Spielanalyse | Sporting Gijón geht gegen Barça unter

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Mit 6:1 konnten die Blaugranas gegen die Asturier gewinnen und sich vorerst auf den ersten Platz der La-Liga-Tabelle platzieren, denn spielten am selben Abend die Madrilenen, die einen Spiel weniger haben als Barça, gegen UD Las Palmas im Bernabéu lediglich 3:3. Lionel Messi, Luis Suárez, Neymar, Ivan Rakitić, Paco Alcácer erzielten für den FC Barcelona das Tor. Juan Rodriguéz markierte mit seinem Eigentor die 2:0-Führung. Carlos Castro konnte zwischendurch auf 2:1 verkürzen. Somit haben die Katalanen im Meisterschaftskampf wieder alles selbst in der Hand.

Sporting Gijón schafft es nicht, die Lücken zu schließen

Für die Asturier begann die Partie übel. Schon früh in der Partie lag man bereits mit 2:0 hinten. Sporting Gijón versuchte, eine stabile Defensive herzustellen, mit der es den Katalanen erschwert werden sollte, hinter die letzte Kette zu gelangen. Die Abwehr- und Mittelfeldkette standen hierbei im 4-4-2 eng aneinander. Interessant zu beobachten ist gewesen, dass die Viererkette im Mittelfeld sich insbesondere darauf fokussierte, das Spiel vor der Verteidigung enger zu gestalten und so auch die Akteure näher zusammenrückten. Die Verteidigung hingegen versuchte, Luis Suárez und Co. zum einen ins Abseits laufen zu lassen, zum anderen aber auch das Spiel in der Breite abzudecken. Dies wurde nur spärlich umgesetzt. Das Mittelfeld konnte nicht ausreichend Druck auf die Spieler der Blaugranas ausüben und die Defensivarbeit der Verteidigung litt an Verständigungsproblemen, sodass Lionel Messi ungestört zum 1:0 köpfen und Luis Suárez sich kurz vor dem 2:0 ebenfalls unbedrängt vor des Gegners Tor wiederfand. Den Abstiegskandidaten fehlte es hierbei insbesondere an einem Spieler, der die Marschroute vorgibt und die Räume zwischen den Ketten bespielt. In der zweiten Halbzeit änderte sich diesbezüglich eher nichts. Man war weiterhin anfällig und hätte sogar noch mehr Tore kassieren können.

Die schlechte Defensivarbeit bedeutet allerdings nicht, dass man offensiv weniger präsent war. Tatsächlich agierte Sporting Gijón äußerst mutig und schaffte es in wenigen Situationen sogar, den FC Barcelona im 4-2-3-1-System zu pressen. Nach dem Ballgewinn wurde oft der schnelle Weg in Richtung Tor gesucht, oft kam man allerdings nicht mehr bis dorthin. Konnte Sporting Gijón den Ball in der eigenen Hälfte gewinnen, suchte man durch das schnelle Umschaltspiel nach vorne den Weg zum Tor. Einmal war es letztendlich sogar mit Erfolg gekrönt, als die Asturier über ihre linke Seite, die am meisten bespielt worden ist, in den Strafraum eindringen konnte. Der erste Schuss prallte zwar noch an den Pfosten, dafür war allerdings der Nachschuss von Carlos Castro von Erfolg gekrönt, sodass das 2:1 in der 21. Minute erzielt werden konnte. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung Burguis kam die bis dahin gute linke Seite kaum mehr zum Zug, sodass nun jegliche Offensivgefahr vermisst wurde.

Der FC Barcelona: Offensiv stark, aber nachlässig in der Defensive

Die Katalanen zeigten sich in der Offensive von einer äußerst starken Seite. Die Defensivakteure Sporting Gijóns schienen überfordert gewesen zu sein. Lionel Messi ließ sich während der Offensivbewegung oft ins Zentrum, aber hinter Luis Suárez fallen, sodass Mittelfeldakteure gebunden werden konnten und so mehr Freiräume für weitere Mitspieler vorhanden waren. Weiterhin agierte Rafinha währenddessen als rechter Flügelstürmer und Ivan Rakitić verschob auf halbrechter Position regelmäßig zwischen die Ketten. Die Akteure der Blaugranas erkannten schon früh in der Partie, dass Sportin Gijóns Defensivarbeit von vielen Nachlässigkeiten geplagt war. In der Folge richtete sich das Spiel des Gastgebers darauf aus, mit einfachen Pässen – wie beispielsweise beim 2:0 durch das Eigentor von Juan Rodriguéz – hinter die Ketten zu gelangen, was regelmäßig auch gelang. An diesem Abend merkte man schnell den Klassenunterschied, sodass die sechs Tore letztendlich nicht verwunderlich sind. Selbst nachdem Lionel Messi und Luis Suárez ausgewechselt worden sind, war es für die Katalanen ein Leichtes, zwischen und hinter die Ketten zu kommen.

Anders sah es in der Defensive während der ersten Halbzeit aus. Zunächst startete man mit der 3-4-3-Formation im Spielaufbau. Während der Rückwärtsbewegung bewegte sich Rakitić auf die Sechserposition neben Sergio Busquets und Neymar auf die linke Mittelfeldposition. Diese Bewegung setzte sich fort, bis ein 4-4-2 mit Javier Mascherano als Rechts- und Sergio Busquets als Innenverteidiger zu sehen war. Dennoch schafften es die Katalanen in den ersten 45 Spielminuten nicht, eine gewisse Defensivordnung vor allem während des gegnerischen Pressings, der bei weitem nicht so schwer zu umspielen war, zu wahren. In der zweiten Halbzeit legten sich allerdings die Probleme, sodass der FC Barcelona das Spiel locker runterspielen konnte.

Fazit

Letztendlich war es ein Pflichtsieg gegen einen Gegner, der in keiner Phase des Spiels wirklich Fuß fassen konnte. Man hatte das Gefühl, dass zu jeder Zeit der FC Barcelona ein weiteres Tor erzielen konnte. Dennoch muss aber gesagt werden, dass es im Hinblick auf die aktuelle Tabellenkonstellation und der Form Real Madrids ein enorm wichtiger Sieg war, der die Mannschaft zum finalen und vielleicht auch erfolgreichen Endspurt verhelfen kann.

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