung, dass Barça "més que un club" ist. Hofft, dass sich die Blaugrana auf ihre historischen Wurzeln besinnt und gerade in heutigen Zeiten ein Leuchtbild für Demokratie und Chancengleichheit darstellt - der Grund, warum der FC Barcelona eben nicht "nur" ein Fußballverein ist. Motto: "Tots units fem força!"
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