Turbulentes 3:2 gegen Elche: Nico Gonzalez rettet den FC Barcelona

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Nach einer starken ersten Hälfte lag Barcelona mit 2:0 gegen Elche in Führung, Gavi traf per Traumtor nach einem Solo. Doch dann glich Elche mit einem schnellen Doppelschlag aus, erst Joker Nico rettete den Katalanen spät die drei Punkte.

Gegen den Elche CF sollte für Barcelona endlich wieder ein Sieg in LaLiga her. Wie Xavi auf der Pressekonferenz angesprochen hatte, musste man gegen den Tabellen-16. auf die Siegerstraße zurückkehren.

Personell gestaltete sich die Lage aber weiterhin nicht einfach. Jordi Alba wurde zwar rechtzeitig wieder fit, in der Offensive drückte aber der Schuh. Xavi vertraute daher Ferran Jutglà und stellte den 22-Jährigen mit Espanyol-Vergangenheit erstmals von Beginn an auf. Neben ihm sollten Ousmane Dembélé und der zuletzt sehr starke Ez Abde für Gefahr sorgen.

Jutglà mit dem Debüttreffer – Barça legt vor

Die Katalanen schienen Xavis Anweisungen beherzigen zu wollen und begannen sehr engagiert – im Mittelpunkt, im wahrsten Sinne des Wortes: Startelf-Debütant Jutglà. Gavi schickte Jutglà per Chipball, der Youngster verwandelte sicher rechts unten – war beim Zuspiel aber ganz knapp im Abseits (2. Minute). In der Folge zeigte sich Barça besonders im Positionsspiel stark verbessert, immer wieder startete jemand einen Tiefenlauf.

Nach einer Ecke traf Jutglà erneut, diesmal hatte der Treffer bestand: Der Barça-B-Angreifer legte die Kugel per Kopf schön ins lange Eck – das 1:0 (16.). Damit traf der 22-Jährige in seinem erst zweiten Pflichtspiel direkt zur Führung, Xavi hatte offensichtlich ein glückliches Händchen. Es war zudem das erste Eckballtor Barças in dieser Saison.

Gavi erhöht nach Solo mit Traumtor – Drittjüngster Torschütze der Barça-Geschichte

Die Führung gab der Blaugrana spürbar Rückenwind. Nur wenige Minuten später verlud Gavi nahe der Mittellinie bei der Annahme nach vorne gleich zwei Gegenspieler und startete durch. Vor dem Tor blieb er ruhig, wackelte erst noch einen Elche-Verteidiger aus und verwandelte dann links unten zum 2:0 für die Katalanen (19.). Edgar Badía kam noch an den Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern. Auch für Gavi war es das erste Profitor – damit avancierte er zum drittjüngsten Torschützen in der Geschichte des FC Barcelona.

Fast hätte es direkt im Gegenzug aber den Anschlusstreffer gegeben. Nach einer hohen Flanke von Elche passte die Zuteilung in Barças Hintermannschaft überhaupt nicht, sodass Enzo Roco allein vor ter Stegen zum Abschluss kam. Der chilenische Innenverteidiger schoss aber weit über das Tor (24.).

Elche offenbart Lücken – und hat Glück

Von diesem Schreckmoment abgesehen hatten die Blaugrana aber alles im Griff. Gerade Dembélé sorgte mit klugen Schnittstellenpässen immer wieder für Gefahr. Frenkie de Jong verstolperte ein solches Zuspiel jedoch (25.), daraufhin wurde Jutglàs Schuss von Edgar Badía pariert (28.).

Gegen Ende der ersten Halbzeit schaltete Barça ein wenig zurück. Über de Jong kam der Ball aber noch einmal zu Ez Abde, der in den Strafraum ziehen konnte. Sein Querpass fand Gavi, dessen Schuss aber gerade noch von Mojica geblockt wurde. Hier wäre Badía chancenlos gewesen. Statt 3:0 ging es aber „nur“ mit 2:0 in die Kabinen. Das sollte sich nach der Pause rächen.

Tete Morente bestraft Barças Nachlässigkeit

Die zweite Halbzeit gehörte zu Beginn plötzlich Elche. Zuerst kam Boyé nach einem Querpass zum Abschluss (46.). Dann geriet Albas Rückgabe per Kopf zu kurz und ermöglichte Elche so eine Riesenchance, die aber nicht gut zu Ende gespielt wurde (48.).

Bei einem Elche-Angriff über links spekulierten die Barça-Spieler darauf, dass der Ball im Aus sei. Das war er aber nicht, Elche verlagerte schnell und schickte Tete Morente über rechts. Lenglet blieb zu zögerlich und Morente versenkte wuchtig zum 1:2 (62.).

Aus 2:0 macht 2:2: Barcelona bricht zusammen, Elche gleicht aus

Plötzlich war die Selbstverständlichkeit des FC Barcelona der ersten Halbzeit wie weggewischt. Im Spielaufbau unterlief Araujo auf rechts ein schlimmer Fehlpass, in der Folge ging Tete im Strafraum ins Dribbling, nachdem sich Alba bei einem Seitenwechsel verschätzt hatte. Die hohe Flanke fand Pere Milla, der komplett allein stand und zum 2:2 einköpfte (63.)! Araújo hatte Milla hier aus den Augen verloren und sich falsch orientiert.

Die Gegenreaktion hätte fast gepasst. Nach einer Flanke von Gavi kam Jutglà noch überraschend zum Torabschluss, bugsierte den Ball aber am zweiten Pfosten aus kürzester Distanz aber unglücklich über den Kasten (66.) – eine Monsterchance zum 3:2! In der Folge entwickelte sich ein wildes Spiel mit Stellungsfehlern auf beiden Seiten.

Ein Steckpass kam dann wieder einmal durch und fand Ez Abde, der auf den eingewechselten Nico ablegte. Dessen Schuss wurde in höchster Not auf der Linie geklärt, Badía war bereits geschlagen. Der Nachschuss blieb harmlos (75.).

Joker Nico Gonazlez sticht und rettet Barça

Es gelang nur mehr wenig auf beiden Seiten, das Spiel wurde sehr zerfahren. Fouls und kleine Unterbrechungen verhinderten den Spielfluss.

Gavi setzte sich dann bei einem letzten Aufbäumen per Doppelpass am linken Strafraumrand durch und konnte zurücklegen. Dort war zwar Nicos Ballannahme unzulänglich, im Fallen brachte er aber noch viel Wucht hinter den Ball und traf unhaltbar in den Winkel zum 3:2 (85.)!

Am Ende reichte diese knappe Führung dann für den Sieg des FC Barcelona. Nachdem man nach komfortabler Führung also innerhalb von zwei Minuten das Spiel aus der Hand gegeben hatte, rettete Nico die Katalanen doch noch. Mit diesen immens wichtigen drei Punkten bleibt Barça zumindest in Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen.

Michael Weilch
Treuer Culé seit Beginn der Ära Messis und der festen Überzeugung, dass Barça "més que un club" ist. Hofft, dass sich die Blaugrana auf ihre historischen Wurzeln besinnt und gerade in heutigen Zeiten ein Leuchtbild für Demokratie und Chancengleichheit darstellt - der Grund, warum der FC Barcelona eben nicht "nur" ein Fußballverein ist. Motto: "Tots units fem força!"
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