Trincão und Messi mit Doppelpacks: Barça watscht Alaves mit einer Manita ab

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Der FC Barcelona hat das Heimspiel in La Liga gegen Deportivo Alavés mit 5:1 gewonnen. Die Blaugrana legte einen souveränen Auftritt im heimischen Camp Nou hin. Das Duo Francisco Trincão und Lionel Messi stellte bereits im ersten Durchgang die Weichen für den Erfolg und drehte in der zweiten Hälfte sogar noch weiter auf, auch Junior Firpo gelang ein Treffer.

Aufgrund der kräftezehrenden Pokalniederlage beim FC Sevilla unter der Woche sowie der bevorstehenden Aufgabe in der Champions League gegen Paris Saint-Germain war Ronald Koeman im Liga-Duell gegen Alavés zur Rotation gezwungen. Clément Lenglet, Francisco Trincão, Riqui Puig sowie Debütant Ilaix Moriba rückten in die Anfangsformation. Samuel Umtiti, Jordi Alba, Ousmane Dembélé sowie Pedri nahmen zunächst auf der Bank Platz. Lionel Messi feierte unterdessen seinen 505. Einsatz im spanischen Oberhaus und zog damit gleich mit Vereinslegende und Rekordhalter Xavi.

Trincão trifft – Messi antwortet auf Abseits-Pech

Die Blaugrana setzte anfangs wie gewohnt darauf, die Spielkontrolle an sich zu reißen und drängte die Gäste aus Vitoria-Gasteiz weit in deren eigene Hälfte. Die ersten Akzente nach vorne folgten prompt, beispielsweise in der zweiten Minute durch Antoine Griezmann, dessen Schuss innerhalb des Strafraums geblockt wurde. Kurz darauf wurde Trincão mit einem harmlosen Versuch erstmals aktiv im vordersten Drittel (4.). Barça stand hoch und agierte vornehmlich in einem 3-4-3-System. Lenglet, Frenkie de Jong und Óscar Mingueza bildeten im Spielaufbau eine Dreierkette, Júnior Firpo und Trincão bespielten die Außenbahnen. Alavés dagegen stand tief und lauerte auf Konter.

Barça trieb den Ballbesitz teils in rekordverdächtige Höhen und war auf der Suche nach Lücken in der gegnerischen Hintermannschaft. Gegen die kompakt stehenden Gäste gestaltete sich dies zunächst noch schwierig. Stattdessen wurde die Abelardo-Elf aus dem Nichts gefährlich: Edgar Méndez brachte eine Flanke von der rechten Seite in den Strafraum, im Zentrum klärte Mingueza, jedoch vor die Füße von Rodrigo Battaglia. Den Distanzschuss des Argentiniers parierte Marc-André ter Stegen anschließend aber sicher (27.). Wenige Augenblicke später belohnten sich die Katalanen für ihre Überlegenheit: Über die rechte Seite schob Mingueza vor und flankte mit viel Schnitt auf Moriba. Das Talent behielt die Übersicht und legte auf für Trincão, der Portugiese erzielte per flacher Direktabnahme die Führung für die Gastgeber (29.).

Sieben Minuten später jubelten die Barça-Akteure erneut – wenn auch vergeblich. Scheiterte Griezmann zunächst noch im Eins-gegen-Eins an Schlussmann Fernando Pacheco, traf Lionel Messi stattdessen im Nachschuss – doch wegen einer hauchzarten Abseitsstellung Griezmanns verlor der Treffer seine Gültigkeit (36.). Koeman ärgerte sich an der Seitenlinie sichtlich über diese Entscheidung. Doch noch vor dem Halbzeitpfiff kehrte die Freude zurück: Messi bekam den Ball einige Meter hinter der Strafraumgrenze unbedrängt zugespielt, schloss instinktiv ab und erzielte mit Hilfe des rechten Innenpfostens das verdiente 2:0 (45.+1).

Ilaix Moriba patzt – Rioja trifft zum Anschluss

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten tauschten beide Trainer durch. Koeman brachte Umtiti für Busquets und stellte auf ein 4-3-3 mit de Jong als Sechser um. Abelardo entschied sich gar für einen Doppelwechsel, Víctor Laguardia sowie Luis Rioja ersetzten Martín Aguirregabiria und Iñigio Córdoba. Die zweite Hälfte startete mit einem Vorstoß von Pérez und der Großchance auf den Anschlusstreffer (48.), anschließend kontrollierte Barça wieder das Spielgeschehen.

Besagter Rioja traf dann aber kurz darauf aus dem Nichts zum Anschlusstreffer, weil Moriba im Spielaufbau gedankenlos einen schwachen Querpass in die Füße des Einwechselspielers der Gäste spielte – Rioja bedankte sich und verkürzte frei vor ter Stegen auf 1:2 (57.).

Ein Weckruf für die Gastgeber, die sich plötzlich in einen Rausch spielten, den dritten Treffer aber nicht erzielten. Trincão scheiterte gleich doppelt an Pacheco (57./62.), Messi vergab zweifach aus guter Position (61./64.) und Griezmann legte nach Messi-Heber über die Abwehr das Spielgerät am rechten Pfosten vorbei (66.). Verzweiflung machte sich trotz zahlreicher vergebener Chancen aber nicht breit, stattdessen machte Barça unaufhaltsam weiter – mit Erfolg.

Barça mit Dreifachschlag

In der 74. Minute spielte der eingewechselte Pedri einen Traumpass der Marke ‘Xaviniesta’ in Messis Lauf, wieder war Pacheco zur Stelle, Trincão im Nachschuss aber auch – 3:1 (74.). Etwa 80 Sekunden danach erhöhte dann Messi mit einem unhaltbaren Linksschuss aus rund 20 Metern auf 4:1 (75.).

Nur fünf Zeigerumdrehungen später wurde Firpo nach einem Zusammenspiel zwischen Messi und Griezmann zum Nutznießer und Torschützen (80.) – wieder hatte Messi die Szene mit einem Lupfer aus dem Fußgelenk eingeleitet. Die Koeman-Elf überrollte die Gäste in Windeseile, die Schlussminuten vergingen – Trincão gelang in seinem ersten Startelfeinsatz beinahe noch der Hattrick, er stand aber im Abseits (89.). So ertönte der Abpfiff mit fünf Treffern für die Blaugrana auf der Anzeigetafel – Alaves kassierte eine hochverdiente ‘Manita’, eine Abreibung mit fünf Treffern.

Für Barça nehmen die anstrengenden Marathonwochen weiter kein Ende, schon am kommenden Dienstag (21 Uhr, live bei Sky und im Barçawelt-Ticker) gastiert Paris Saint-Germain im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales im Camp Nou. In der Tabelle La Ligas rangiert die Blaugrana weiter auf Rang 2, bei acht Punkten Rückstand auf Tabellenführer Atletico, die am Nachmittag knapp (und auch etwas glücklich) 2:1 in Granada siegten.

 

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